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Rückblick
7. Tag: Im Bergwerk der Schlümpfe
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gibt es hier jede Menge und es fällt richtig schwer sich zu entscheiden.
Das Salzbergwerk in Hallein schien uns für die Kinder gerade richtig. Eine knappe Stunde mit dem Auto in Richtung Salzburg war das Bergwerk am Zielort als "Salzwelten" gut ausgeschildert.
Mit dem Kauf der Eintrittskarten wurden wir einer Gruppe zugeteilt, eine Tafel zeigte den Beginn der Führungen an.
Doch zunächst hieß es "umziehen": Jeder potentielle Bergarbeiter erhielt eine Hose und ein Oberteil welche über die normale Kleidung gezogen werden mussten.
Ein amüsanter Film mit den "Do's" und "Dont's" im Bergwerk verkürzte die Wartezeit und dann ging es los.
Die Gruppe wurde auf einen "Grubenhund" verladen, d.h. alle saßen breitbeinig auf einem Züglein und fuhren durch einen Tunnel in den Berg ein.
Robin hatte dabei ein bisschen Angst weil er nicht glauben konnte dass die Balken den schweren Berg halten. Außerdem war es dort drin dunkel und kalt (10°C).
Nach der Endstation stolperten wir dann durch den Stollen, zwischen den alten Schienen entlang, immer weiter in den Berg hinein. Schließlich landeten wir in einer stimmungsvoll dekorierten Halle. Unser Bergführer erklärte ein bisschen über den Salzabbau und zeigte dann einen kurzweiligen Film über den "Salzfürsten" über den die Kinder sehr lachen mussten.
Rutschen im Inneren des Berges
Nach einem weiteren unterirdischen Fußweg kam die erste Rutsche - 27 m lang! Robin wollte zuerst lieber die Treppe nehmen und auch ich war etwas skeptisch aber dann schaute ich die Rutsche hinunter und stellte fest, dass es viel weniger lang und tief ist als ich befürchtet hatte. Wir sind also gerutscht, mit lautem "Juchuh" und es hat riesigen Spaß gemacht!
Weiter ging es zu einem unterirdischen Salzsee, den wir in einem Boot bei stimmungsvoller Musik und farbigen Lichteffekten überquerten.
Später gab es noch eine längere Rutsche, Fortsetzungen des Films und entlang des Stollens immer wieder etwas zu entdecken.
Während unserer Tour durch den Berg überquerten wir sogar die Grenze von Österreich nach Deutschland und später wieder die nach Österreich. Früher wurden die Stollen auch zum Schmuggeln genutzt, erzählte mir der Führer.
Die Stützbalken im Stollen sind zum Teil schon 60 Jahre alt - das Salz entzieht der Luft dort unten die Feuchtigkeit, wodurch sich das Holz lange hält.
Am Ende gab es noch eine erneute Fahrt mit der Grubenbahn und jeder von uns Bergschlümpfen bekam zum Abschied noch ein kleines Salzfass geschenkt.
Robin wollte die (etwa einstündige) Tour gleich noch einmal machen! Es ist immer das Gleiche mit ihm: Erst will er nicht und dann kann er nicht genug bekommen!
Sommerrodeln
Unser Plan war, mit dem Sessellift auf den Berg zu fahren, dort zu essen und dann über 2,2 km mit der Sommerrodelbahn wieder hinunter zu sausen. Am Ticketschalter meinte die Dame sie wüsste nicht wie sich das Wetter ändern würde. Es könne sein dass es anfängt zu regnen und die Rodelbahn dann geschlossen werden müsse.
Wir haben uns über solchen Pessimismus schon ein bisschen gewundert denn schließlich brannte uns gerade die Sonne in den Nacken. Also haben wir die Warnung in den Wind geschlagen und für uns alle Rodel-Tickets gekauft.
Bei der Auffahrt mit dem Sessellift sahen wir dann auch einige Sommerrodler hinunter sausen. Doch dann hörten wir ein tiefes Grollen hinter uns. Ein Blick über die Schulter zeigte aus dieser Höhe eine Gewitterfront! Somit beschlossen wir, als wir oben angelangt waren, dass wir sofort die Rodelbahn benutzten und dann lieber später unten essen würden. Doch wir hatten Pech: Die Bahn wurde gerade wegen Regengefahr geschlossen. Wird die Bahn nass, kann man die Bremsen nicht mehr benutzen und müsste sofort absteigen - sofern man noch kann. Dann stünde ein ziemlich beschwerlicher Fußmarsch ins Tal bevor!
In den Wolken
Wir sind dann in die Hütte gegangen und haben uns etwas zu essen bestellt. Von unserem Fensterplatz aus konnten wir das ganze Tal überschauen und die Wetteränderungen verfolgen. Zunächst schien sich das trockene Wetter doch zu halten aber dann: Innerhalb von Minuten zog sich alles zu, wir konnten nur noch ein paar nahestehende Baumwipfel erkennen und es begann wie aus Eimern zu schütten.
Am Ende blieb uns nichts anderes übrige als durch den Regen mit dem Lift wieder hinunter zu fahren - ein nasses Unterfangen und alles andere als ein Vergnügen. Aber wir Norddeutschen sind ja an "Schiettwetter" gewöhnt.
Muss ich noch erwähnen dass wir auf der Heimfahrt plötzlich wieder strahlenden Sonnenschein hatten? "Das ist so ungerecht!" schimpfte Robin.
Lilith ist im Auto sofort erschöpft eingeschlafen - aber bei der Ankunft im Hotel waren ihre ersten Worte - na ratet mal - genau: "Gehen wir jetzt schwimmen?"
Weitere Aussichten
Wenn ich ausreichend getrocknet bin, freue ich mich schon auf ein schönes Schneeflockerl vor dem Kamin!
Servus, bis morgen - da geht's nach Salzburg!

Familie Schlumpf

"Grubenhunde" beißen nicht!

Steig auf - Glück auf!

Die Rutsche (von unten fotografiert)

Unterirdischer Grenzverkehr

Der Stollen
Salz - das weiße Gold

Oben auf dem Berg

Hüttenschmaus

Erledigt!
