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Schlafprobleme - Definition
| 1-6 Monate: | 6-12 Monate: |

Was für die eine Familie ein Problem darstellt, ist für andere
keins. Allerdings schleichen sich leicht ungünstige Schlafmuster ein, ehe die
Eltern dies bemerken. Im allgemeinen kann man bei Babys und Kleinkindern von
Schlafproblemen sprechen, wenn dauerhaft eines oder mehrere der folgenden
Anzeichen auftreten:
- Das Baby bzw. Kind wacht häufig auf, obwohl es weder Durst noch Hunger verspürt.
- Die Schlafphasen währen sehr kurz (nicht länger als eine Stunde).
- Das Baby bzw. Kind schläft nur ein, wenn es geschaukelt, gefüttert oder liebkost wird.
- Das Baby bzw. Kind schläft spät am Abend ein und wacht früh am Morgen auf.
Solche Schlafprobleme treten in schätzungsweise 15 bis 35 Prozent aller Familien auf und bedeuten nicht, dass Sie "schlechte" Eltern sind.
Warum schlafen manche Kinder schlecht?
Die häufigsten Gründe:
- Ist es übermüdet, hat ein kleines Kind oft Mühe, ein- und durchzuschlafen.
- Bei einem nicht geregelten Tagesablauf fehlen dem Kind Anhaltspunkte dafür, wann es Zeit zum Schlafen ist.
- Häusliche Veränderungen wie Umzug von der Wiege ins Kinderbett, in ein anderes Zimmer oder Haus, eine Urlaubsreise und ein neues Geschwisterchen können zu Schlafschwierigkeiten beitragen.
- Die Eltern erkennen nicht die Zeichen, die andeuten, dass ihr Kind müde ist. Ein kleines Kind mag hellwach erscheinen, tatsächlich jedoch überdreht, übermüdet und bettreif sein.
- Hat sich das Kind an gewisse Verhaltensmuster und Gegenstände als Einschlafhilfe gewöhnt, kann es ihm schwer fallen, ohne diese auszukommen.
Oft vermitteln die Eltern unklare Schlafbotschaften. Sagen die Eltern, das Kind müsse jetzt schlafen, tun jedoch nichts dafür, sondern lassen zu, dass Zwischenfälle das Zubettgehen hinauszögern, dann empfängt das Kind eine verworrene Botschaft. Diese legt es schließlich auf seine Weise aus:
- Es ist nicht wirklich Schlafenszeit.
- Die verzögernden "Zwischenfälle" sind wichtiger als das Zubettgehen.
- Mami/Papi haben der Aussage es sein Schlafenszeit, keine Taten folgen lassen. Also darf ich entscheiden, wann ich ins Bett gehe.
- Ich habe hier das Kommando.
- Mami/Papi meinen nicht, was sie sagen.
- Je länger ich wach bleibe, desto besser.
Nisten sich eine oder mehrere dieser Interpretationen im Kopf des Kindes ein, kann es leicht geschehen, dass die Entspannungs- und Schlafgewohnheiten des Kindes und der gesamten Familie Schaden nehmen.
Häufig werden Säuglinge und Kleinkinder bewusst müde gemacht, z.B. durch Toben, Kitzelspiele, ... und über den Müdigkeitspunkt hinaus angeregt. Auf diese Weise wollen Eltern sicher stellen, dass das Kind später richtig müde ist und auch wirklich gut schlafen kann. Doch das Gegenteil ist der Fall: Der Zeitpunkt an dem das Kind müde ist und zur Ruhe kommen kann, ist überschritten. Ein wichtiges Bedürfnis (das nach Schlaf) wurde ignoriert und das Kind ist nun aufgekratzt, übermüdet und nicht mehr in der Lage, zu entspannen. Außerdem wurde eine Chance vertan, dem Kind zu vermitteln, welches die sinnvolle Konsequenz aus Müdigkeit ist: Nämlich schlafen zu gehen!
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