9. Tag: Heute beißen sie!

Gäbe es die "Abendpost" nicht, bräuchte ich hier einen Terminkalender! Die Abendpost liegt jeden Abend auf unserem Tisch, darin stehen neben den Wetteraussichten für den nächsten Tag auch die angebotenen Aktivitäten. Für heute Vormittag waren z.B. "Angeln" und "Reitwanderung" angekündigt. Wir haben uns - wie die meisten Familien - ganz klassisch aufgeteilt:

Die Jungs gehen zum Angeln und die Mädchen machen die Reitwanderung mit.

 

Indianer-Pony-Treck

Auf der Seitenalm gibt es wirklich sehr viele Ponys aber eben auch sehr viele Kinder. Auf jedes Pony kamen heute drei Kinder - zum Glück war die Strecke so lang, dass wir zwei Mal auf dem Hinweg und auch auf dem Rückweg tauschen konnten und jeder einen gute Strecke auf dem Reittier zurück legen konnte.

 

Fahne schwenkend ging je ein Erwachsener voraus und hinterher, denn manchmal kamen Autos vorbei und mussten vor dem Tross gewarnt werden.

Jedes Pony wurde von einem Erwachsenen und einem Kind geführt und ein kleiner Reiter saß oben drauf. Bei den kleineren Kindern ging meist noch ein Elternteil nebenher um aufzupassen. Denn hier reiten wir wie die Indianer: ohne Sattel!

 

Wir überfallen die Angler!

Ziel des Reitausflugs war der obere Angelteich (es gibt zwei Angelteiche) und dort trafen wir natürlich auf die Angler.

Also abgestiegen, die Ponys in den Pferch gestellt und hinunter zu den Fischern.

 

Unsere Angler waren schon recht erfolgreich. Man sagt ja, sie beißen besser wenn es regnet und darum war es ganz passend, dass es anfing zu nieseln. Der Erfolg stellte sich umgehend ein: Innerhalb kürzester Zeit hatten Michi und Robin drei Fische gefangen!

Das war eine Aufregung: "Cacher", rief Michi und hielt den Fisch am Haken hoch. Lilith hat tüchtig gestaunt. Nun kam das Fischlein in den Eimer und konnte bewundert und sogar gestreichelt werden. Fühlt sich glitschig an.

 

Einige größere Forellen wurden am Wasserfall in ein kleines Bassin aus Steinen gesetzt.
Das Gelände am Fischteich ist wirklich traumhaft idyllisch.
Robin hat gelernt die Angel auszuwerfen und fand es richtig schön dort oben.

 

Auch andere Angler waren erfolgreich. Die meisten Fische wurden am Ende wieder ins Wasser gesetzt aber einen hatte Peter Arnold zum essen vorgesehen. Interessierte Kinder konnten zusehen wie der Fisch betäubt, getötet und ausgenommen wurde - auch das gehört zum Angeln. Gewürzt mit Salz und einem Blatt Löwenzahn im Bauch, kam er in Alufolie auf das Feuer, das inzwischen knisternd brannte und uns nach dem Regen schön gewärmt hat.

 

Lilith war ein bisschen traurig dass ein Fisch gegessen werden sollte - sie ist ein großer Tierfreund - aber als sie einen von Michis Fischen wieder in den Teich setzen konnte, war sie wieder zufrieden: Einen hatte sie gerettet!

Die übrigen Kinder sind dem "Überleben in der Wildnis" heute ein Stück näher gekommen.

 

Zurück wieder auf dem Pferderücken - dieses Mal ritt Lilith endlich auf "Schneewittchen", die alle Kinder heiß und innig lieben.

Zum Mittag waren dann aber alle hungrig!

 

Um 14 Uhr hieß es im Programm dann für die größeren Kinder "Cocktails mixen" in der Küche und für die kleineren "Boote falten" und auf den kleinen Angelteich setzen.
Robin und Lilith wollten aber lieber mit ihren neu gewonnenen Freunden unten in der Kinderwelt toben und spielen.

 

Ich hingegen habe in Ruhe den Sportraum und die Sauna genutzt bis es Zeit für das Abendessen war. Aber von diesen Dingen erzähle ich an anderer Stelle mal ausführlicher.

 

Pfüati!

ausflug

Vorweg die Seitenalm-Verkehrswacht

angelsee

... hintendrein die Ponys, Reiter und Begleiter.

reitwanderung

Grasen im Pferch beim Angelteich.

reitausflug

Wir angeln uns einen ...

reiten

... dicken, fetten Fisch: Einen halben Meter lang!

angeln

Die Kinder bestaunen die Forellen!

fische angeln

Frische Forelle vom Feuer - lecker.

Seitenalm

 

Familotel