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2. Urlaubstag
3. Urlaubstag
4. Urlaubstag
5. Urlaubstag
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7. Urlaubstag
8. Urlaubstag
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14. Urlaubstag
Rückblick
12. Tag: Hochseil-Artisten
Es gibt im Leben manchmal Erlebnisse, die einem besonders im Gedächtnis bleiben - kleine Kostbarkeiten der Erinnerung die man gut bewahrt. Heute hatte ich gleich zwei solcher Erlebnisse.
Frauenfrühstück-Wanderung
Aber ich beginne am Anfang:
1. Teil
"Donnerstag: Frauenfrühstück-Wanderung" stand auf dem Zettel für die Anmeldungen - klar, das klingt gut, da mache ich mit!
Ach, das geht schon um 5:15 Uhr in der Frühe los? Naja, macht nichts.
2. Teil
Gestern Abend habe ich mich dann gefragt wie ich bloß auf die Idee kommen konnte mich auf so etwas einzulassen.
3. Teil
Trotzdem bin ich um 5 Uhr aufgestanden und traf unten auf Hanni Arnold und drei weitere Frühaufsteherinnen.
Hanni hat uns noch ein paar Tüten in unsere Rucksäcke gesteckt und dann ging es erst einmal mit dem Hotelbus los. Durch schöne Landschaften, geschlungene Wege, immer weiter hinauf in die Berge.
Irgendwann hielt der Wagen an und wir stiegen aus. Jeder bekam einen Satz Nordic-Walking-Stöcke, die den weiteren Aufstieg deutlich vereinfachten.
Auf der Alm da gibt's ka Sünd
Ab jetzt hieß es also laufen und wir kamen schon ein bisschen ins Schwitzen. Aber die Stille war schön und oben am felsigen Gipfel sahen wir schon die Sonnenstrahlen. Nach einiger Zeit stieg hinter einem Hügel Rauch auf: Die Alm von Hannis Bruder Michael. Sie selbst hat dort früher einige Jahre als Sennerin gearbeitet. Keine Wasserleitung und bis vor zwei Jahren auch kein Strom. Plumpsklo und Ofenheizung inklusive.
Ein paar Schritte noch und wir waren angekommen: 1653m hoch in einem Idyll von einer Alm mit wunderschönen, alten Gebäuden als wären wir in einem früheren Jahrhundert gelandet. Der Michael sang gerade ein Lied bei der Arbeit und begrüßte uns freundlich.
Und in genau diesem Moment kam die Sonne herum und strahlte diese Szene an und wärmte uns.
Hier oben hatten wir ein wunderbares Frühstück vor dem Haus in strahlender Sonne (die Tüten aus den Rucksäcken), mit frischer Alm-Butter und frischer Milch im Kaffee. Wir haben uns wohlgefühlt, postkartenreife Fotos geschossen und einfach staunend und etwas ungläubig diese Idylle genossen!
Finanzkrisen, Grippe-Epidemien und anderen weltlichen Sorgen hatten wir weit unter uns gelassen - hier oben ist noch alles wie es sein soll.
Jeder der hier einmal die Möglichkeit hat an dieser Wanderung teilzunehmen, sollte die Chance nutzen. Das frühe Aufstehen lohnt sich unbedingt denn dies ist eine Gelegenheit die sich sonst nicht bietet.
Nächster Tagespunkt
Mein Terminplan war heute straff organisiert, schon um 10 Uhr sollte es mit der Seitenalm zum Hochseilgarten gehen. Darum waren wir kurz vor 10 beim Hotel zurück und ich bin fast direkt vom Hotelbus umgestiegen in unser Auto.
Robin wollte mit in den Hochseilgarten, Lilith haben wir in der Obhut der Kinderbetreuung gelassen - was sich auch als absolut richtige Entscheidung herausstellte.
Wir fuhren mit mehreren Familien nach Schladming, stiegen dort in die Seilbahn und fuhren auf ca. 1800m hinauf. Unten war es noch warm gewesen und auch die Seilbahngondel hatte sich in der Sonne schnell aufgeheizt. Aber oben angelangt blies uns trotz der Sonne ein kalter Wind um die Nase und wir stellten fest dass wir viel zu dünne Jacken dabei hatten. Robin fing bald an zu schlottern auch meine Hände wurden eiskalt.
Hochseil-Artisten
Im Hochseilgarten erhielten alle einen Helm und eine Sicherheitsausrüstung. Dann bekamen wir die Einweisung und konnten am Übungsparcours unsere Fähigkeiten austesten.
Nun wurde es ernst. Robin wollte unbedingt mit auf den Hochseil-Bereich, ich selbst hatte den Plan meine Höhenangst hier zu bezwingen und so gingen wir zu dritt auf den einfachsten Parcours, der trotzdem kein Zuckerschlecken war. 7 Meter hoch - klingt nach wenig aber wenn man ausrechnen welches Stockwerk das in etwa ist, und sich das dann in schwankenden Baumwipfeln an einem Berghang bei Wind und Kälte vorstellen, bekommt es doch eine andere Dimension.
Puh! Schon beim ersten Hindernis bekam ich plötzlich eine Panik-Attacke: Ich spürte förmlich wie mir das Blut aus dem Kopf floss und mein ganzes Erleben reduzierte sich auf das wackelige Seil an dem ich hing. Aber ich habe dann ganz tief in den Bauch eingeatmet (das beste Mittel gegen Panik-Attacken!) und mich so nach wenigen Sekunden wieder in den Griff bekommen.
Danach ging alles recht gut - auch wenn es nicht ganz einfach war und der Adrenalin-Pegel am Limit lag.
Robin ging es ähnlich: Er hatte bei den ersten beiden Hindernisse "Durchhänger", wo er zitternd vor Kälte und vor Angst mitten zwischen den Seilen hing und den Tränen nah war.
Ich dachte schon dass wir jemanden rufen müssen der ihn abseilt aber ich hatte unseren Junior unterschätzt: Er hat sich regelrecht am eigenen Schopf hochgezogen, sich und seine Angst überwunden und den Rest des Parcours mit Biss und Bravur gemeistert. Beim letzten Teil war er sogar so übermütig, dass er ihn rückwärts gemacht hat. Ich bin so stolz auf ihn und er selbst auch sich auch!
Wir waren am Ende alle froh, dass wir das ausprobiert haben und
dass wir nicht zu den vielen Leuten gehörten, die täglich aus einem
Baum abgeseilt werden müssen.
"Es war ein echtes Abenteuer", sagte Robin, der durch das Adrenalin
hinterher regelrecht euphorisch war.
Zum Aufwärmen gab es jetzt erst einmal einen heißen Kakao in der "Schaf-Alm", dann ging es zurück zum Hotel, wo Lilith uns strahlend erwartete.
Feierabend
Ich könnte jetzt noch vom Domino-Day erzählen oder vom Schwimmen und der Sauna, aber ich bitte um Verständnis: Ich bin nach diesem Tag furchtbar müde und lasse einfach die Bilder für sich sprechen.

Die Sonne bestrahlt schon die Gipfel

Wir erreichen die Alm

fließendes Wasser

Ausblick

Tischlein deck dich!

"Heidi, komm frühstücken!"
Hochseilgarten - Übungsparcours: Da lachen wir noch!

In schwindelnder Höhe!

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - sonst wären sie Zwerge!

Dominoday - 5000 Teile gibt's davon auf der Seitenalm, davon wurden hier etwas 1000 verwendet!

Eine der beiden Saunahütten - mit Panoramafenstern und toller Aussicht

Vorraum der anderen Saunahütte


