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Zahnkalender
Babyflaschen und Kinderbecher
Autorin: Barbara Schniebel

Umstieg von Flasche auf Trinklernbecher
Der perfekte Zeitpunkt für den Trinklernbecher ist bei jedem Baby anders:
Voll gestillte Babys benötigen keine zusätzlichen Getränke, ihr
Flüssigkeitsbedarf wird über die Muttermilch gedeckt. Mit
Beginn der Beikost sollte aber
zusätzlich etwas getrunken werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt.
Mit der festen Nahrung bekommt Ihr Baby auch mehr Durst. Natürlich können
Sie das Kind nach der Mahlzeit an die Brust anlegen, aber viele Mütter
wünschen sich mit Beginn der Beikost auch wieder mehr Unabhängigkeit und
möchten das Stillen auf weniger Mahlzeiten
beschränken oder abstillen. Allerdings sollten stillende Mütter wissen, dass
die Einführung neuer Nahrung unter dem Schutz der Stillmahlzeit
das Risiko von Allergien reduziert.
Flaschenbabys könnte weiterhin die Saugflasche verwendet, aber der Kiefer und
die Zähne könnten durch das Nuckeln langfristig Schaden nehmen.
Ein Übergang zum Becher sollte frühzeitig stattfinden. Dabei muss das Kind an
eine andere Art des Trinkens herangeführt werden. Musste es bisher saugen oder
mit Hilfe von Zunge und Gaumen arbeiten, fließt beim Becher das Getränk auf
andere Weise in den Mund und der Trink- und Schluckvorgang muss angepasst
werden.
Als Voraussetzung sollte das Baby auf jeden Fall schon den Kopf allein aufrecht halten können, sich an Ihren Mahlzeiten interessiert zeigen und keine Schluckprobleme haben.
Welcher Becher ist der Richtige für unser Kind?
Es gibt
eine Vielzahl verschiedener Trinklerngefäße mit unterschiedlichen Aufsätzen.
Nun gilt es, herauszufinden, welcher Becher von Ihrem Kind am Besten
angenommen wird. Führen Sie sich dabei die Gewohnheiten Ihres Kindes vor
Augen.
Nuckelt es gern? Dann ist ein weicher Trinkaufsatz für die Anfangszeit
vielleicht das Beste.
Liebt Ihr Baby es, auf harte Gegenstände zu beißen? Dann können Sie
vielleicht mit einem festen Trinkaufsatz starten.
Vielleicht müssen Sie den Trinkbecher auch nach einiger Zeit gegen einen
anderen austauschen, wenn sich die Bedürfnisse und Gewohnheiten Ihres Kindes
ändern.
Meist ist es besser, wenn in der ersten Zeit ein Mechanismus das Auslaufen des Bechers verhindert, sonst fließt das Getränk zu schnell und unkontrolliert in Babys Mund und es kann sich verschlucken. Außerdem wird es sicher einige „Unfälle“ mit umgekippten Bechern geben. Durch einen zu großen Widerstand des Mechanismus kann dem Baby allerdings der Sinn und Zweck des neuen Trinkgefäßes auch im wahrsten Sinne des Wortes verschlossen bleiben. Es weiß nicht, dass dort etwas herauskommen soll.
Ein Tropfstopp-Mechanismus lässt sich meist entfernen oder lockern, so dass man das Auslaufen des Getränks bewusst herbeiführen kann, um dem Baby zu zeigen wie es funktioniert. Für den Transport des gefüllten Bechers sollte der Tropfstopp jedoch in jedem Fall fest eingebaut sein.
Starten
Zunächst sollten Sie Ihrem Baby ein saugfähiges Lätzchen umbinden, möglichst
mit einer Unterseite aus Plastik, damit nichts durchweicht. Setzten Sie es
in eine halb aufrechte Position und legen den Becher an Babys Mund.
Flaschenbabys werden ab hier vielleicht selbst übernehmen, voll gestillte
Babys hingegen befühlen den neuen Gegenstand zunächst mir Lippen und Zunge –
lassen Sie Ihrem Kind Zeit. Geben Sie dann etwas vom Getränk in Babys Mund,
damit es merkt, wozu der Becher benutzt werden kann.
Manche Babys müssen dies öfter üben, bevor sie es akzeptieren.
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