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Familie wird von Mutter und Frau im 9ten Monat verlassen.
ein Vater schrieb am 06.07.2016 um 10:32
Ansichten 2009
Wenn ein Mann seine schwangere Frau verlässt oder verlassen will, dann ist er ein Arsch!
Was ist wenn eine hochschwangere im 9ten Monat seinen Mann und dessen Kinder verlassen will? Was ist die Frau dann?
Wir sind eine Patchwork Familie...Ich mit meinen Zwillingen(16) aus erster Ehe und meine Frau mit Ihrer jetzt fast 19jährigen Tochter. Meiner Stieftochter.
Das Verhältnis zwischen meiner Stieftochter und mir war nie besonders gut, aber jetzt, seitdem sie volljährig ist, ist es verbal eskaliert...das im Einzelnen zu erzählen würde hier den Rahmen sprengen. Einen räumliche Trennung zu meiner Stieftochter wäre die einzige Lösung. Da diese aber mit fast 19 erst in die Oberstufe eines Gymnasiums einzieht, macht diese Möglichkeit schwierig. Da für mich das Verhalten meiner Stieftochter untragbar geworden ist hat meine Frau angedroht jetzt mit der 19jährigen zusammen, auszuziehen. Mit meinem Baby im Bauch. Dazu kommt, dass meine Frau die Verdienerin in der Familie ist und mit einem solchen Schritt die Existenz von uns zurückgelassenen gefährdet ist. Wir sind mit einer Immobilie ziemlich hoch verschuldet...
4 Antworten (neueste Antwort ist unten)
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BarbaraS schrieb am 07.07.2016 um 00:10    melden
Hallo "ein Vater",

was möchtest Du mit diesem Beitrag? Frust abladen - bei Frauen die auch gerade schwanger sind? Mitfefühl und Verständnis finden? Ich persönlich finde es etwas unpassend, so etwas in einem Schwangeren-Forum zu posten.

Uns fehlen alle wichtigen Hintergründe um Stellung zu beziehen und selbst wenn wir die hätten, würde es doch nichts ändern.

Persönlich fühle ich mich der Position Deiner Frau näher als Deiner. Wenn Du mit der Stieftochter partout nicht klar kommst, dann frage ich mich, was da los ist, dass Du als Erwachsener, erfahrener Mensch keinen Kompromiss mit ihr findest. Dass eine Mutter zu ihrem Kind steht finde ich - ohne jetzt Näheres zur Situation zu kennen - auf jeden Fall richtig.

Ein ungeborenes Kind ist kein Unterpfand, das einen dazu verpflichtet "komme was wolle" an der Seite des Kindsvaters zu stehen.
Wenn Männer ihre schwangere Frau verlassen, dass hat das übrigens meist sehr andere Gründe und ist gar nicht vergleichbar mit der Situation wenn eine Mutter zu ihrem Kind hält und deshalb eine Trennung in Betracht zieht.

Ich lese da eine Menge Ärger heraus. Kann man ja verstehen. Aber ich lese nichts von Kompromissbereitschaft oder Bereitschaft zur Versöhnung - Dinge die ich von einem Erwachsenen aber erwarten würde, wenn ein Konflikt derart eskaliert ist.
So wie ich die Situation verstehe ist es für Deine Partnerin "entweder er oder mein Kind" und Du bist vermutlich sauer und verletzt, dass sie sich eher für Ihr Kind entscheidet (auch wenn sie schon vom Gesetz her erwachsen ist). Das ist aber ihr Recht und es wird sicher Gründe geben, weshalb ihre Tendenz dort hingeht. Wenn Du daran etwas ändern willst, dann solltest Du ihr einen Anlass geben, es sich anders zu überlegen und dazu gehört sicher insbesondere, dass Du einen Weg mit der Stieftochter findest der für beide irgendwie funktioniert. Teenager sind nicht einfach, manchmal geradezu die Pest. Aber als ERwachsener darf man ihr Verhalten nicht zu persönlich nehmen, es ist eine Entwicklungsphase genauso wie die Trotzphase - nur absolut nicht niedlich. Aber da müssen alle Eltern durch. Auch Stiefeltern. Ab 25 sind die meisten Kids dann endlich genauso wie man sie haben wollte.

Finanzielle Überlegungen sind aus meiner Sicht hier absolut zweitrangig. Vieles lässt sich schon regeln wenn man einen Job findet - wie einfach oder schwierig das für Dich ist, weiß ich nicht, aber darin liegt nun mal die Lösung im Falle einer Trennung.

Kühlt Euch ab, setzt Euch zusammen, sprecht darüber wie es zu diesem Punkt kam, was jeder vom anderen erwartet und seinerseits bereit ist besser zu machen, damit alles wieder ins Lot kommt.

Viel Glück!

Barbara
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Bonsai schrieb am 07.07.2016 um 01:40    melden
Puh...
Nunja, es hätte wohl eher in "Freud und Leid" gehört als in "Schwanger". Andererseits: die Frau ist gerade schwanger und du, "ein Vater", bist - wie sagt man so schön - Co-Schwanger und fühlst dich vielleicht einfach schon deshalb hier richtig.

Leider können dir die meisten Schwangeren nicht sagen, was ich im Rückblick mehr als bloß vermute: dass schwangere Frauen sehr oft auch einfach mal ziemlich merkwürdig sind! Als Schwangere fühlt sich das natürlich anders an... da gibt es nicht eine merkwürdige Person, sondern tausende um einen selbst rum ;-)

Das ist jetzt keine richtige "Antwort" auf deinen Beitrag hier (der aber auch keine Frage, außer der nach einer weiblichen Bezeichnung von "Arsch" enthält) sondern einfach mal der Versuch, nicht alles mit Boshaftigkeit zu erklären, was ein Missverständnis sein könnte. Oder vielleicht auch ziemlich viele Missverständnisse (soll auch schonmal vorkommen...)

Absolut richtig finde ich, was Barbara zum Thema "persönlich" nehmen schrieb, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass das für einen Stiefelternteil noch viel schwieriger ist als für einen leiblichen. Da musst du als Erwachsener einfach das dickere Fell beweisen, und wenn du es nicht hast, es schleunigst wachsen lassen.

Und ich finde wichtig, dass du deine Frau nach allen Möglichkeiten nicht in eine Situation bringst, wo sie das Gefühl hat, eine nicht mögliche Wahl zwischen zwei Familienangehörigen treffen zu müssen.
Sowas zerreißt, und zwar nicht nur einen Menschen, sondern ganze Familien!

Nun ist deinem Beitrag nicht zu entnehmen, ob sie überhaupt vor irgendeiner Wahl stand, oder einfach so die Faxen dicke hatte, dass sie sich mit ihrer Drohung Luft gemacht hat. Eine Drohung ist noch keine Tat, nebenbei, und KÖNNTE auch schlichtweg Ausdruck einer massiven Frustration sein.


Ich finde nicht, dass sich alle Mitglieder einer Familie immer und ständig mögen müssen. Wichtig finde ich aber, dass es keine "Sippenhaft" gibt, wenn zwei sich - vielleicht auch einfach nur mal zeitweise - aus dem Weg gehen.
In eurem Falle denke ich also, dass du dich durchaus gegen das Verhalten deiner Stieftochter abgrenzen darfst - am besten möglichst klar, ungekränkt und vorwurfsfrei, mit "Ich-Botschaften" und einem - wie Barbara schon schrieb - für alle lebbaren Kompromiss (und wenn du raus hast, wie diese schöne Theorie in der Praxis tatsächlich funktioniert, gib mir bitte einen Tipp! Das sind so meine "Ideale" von Abgrenzung, an denen ich allerdings selbst noch reichlich feile und übe. Die besten Ergebnisse habe ich dabei, wenn ich bei einem Krach nicht mit auf die Palme gehe, die Probleme möglichst bei ihren Eigentümern belasse und mir nicht jeden rumstehenden Schuh anziehe).
Daraus darf aber nicht der Zwang für deine Frau entstehen, sich ebenfalls abzugrenzen. Das geht bei ihr halt nicht so "einfach".


Die ebenfalls angesprochenen Sorgen um finanzielle Existenz sind in der Sache sicherlich nicht vorrangig, aber durchaus verständlich. Im Fall des Falles würde es irgendeinen Weg geben, geben müssen.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass in dieser Konstellation - sie Verdienerin, du diesbezüglich von ihr abhängig und obendrein gemeinsame Verpflichtungen aus einer Immobilie - eine solche Drohung ein ziemlicher Schlag unter die Gürtellinie ist.
Möglicherweise war das beabsichtigt, möglicherweise auch nicht. Aber ansprechen würde ich das mal, wenn sich die Wogen geglättet haben und die Situation es möglich macht. Wenn es ein unbeabsichtigter Schlag unter die Gürtellinie war, sollte sie das wissen. Wenn es beabsichtigt war, solltest du wissen, was sie soweit gebracht haben könnte (außer Schwangerschaftshormone, versteht sich).


Ich drück euch die Daumen für möglichst klare Köpfe und gute Lösungen!

Liebe Grüße
Bonsai

Was du nicht kennst, das, meinst du, soll nicht gelten?
Du meinst, dass Phantasie nicht wirklich sei?
Aus ihr allein erwachsen künft'ge Welten:
In dem, was wir erschaffen, sind wir frei.
(Michael Ende)
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ein Vater schrieb am 07.07.2016 um 14:49    melden
Hallo Barbara, Hallo Bonsai,
ich kann Euch versichern, dass all die genannten Probleme und Lösungsmöglichkeiten im Vorfeld exzessiv bedacht, behandelt und durchgeführt worden sind. Ich brauch da jetzt nicht im Einzelnen drauf eingehen. Bei der Familienberatung der Caritas waren wir auch. Es ist nur leider so, dass ich gar nicht genau geguckt hatte ob es eine bessere Kategorie hier in den Foren gibt. Dass ich bei den Schwangerengelandet bin schien mir spontan geeignet, wenn das ein Fehler war bitte ich das zu entschuldigen.
Das mit dem Abgrenzen hatte eigentlich ganz gut funktioniert. Allerdings war ich vermutlich zu extrem, denn die Abgrenzung endete in klarer Ignoranz in der Zeit wenn meine Stieftochter mal im Haus war, meistens ist sie eh nicht mehr da, bei ihrem Freund usw...deshalb habe ich die plötzliche Reaktion meiner Frau nicht wirklich verstanden. Denn eigentlich war der Umgang , die Abgrenzung geklärt. Auf einmal funktionierte das nicht mehr.
Um das abzukürzen, meine Frau ist seit gestern wieder da. Wir habe das besprechen können. Keine Rede mehr von Ausziehen usw. Geeinigt ,bzw.. vorgeschlagen habe ich, dass meine harte Ignoranz Welle etwas gelockert wird. Das reichte aus, um ein Einverständnis meiner Frau zu bekommen. Darüber hinaus ist geklärt ,dass meine Stieftochter weiterhin von der Caritas betreut, bzw. Therapie erfährt um sich in Ihrem Leben besser selbst zu finden, zu positionieren, um erst mal selbst wirklich zu wissen was sie privat, schulisch, beruflich, familiär will ,um dann Ihren Weg angehen zu können. Alles ist dann am Ende so, wie ich es immer gesagt habe. Die Situation hat sich für mich kaum geändert. Abgrenzung funktioniert, ich sage wieder "hallo" zu ihr und gut ist.
Ich denke sie Auszeit, welche meine Frau sich genommen hat vorheriger über Reaktion, auch mit dem dazugehörigen Streit haben auch nach Kurzschlussreaktion gefruchtet. Ich denke , dass meine Schwägerin und Mann, da wo sie untergetaucht war, Gott sei Dank, dazu beigetragen haben, dass es am Ende human ausging. Mein Standpunkt in dieser Rolle war und ist schon angemessen und begründet. Die Schwierigkeiten, die über die Jahre gewachsen waren, eskalierten am Ende zu stark auch für mich, kamen zum Ausbruch. Es ist wieder Ruhe eingekehrt. Zum Glück. Entschuldigt meine Zeilen. Es ist das geschehen was immer vorausging. Meine Ratschläge und Prophezeiungen wurden zwar angehört aber leider ignoriert und es wurde das getan was das Kind wollte, auch wenn es nicht gut war. Als das Maß voll war habe ich zur Abgrenzung/Ignoranz gegriffen. Ich es wurde gemerkt wie das ist,das führte zur Überreaktion meiner Frau, Nach Sammeln der Sinne, Beratung durch die Schwester war sie auf den Boden der Tatsachen geholt worden und hat eingesehen, dass ihr lieber Mann durchaus nicht so falsch gelegen hat...Ich bin ein emotionaler Typ und manchmal gemäßigt impulsiv....das macht manchmal Schwierigkeiten ab er bestätigt meistens die klare, richtige Linie. In meinem Alter darf man auch über etwas Lebenserfahrung verfügen.
Ich war gestern etwas irritiert und hatte Angst um unser Leben....Jetzt ist Alles wieder klar. Ich hoffe, das funktioniert jetzt wieder.... LG
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Bonsai schrieb am 07.07.2016 um 21:27    melden
Hallo ein Vater!
Ich freue mich sehr für euch, dass alles doch noch so glimpflich ausgegangen ist!

Jo - emotional und mäßig impulsiv... das kenn ich auch (und das "mäßig" dabei kann ich für mich streichen): Mein Göttergatte ist auch so ein Exemplar ;-)
Er würde dasselbe wohl von mir behaupten.
Vermutlich haben wir beide recht, nur nicht zur selben Zeit :-) *au*

Tu dir bitte selbst einen Gefallen und lass so Sätze wie "eingesehen, dass ihr lieber Mann durchaus nicht so falsch gelegen hat" und "hab ich doch vorher gesagt / immer schon gewusst" o.ä. hier im Forum, oder bei guten Freunden, aber BLOß NICHT in's Ohr deiner Frau!
Das ist Sprengstoff, für mich persönlich sogar wenn ich nicht schwanger bin. Die Menschen mögen ja unterschiedlich ticken, aber mir ist noch niemand begegnet, der auf solche Sätze mit Einsehen, Gleichmut und Verständnis reagiert hat.

Und meine Meinung zum Thema "richtige Linie" ist, dass es die eine richtige Linie nicht gibt.
Die Warheit liegt schließlich immer im Auge des Betrachters, und was für dich das einzig richtige erscheint, muss es noch lange nicht für deine Frau sein.

Für deine Zeilen brauchst du dich nicht zu entschuldigen.
Sehr oft hilft es schon, sich Luft zu machen, oder einfach mal von ganz Außenstehenden eine Meinung zu bekommen.

Ich wünsche euch ganz viel Gutes und vorallem viel Ruhe und Klarheit!

Liebe Grüße
Bonsai

(die sich wieder mal erfolgreich vor'm Fußballgucken drückt und aufgrund der späten Stunde diesmal KEINE Schnittchen macht ;-))

Was du nicht kennst, das, meinst du, soll nicht gelten?
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