Schwangerschaft Top 5
- Übelkeit in der Schwangerschaft
- Woche 1 - 40
- Erstausstattung
- Schwangerschaftskalender
- Angst vor der Geburt
Baby Top 5
Kleinkind Top 5
Vorschulzeit Top 5
- Vorbereitung auf die Schule
- 25 Dinge statt Fernsehen
- 10 Ideen gegen Langeweile
- Konzentration fördern
- Geburtstagsspiele
Neu:
Link-Promotion:
Freunde finden
Nun, das ist nicht weiter schlimm denn wir befinden uns in einem Schuhgeschäft und die neue Freundin hat gerade fünf Minuten mit ihr die Rutsche geteilt. Gleich nach der Kasse werden sich die Wege der Kinder trennen, vermutlich werden sie sich nie mehr begegnen.
Meine Tochter ist mit ihrer Freundschaft großzügig. Sie verschenkt sie an jeden, der ihr sympathisch ist - damit tun wir Erwachsenen uns deutlich schwerer!
Die Kriterien für Freundschaften sind sicher für jeden verschieden: Manche erklären jemanden schnell zur Freundin, während andere vielleicht erst nach Jahren ihre gute Bekannte zur Freundin befördern.
Eines ist jedoch klar: Jeder Mensch braucht Freunde!
Ob es nun die gute Bekannte zum Kaffee trinken oder eine vertraute Freundin zum Reden ist - Freundschaften ergänzen unsere familiären Beziehungen. Soziale Kontakte nach außen sind für unsere Selbstwahrnehmung unerlässlich, denn wer zu viel im eigenen Saft schmort wird irgendwann "komisch".
Freundschaft vorleben
Als Eltern sind wir unseren Kindern Vorbild und leben ihnen Freundschaften vor. Die Kleinen beobachten uns im Umgang mit anderen Menschen sehr genau und imitieren unser Verhalten. Sie profitieren oft von unseren Bindungen, denn ein verlässlicher Freundeskreis kann auch die fehlende Oma ersetzen, die allein erziehende Mutter unterstützen oder einfach für eine schöne Atmosphäre in gemeinsamer Runde sorgen.
Werden die Kinder größer, knüpfen sie selbstständig Freundschaften in Kindergarten und Schule, von diesen Verbindungen profitieren oft wiederum die Eltern, die sich vielleicht auch gut miteinander verstehen.
Verlorene Freunde
Manchmal verlieren wir auf unserem Weg durch das Leben auch den einen oder andern Freund. Es liegt vielleicht an veränderten Lebensumständen (Umzug, Kinder) oder daran, dass man sich einfach in zu verschiedene Richtungen entwickelt hat.
"Je älter man wird, desto schwieriger wird es, richtig gute Freunde zu finden," sagte kürzlich jemand zu mir. Vermutlich wird man mit den Jahren einfach kritischer. Gerade wenn man mit Freundschaften schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, fällt es schwerer, sich auf neue Freundschaften einzulassen.
Wie man sich beliebt macht
Schon vor einigen Jahrzehnten hat sich Dale Carnegie (1888 - 1955) der Frage gewidmet "Wie man Freunde gewinnt". Er hat viele Jahre damit verbracht, herauszufinden, was einige Menschen beliebt und erfolgreich macht. Sein gleichnamiges Buch hat er Zeit seines Lebens immer wieder überarbeitet.
Inzwischen findet man diese Inhalte in allen Managerkursen und Retorik-Seminaren wieder und auch im 21. Jahrhundert verkauft sich sein Buch noch wie geschnitten Brot. Das zeigt, dass viele Menschen auf dem Gebiet des zwischenmenschlichen Umgangs nach Hilfe suchen.
In "Wie man Freunde gewinnt" erfährt der interessierte Leser auf lockere und sehr unterhaltsame Weise, was er eigentlich schon hätte wissen müssen aber nie richtig beachtet hat:
Interessiere Dich für Andere, dann werden sich Andere auch für Dich interessieren.
Typischer Kennlernfehler
Viel zu oft sind wir bei neuen Bekanntschaften darauf bedacht, uns selbst interessant zu präsentieren und vergessen dabei, unser Gegenüber wahrzunehmen. Dadurch werden wir nicht unbedingt Sympathie erzeugen. Ein guter und interessierter Zuhörer wird hingegen in guter Erinnerung bleiben und ein erneutes Treffen vermutlich stattfinden.
Fragen Sie Ihr Gegenüber also nach Interessen, Hobbys, Erfahrungen, ... und gehen Sie inhaltlich auf die Aussagen ein. So ergibt sich bald ein aktives Gespräch, in dem Sie viel Neues erfahren und zugleich Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten entdecken können.
Tatsächlich haben sich meine Kinder noch nie hingestellt und verkündet: Ich finde Lillifee toll und ich mag am liebsten Pfannkuchen und ich gehe in den Kindergarten, ...
Sie fragen einfach: Wie findest Du Lillifee? Was magst Du am Liebsten? Gehst Du schon in den Kindergarten? ... und dann spielen sie das, was beiden gefällt. So einfach ist das!
Toleranz
Doch was ist zu tun, wenn uns niemand gut genug erscheint, um unsere Freundin zu sein? Es gehört natürlich auch immer eine Portion Toleranz dazu. Gerade die Andersartigkeit einer Freundin kann den Gewinn einer Freundschaft ausmachen. Jemand, der Dinge aus einer anderen, uns unbekannten Perspektive betrachtet, kann uns oft Lösungen präsentieren, auf die wir nie gekommen wären. Auch ist die ehrliche Meinung einer kritischen Freundin für die Sozialhygiene oft mehr wert als routinierte Bestätigungen durch eine Seelenverwandte.
Wenn es nicht passt
Leider helfen manchmal alle Bemühungen nichts und eine Freundschaft funktioniert nicht. "Wie werde ich die wieder los?", lautet dann die Frage.
Holzhammer-Methode mit "Wir passen nicht zusammen!" oder die subtile Art, bei
der man sich am Telefon verleugnen lässt und nie zurückruft?
Ein stets voller Terminkalender und vorgetäuschter Stress sind vermutlich die
häufigste Methode und spätestens jetzt wird klar, dass es nicht nur schwierig
sein kann, Freunde zu finden, sondern auch sie elegant wieder los zu werden.
Hier ist auf jeden Fall Fingerspitzengefühl angebracht denn man sollte niemanden
unnötig verletzen.
Und natürlich sitzt der Stachel tief, wenn es einen selbst trifft und jemand den Kontakt abbricht. Das kratzt am Selbstbewusstsein, tut weh und macht vielleicht auch wütend. Doch solche Tiefschläge muss jeder Mensch gelegentlich hinnehmen. Kritik oder Ablehnung sind eine Geschmacksäußerung und man kann es eben nicht jedem recht machen. Aber es gibt immer auch Menschen, denen man gefällt. Danach rappelt man sich also wieder auf und schaut sich weiter um.
Freundschaften eine Chance geben
Seit einigen Jahren bieten Internet-Foren die Möglichkeit, sich mit völlig fremden Menschen zu unterhalten. Sie sind ein hervorragender Ort, um sich zu beschnuppern, Ansichten auszutauschen, sich vorurteilfrei und unverbindlich kennen zu lernen.
Zu diesem Zweck wurde auch "Hallo-Eltern" gegründet: Treffen Sie in den regionalen und überregionalen Foren andere Menschen, schauen Sie sich um, schreiben Sie Beiträge - und wenn jemand sympathisch ist, dann trauen Sie sich, Kontakt aufzunehmen.
Wer Freundschaften nicht allein dem Zufall überlassen will, kann im Kontaktfinder ganz aktiv nach jemandem suchen, der passen könnte. Eine kurze Mail mit ein paar netten, interessierten Sätzen kann also durchaus der Beginn einer lebenslangen Freundschaft sein.
Buchtipp:
