Wir packen ein

Ein Umzug bringt einiges mit sich und bei einem Umzug in die USA muss noch viel mehr bedacht werden als sonst.

Es fängt damit an, dass kaum ein technisches Gerät aus Europa in den USA verwendet werden kann.

Zwar kann man mit speziellen Adaptern einige Geräte betreiben aber wie viele Adapter möchte man schon im Badezimmer oder in der Küche stehen haben?

 

Auch Autos darf man nur einführen wenn man ein Modell hat, das in gleicher Ausführung in Amerika verkauft wird.

Dann gibt es noch die Dinge, die keinen Sinn machen: Kleiderschränke braucht man in den seltensten Fällen da man in den USA meistens begehbare Schränke hat.

 

Der Umzug begann also mit einer langen Liste:

Dies nehmen wir mit, das verkaufen wir, jenes verschenken wir und solches wird entsorgt.

 

Mehrere Umzugsunternehmen haben einen Mitarbeiter geschickt, der die Größe unseres Haushalts geschätzt hat. Interessanterweise kamen dabei recht unterschiedliche Ergebnisse zustande.

 

Beim Packen mussten wir jeden Karton mit einer Nummer und dem Inhalt beschriften. Zugleich mussten Nummer und Inhaltsangabe auf einer Liste eingetragen werden - für den Zoll! Dieser Aufwand bremste natürlich die Packgeschwindigkeit enorm.

 

Nebenbei wurde geklärt welche Verträge (Handy, Versicherungen, Kabel, GEZ, ...) zu welchem Zeitpunkt gekündigt werden können. Fragen wie "Was machen wir mit unseren Bankkonten?" oder "Wohin mit den Meerschweinchen? ... können einem schon mal den Schlaf rauben.

 

Bis zum Umzugstag gab es mehr als genug zu organisieren und leider hatte der massive Wintereinbruch es uns nicht unbedingt leichter gemacht. Schließlich kamen am ersten Umzugstag einige Mitarbeiter der Umzugsfirma und fingen an, unsere Möbel zu zerlegen und jedes Teil einzeln gepolstert einzupacken. Am Folgetag kam dann mittags der Umzugscontainer (12 m lang) und Stück für Stück wurde unser Haushalt - verpackt und verschachtelt - dort einsortiert, in weitere Listen eingetragen und fest verstaut. Als am Ende dieses Tages alle Möbel einschließlich meines Klaviers im Container waren und die Tür sich dahinter schloss, war ich sehr erleichtert diesen Teil des Umzugs hinter mit zu haben. Michi hat den Container noch eigenhändig verplombt und dann fuhr er ab in Richtung Bremerhaven.

 

Unsere letzten Tage in Deutschland haben wir dann bei Freunden verbracht, die selbst schon knapp vier Jahre in Houston gewohnt hatten. Sie haben uns nett auf unser Abenteuer eingestimmt und nachdem unser altes Zuhause geputzt und der Schlüssel abgegeben war, konnten wir uns auch endlich Gedanken über unsere nächsten Wochen machen.

 

Robin wurde von seinen Klassenkameraden toll verabschiedet! Alle Kinder hatten ihm einen Abschiedsbrief geschrieben, viele Bilder waren dabei und e-Mail-Adressen wurden ausgetauscht. Beide Kinder hatten eine Woche vor dem Abflug noch einen ganzen Tag mit ihren liebsten Freunden beim Indoor-Spielplatz verbracht und gemeinsam ein letztes Mal getobt und gelacht - der Abschied fiel ihnen dann doch schwerer als sie selbst gedacht hätten.

 

Was den Container betrifft: Ich bin gar nicht scharf darauf den in nächster Zeit in Empfang zu nehmen - ich kann wirklich keine Umzugskartons mehr sehen! Aber Anfang April wird er bereits in Houston erwartet und muss dort dann durch den Zoll. Bis dahin gibt es noch einen Stapel englischer Zoll-Formulare auszufüllen - nicht dass wir uns jetzt etwa entspannen ...

texas

Alle Möbel werden verpackt ...

 

internationaler umzug

... und jedes einzelne Teil

nummeriert und beschriftet!

 

auswandern

Anfangs war der Container noch leer ...

nach texas

... aber wir haben ihn gut gefüllt und

 

übersee

... schließlich verplombt!