Hören

hören
Gesunde Babys können von Geburt an hören, genau genommen sogar bereits seit den letzten Schwangerschaftswochen. Babys benutzen ihre Ohren, um Unmengen Informationen aus der Umwelt aufzunehmen. Das wiederum stimuliert die Entwicklung ihres Gehirns und hilft ihnen, physische Fähigkeiten wie z.B. sitzen, krabbeln, sich drehen und laufen zu erlernen.

Wann hört ein Baby?

Die Hörfähigkeit Deines Babys ist mit Ende des ersten Monats voll entwickelt. Bis es jedoch wirkliches versteht und die Dinge einordnen kann, die es hört, wird es etwas länger dauern.

Wie sich das Hören weiter entwickelt:

Von Beginn an wird sich Dein Baby auf Stimmen konzentrieren, besonders auf hohe Stimmlagen. Es kann außerdem die familiären Geräusche (Deine Stimme, wiederholt vorgetragene Geschichten/Gedichte, etc.) erkennen. Ebenso wird es auf unerwartete oder laute Geräusche reagieren.

 

Mit drei Monaten ist der "Temporal-Lappen" (für Gehör, Sprache und Geruch zuständig) Deines Babys empfänglicher und aktiver geworden, so dass Dein Baby Dich ansieht, wenn es Deine Stimme hört. Es versucht mit Gebrabbel zu antworten. Wenn es in diesem Alter wegschaut oder die Konzentration verliert während Du mit ihm redest, kann es sie vermutlich noch immer gut hören, ist möglicherweise aber überstimuliert oder müde.

 

Mit fünf Monaten erkennt Dein Baby, woher ein Geräusch kommt und wird sich sofort zu neuen Geräuschen drehen. Mit fünf Monaten erkennt es auch seinen Namen: Dein Kleines wird Dich ansehen, wenn Du es beim Namen rufst.

Wie geht es weiter?

Das Gehör Deines Babys ist voll ausgereift wenn es noch sehr klein ist. Dennoch ist es wichtig, das Gehör frühzeitig zu prüfen, so dass Probleme rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Viele Geburtskliniken führen bereits Hörtests am Neugeborenen durch. Aber auch wenn dort alles in Ordnung ist, sollte man die Hörfähigkeit seines Kindes beobachten.

Deine Aufgabe

Du kannst eine Menge tun, um Dein Baby an Geräusche zu gewöhnen und es neue kennen lernen zu lassen. Versuche es mit Singen von Kinderliedern oder Musik-CD's. Kinder sind so offen für alle Dinge, dass Du Dich nicht auf Kinderlieder beschränken musst. Spiele Deinem Kind alles vor, von Bach bis Beatles. Auch eine tickende Uhr gefällt Deinem Baby und je abwechslungsreicher das Angebot ist, desto größer der Effekt. Du wirst auch unweigerlich bemerken, dass Dein Baby auf einige Geräusche interessierter reagiert als auf andere, wenn es beginnt Vorlieben zu entwickeln. Natürlich solltest Du Dein Kind aber nicht überstimulieren. Achte auf seine Signale, es zeigt wenn es Ruhe haben möchte.

 

Einem Kind vorzulesen – egal wie jung es ist – macht sich ebenfalls bezahlt. Dadurch lernt Dein Baby den Klang und Rhythmus der Sprache kennen. Variiere die Tonhöhe, setze Akzente, singe und artikuliere – dies alles schafft eine akustische Verbindung zwischen Dir und Deinem Kind, die es stark anregt. Und: Je mehr Du mit Deinem Baby redest und ihm vorlesen, desto mehr Worte lernt es bis es so weit ist, sprechen zu lernen.

 

Wenn Dein Baby älter wird und beginnt festzustellen woher Geräusche kommen, wird es sich schnell neuen Geräuschen zuwenden. Ältere Babys (ab vier oder fünf Monate) beginnen vielleicht den Mund intensiv zu betrachten, während Du mit ihm redest und versuche die Bewegungen nachzuahmen und Laute wie „m" und „b" zu imitieren.

Entwicklungs-Auffälligkeiten

Babys sind erstaunlich, sie können trotz klingelndem Telefon und bellendem Hund schlafen. Das ist normal – sie brauchen ihren Schlaf. Aber während die Mehrzahl der Babys ein hervorragendes Gehör hat, gibt es doch einen Prozentsatz von Kindern, die Probleme haben. Besonders wenn sie extrem früh geboren wurden, Sauerstoffmangel oder bei der Geburt eine schwere Infektion hatten. Babys mit gehörlosen Familienmitgliedern haben häufiger ein beeinträchtigtes Gehör.

Wenn Dein Baby wach und aufmerksam ist – und nicht gerade eine Erkältung oder eine Infektion des Ohres hat (was zu einer vorübergehenden Einschränkung der Hörfähigkeit führen kann) – sollte es sich bei lauten, plötzlichen Geräuschen erschrecken, sich beruhigen und Dir zuwenden wenn Du mit ihm redest und insgesamt normal auf die Geräusche um es herum reagieren. Sollte dies nicht der Fall sein, rede mit Deinem Kinderarzt darüber, die Hörfähigkeit zu untersuchen.

Du kannst mit ein paar einfachen Tests auch zu Hause das Gehör Deines Babys prüfen:

 

  • Unter drei Monaten: Klatsche Deine Hände hinter dem Kopf Deines Babys. Wenn es erschrickt, ist es in Ordnung, falls nicht, wiederhole den Test einige Male.
  • Zwischen vier und sechs Monaten: Rufe seinen Namen, um zu sehen ob es sich Dir zuwendet oder auf Deine Stimme reagiert. Beobachte, ob es die Augen oder den Kopf in die Richtung von interessanten Geräuschen bewegt.
  • Zwischen sechs und zehn Monaten: Beobachte, ob Dein Kind auf seinen Namen und gewohnte Geräusche wie Telefonklingeln oder Staubsaugen reagiert.
  • Zwischen zehn und 15 Monaten: Probiere, ob Dein Kind auf Aufforderung auf ein bekanntes Objekt in einem Buch zeigen kann. Falls es nicht klappt, könnte es möglicherweise daran liegen, dass es Dich nicht gehört hat.
Wenn Dein Kind all diese Tests problemlos bestanden hat, Du aber trotzdem unsicher bist, vertraue auf Deinen Instinkt und besprich das Thema mit Deinem Kinderarzt. Je früher Hörprobleme erkannt werden, desto besser. Forscher haben übereinstimmend festgestellt, dass Kinder die ein Hörgerät benötigen und dieses Gerät vor dem sechsten Lebensmonat erhalten, ihr Sprachverständnis und Sprechen sehr viel leichter entwickeln als wenn sie ihr Gerät zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.
Anzeige    

 

Anzeige    

Entwicklung 0 - 8

amazon-Empfehlungen
Hallo-Eltern Apps
Eisprungkalender
Dein Eisprungkalender
Vornamen
Besondere Vornamen
Sprüche zur Geburt
Sprüche zur Geburt
Entwicklungskalender
Entwicklungskalender
Zahnkalender
Zahnkalender
Podcast
Geschichten Podcast
Tipp für den 1. Geburtstag
Anzeige    
Empfehlung