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Reha oder Mutter-Kind-Kur?
Kathi89 schrieb am 05.02.2014 um 09:33
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Hallo Mädels!

So, gestern hatte ich ja meinen ersten Termin beim Psychologen. Er ist wirklich nett und ich hoffe, die Psychotherapie hilft mir, mein Leben nicht länger nur noch in der Farbe schwarz zu betrachten.

Wir sind auch die beiden Möglichkeiten von Mutter-Kind-Kur und einer Rehamaßnahme durchgegangen. Bei meiner momentanen Gesundheitssituation sieht der Psychologe auch kein Problem, dass beides wohl genehmigt werden würde. Nun hängt es an mir, was ich möchte. Für was soll ich mich nur entscheiden?

Stand jemand auch vor der Entscheidung? Ich wäge für und wider ab, aber so richtig für eine Sache kann ich mich nicht durchringen.

Ich befürchte eben, dass die Reha, die im Schnitt 6 Wochen dauert, für meinen Sohn viel zu lang ist. (er darf als Begleitperson mit, da ich alleinerziehend bin). Christian soll im Mai im Kindergarten beginnen und ihn dann gleich wieder für 6 Wochen aus dem gewohnten Umfeld herauszureißen, halte ich für ungünstig. Er hat in letzter Zeit schon zu viel mitmachen müssen. Die Mutter-Kind-Kur dauert "nur" 3 Wochen. Allerdings sagt der Psychologe, wird da nicht tiefenpsychologisch gearbeitet, sondern es zielt mehr auf Entspannung ab.Bräuchte ich zwar auch ganz dringend, allerdings bringt es mir dann auch was für den Alltag bei einer Depression?

Ich weiß, dass ihr das nicht für mich entscheiden könnt, aber vielleicht ein paar Gedanken von euch würden mir weiterhelfen.

Viele liebe Grüße

Kathi

3 Antworten (neueste Antwort ist unten)
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BarbaraS schrieb am 05.02.2014 um 15:48    melden
Hallo Kathi,

das klingt doch alles schon mal nach einem guten Anfang! Schön, dass Du Dich bei dem Psychiater wohl gefühlt hast.

Bezüglich der Kur oder Reha:
Ich habe selbst weder das eine oder andere gemacht (bis auf eine Kindkur im eigenen Kindesalter) und kann daher keine eigenen Erfahrungen beisteuern. Aber ich lese hier ja seit Jahren die Berichte anderer Eltern zu ihrer Kur und sehr oft war diese darin nicht so entspannend wie erhofft. Sehr häufig werden die Kinder dort krank und Angebote können dann nicht genutzt werden, weil man sich ums Kind kümmern muss und dann ist die Zeit auch schon wieder um und es geht nach Hause. Daher denke ich, dass man von einer Reha vielleicht mehr profitieren kann.

Natürlich muss man überlegen, ob es für das Kind nicht zu stressig wird. Es ist schwer zu sagen, ob "drei Wochen und dann wieder zurück" belastender sind als "sechs Wochen und dann wieder zurück" - eine Unterbrechung wird es in jedem Fall. Aber die meisten Kinder können sich damit gut arrangieren, sofern sie in der Betreuung Spaß haben.

Und auch wenn eine kurzfristige Belastung einem Sorgen macht, muss man doch überlegen, wovon er langfristig profitiert. In depressiven Phasen der Eltern leiden die Kinder ja mit, denn sie spüren, dass der Elternteil nicht so richtig bei der Sache ist. Daher würde ich bei der Entscheidung die Priorität auf den langfristigen Erfolg der Maßnahme legen und dafür u.U. eine vorübergehende Belastung für das Kind in Kauf nehmen. Vielleicht kannst du ja auch sehr schnell einen Platz bekommen, so dass das alles noch vor dem Kindergarten stattfindet?

Liebe Grüße,
Barbara

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Bonsai schrieb am 05.02.2014 um 19:55    melden
Hallo Kathi!

Ich hatte eine Mu-Ki-Kur und auch eine sehr erfolgreiche, obwohl mein Sohn erstmal krank geworden ist dort. Ich hatte 4 Wochen Kur und habe jeden Tag genossen.

Mit Reha habe ich keine Erfahrung, aber spontan würde ich dir mit dem, was ich hier aus dem Forum von deiner Geschichte weiß, zur Reha raten.

Kur ist wunderbar, um sich mal ne Weile in Ruhe um sich kümmern, neu sortieren und wieder auftanken zu können. Aber bei dir scheint's jetzt ans "Eingemachte" zu gehen, und da hilft es vielleicht nicht unbedingt, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, du brauchst professionelle Begleitung. Die hast du in einer Kur zwar auch, aber nicht so intensiv wie vielleicht bei einer Reha.

Dein Sohn wird auf lange Sicht von dem profitieren, was dir gut tut.

Und in dem Alter, in dem er jetzt ist, kannst du davon ausgehen, dass er erstmal eine Eingewöhnungszeit braucht in der Kinderbetreuung, ob nun bei der Kur oder Reha. Das ist wieder Zeit, die dir für dich verloren geht und ein Grund mehr, die längere Variante zu wählen.

Ich drück dir die Daumen, dass du ganz ganz schnell einen guten Platz findest!

Liebe Grüße
Bonsai

Wer die Flinte ins Heu wirft, sollte vorher die Nadeln aus dem Korn holen ;-)
(...das hab ich irgendwo geklaut... e-o e-o)
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ich bins mal wieder schrieb am 01.04.2014 um 13:29    melden
Hallo, also da kann ich ein wenig (vielleicht auch ein bisschen mehr) Erfahrung beisteuern:

Also erst mal zum rein organisatorischen:
- Mutter Kind Kur: 3 Wochen, Antrag bei der KK
- Reha für dich: 4 bis 6 Wochen, Antrag bei der Rentenversicherung
- Wird wohl beides genehmigt.


Hier zu meinen Erfahrungen:
Wenn du zu einer MutterKindKur fährst hast du ein Wahlrecht, was die Klinik angeht, also schau, was dir wichtig ist, gib es mal bei GOO.... ein und es werden dir etliche Kliniken angezeigt.
Ebenfalls ist es so, wenn du eine Reha für dich anstrebst.

Mir ist jedoch aufgafallen, das die Kinderbereuung in Rehaeinrichtungen für Erwachsene nicht die besten sind.

Wir waren drei mal auf MutterKindKur im MIRAMAR in GROßENBRODE.
Dort gab es eine SUUUUUUUPER BEtreuung für die Mütter und auch für die Kinder (6 Monate bis etwa13 Jahren).

Zur Kinderreha waren wir in der SEEKLINIK auf NORDERNEY.
Dies ist eine Kinderrehaeinrichtung, wo die Betreuung der Kinder TOP ist.

AUf Reha für mich war ich noch nicht, sollte ich laut Doc machen, finde aber nicht die Einrichtung die mir zusagt, da mir die Kinderbetreuung in den kliniken nicht gefällt. Also habe ich dann lieber wieder eine MutterKindKur gemacht.

Momentan läuft der nächste Antrag für die Reha meines Sohnes, wo ich mit meiner Tochter als Begleitung mitfahren werde.


Solltest du noch spezielle Fragen haben, melde dich einfach.


Viele Grüße
Viele liebe Grüße sendet
ichbinsmalwieder

 

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