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Krabbeln
Autorin: Barbara Schniebel

Durch das Krabbeln werden die Muskeln des Babys stark genug, um laufen zu lernen. Außerdem ist es der Beginn der effektiven selbstständigen Fortbewegung. Beim normalen Krabbeln lernt Ihr Baby zuerst, auf Händen und Knien zu balancieren. Dann findet es bald heraus, wie es sich aus dieser Position durch Verschieben der Knie nach vorn und hinten bewegen kann.
Wann sich das Krabbeln entwickelt:
Manche Babys robben zuvor auf dem Bauch umher. Die meisten Babys lernen zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat zu Krabbeln. Dies ist eine recht große Zeitspanne, also machen Sie sich nicht gleich Sorgen, wenn andere Kinder früher krabbeln als Ihr Baby.
Wie sich das Krabbeln entwickelt
Üblicherweise beginnen die meisten Babys zu krabbeln, wenn sie gut und ohne Hilfe sitzen können, meist mit 6 oder 7 Monaten. Nach diesem Zeitpunkt kann Ihr Baby seinen Kopf gut genug hochhalten, um sich umzusehen. Seine Arm-, Bein- und Rückenmuskeln sind stark genug, um einen Fall zu vermeiden, wenn es sich auf Hände und Knie begibt.
Über die nächsten Monate lernt Ihr Baby sich aus dem Sitzen auf alle Viere zu begeben. Schon bald wird es erkennen dass es sich vor- und rückwärts schaukeln kann wenn es die Arme durchdrückt und den Körper parallel zum Boden hält.
Etwa um den 9. oder 10. Monat wird es erkennen, dass das vorwärts schieben der Knie genau das ist, was es braucht um mobil zu werden. Außerdem wird es lernen aus der Krabbelposition zurück in Sitzposition zu gelangen. Jetzt wird ihr Baby auch koordinierte Krabbelbewegungen lernen: Über Kreuz den einen Arm und das gegenüberliegende Bein gleichzeitig bewegen, anstatt Arm und Bein der gleichen Seite. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Übung.
Wenn Ihr Baby rückwärts krabbelt, ein Po-Rutscher ist oder das Krabbeln überspringt, teilen Sie dieses Ihrem Kinderarzt mit. Wenn in der motorischen Entwicklung etwas ausgelassen wird, hat dies meist später Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes. Oft hilft schon ein wenig Krankengymnastik.
Wie geht es weiter?
Wenn Ihr Kind es geschafft hat, zu krabbeln, steht nur noch eines zwischen ihm und der absoluten Mobilität: Das Laufen. Es wird ab jetzt schnell lernen, sich an allem hochzuziehen was es erreichen kann, egal ob es der Tisch oder Ihr Bein ist. Wenn es die Balance auf den Füßen gefunden hat, wird es an Möbeln stehen können und bald auch daran entlang laufen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es geht, läuft und springt.
Ihre Aufgabe
Genau wie beim Erlernen des Greifens, ist auch hier der beste Weg das Baby zum Krabbeln zu ermuntern das Plazieren von Spielsachen, interessanten Dingen oder der eigenen Person knapp außerhalb von Babys Reichweite.
Ein krabbelndes Kind kann vieles anstellen und sich selbst in einige Schwierigkeiten bringen. Machen Sie ihr Haus kindersicher: Sichern Sie Treppen durch Gitter/Türen denn die Treppe wir ihr Kind anziehen wie der Mount Everest den Bergsteiger. Bevor Ihr Baby nicht gelernt hat Stufen hinauf oder hinab zu klettern sind sie gefährlich – und selbst wenn es das gelernt hat sollten Sie die „Treppen-Expeditionen" streng im Auge behalten. Sichern Sie auch Steckdosen, spitze Möbelkanten und den heißen Backofen. Denken Sie auch an heiße Kaminöfen, Schränke mit Putzmitteln, ...
In Schuhe brauchen Sie Ihr Geld jetzt noch nicht zu investieren. Ihr Baby benötigt keine Schuhe, bevor es nicht laufen gelernt hat. Zum Schutz vor kalten Füßen eignen sich meistens warme weiche Krabbelschühchen, ABS-Socken oder Lederslipper.
Wann sollten man beunruhigt sein?
Babys entwickeln ihre Fähigkeiten sehr unterschiedlich, manche schneller als andere. Wenn Ihr Kind jedoch bis zum 1. Geburtstag keinerlei Interesse daran zeigt, mobil zu werden (egal ob durch kriechen, krabbeln, rollen oder rutschen), nicht gelernt hat Arme und Beine in koordinierten Bewegungen oder zumindest gleichzeitig zu benutzen, sollten Sie den Kinderarzt beim nächsten Besuch darauf hinweisen.
Bedenken Sie, dass Frühgeborene Babys diese oder andere Fähigkeiten möglicherweise erst Monate später erreichen als andere Babys.
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