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Milch- oder Gemüsebrei?

Es wird nicht mit Milchbrei begonnen. Auch Schmelzflocken und andere Getreidezusätze in der Milch sollten nicht gegeben werden. Dies gilt auch für die Abendflasche. Getreide wird erst als letztes Nahrungsmittel auf den Speiseplan aufgenommen.

Sie beginnen also mit Gemüsebrei.

Zu welcher Mahlzeit gebe ich den ersten Brei?

Der erste Brei wird mittags gegeben. Abends sollten keine überfordernden Mahlzeiten gegeben werden, da der Darm in der Nacht träge ist, also weniger gut arbeitet.

 

Welche Nahrungsmittelreihenfolge ist einzuhalten?

Der erste Brei besteht aus Kartoffeln und einer Gemüseart aus der Gruppe der Kürbisgewächse. Wer selbst kocht, muss darauf achten, dass die Kartoffeln arm an Nitrat sind, dies ist bei Bio-Kartoffeln gegeben.

Beginnt Ihr Kind im Frühjahr oder Sommer mit der Breinahrung, geben Sie als Gemüseart Zucchini; ist es jedoch Herbst oder Winter, geben Sie Kürbis.

Bei Kartoffeln und diesem Kürbisgewächs bleiben Sie bei allergiegefährdeten Babys 4 Wochen lang. Machen Sie sich keine Sorgen, dass es Ihrem Kind dabei an irgendetwas mangeln könnte: In der Kartoffel ist alles enthalten was das Kind braucht, zusätzlich wird es weiterhin mit Muttermilch oder adaptierter Milch versorgt. Stillen Sie Ihr Kind nach der Breimahlzeit bzw. geben Sie adaptierte Milch.

Nach 4 Wochen können Sie das nächste Gemüse in den Nahrungsplan einführen und bleiben wieder 4 Wochen dabei. Gehen Sie nach dieser Reihenfolge vor:

Fenchel > Steckrübe > Blumenkohl > später: Kohlrabi > Erbsen > Tomaten

Testen Sie jedes Nahrungsmittel 4 Wochen lang auf Verträglichkeit. Zeigen sich Unverträglichkeiten, wissen Sie sofort woran es liegt. Gehen Sie in einem solchen Fall eine Stufe zurück zum vorherigen Nahrungsmittel und bleiben Sie zunächst weitere 4 Wochen dabei.

Eier und Fisch dürfen erst nach dem ersten Geburtstag gegeben werden, ebenso Kuhmilch.

 

Warum Kürbisgewächse und nicht Möhren?

Kürbisgewächse wachsen oberhalb der Erde, enthalten nur wenig Nitrat, haben eine dicke Schale, die vor Schadstoffen schützt und enthalten wenig Faserstoffe.

Möhren enthalten viele Faserstoffe und sind daher für den Nahrungsbeginn ungeeignet weil sie den Darm überfordern. Allerdings werden Möhren für Gläschenkost speziell gezüchtet und verändert, so dass sie nicht die feste äußere Schale haben und faserarm sind. Verzichten Sie dennoch bei Nahrungsbeginn lieber auf Möhren, da sie sehr viel Nitrat enthalten (auch die Biomöhren) und halten Sie sich an die Kürbisgewächse!

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