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Zahnkalender
Welches Getränk und wie viel soll mein Baby trinken?
Autorin: Barbara Schniebel

Zum Üben und für eine Akzeptanz des Bechers ist Flaschennahrung oder Muttermilch geeignet. Da Milch aber nicht zu den Getränken sondern zur Nahrung zählt, sollten Sie langfristig auf etwas Anderes umsteigen.
Es schadet Ihrem Baby nicht, wenn Sie ihm abgekochtes, abgekühltes Wasser geben. Zwar werden viele Tees, Säfte und fertige Schorlen für Babys angeboten, doch dies ist alles teuer und nicht notwendig. Viele Tees schmecken auch etwas sauer, andere enthalten Zucker, der die Zähne (samt den darunter liegenden bleibenden Zähnen) kaputt machen kann.
Die Säuren der Säfte schaden der Zahngesundheit, dies gilt übrigens
auch für kohlensäurehaltige Getränke. Und hat sich Ihr Kind erst einmal
an diesen Geschmack gewöhnt, wird es diese Getränke auch stets
fordern: Unterwegs, bei Freunden und im
Urlaub - und nicht immer
werden Sie diese anbieten können.
Außerdem fördern süße Geschmäcker das zahnschädigende Nuckeln. Wasser hingegen erhält man überall und im heißen Sommer gibt es in vielen Geschäften Wasserspender – dort kann man dann nachfüllen (sofern die Wasserspender hygienischen Anforderungen entsprechen).
Leitungswasser:
Leitungswasser ist in Deutschland in der Regel von hervorragender Qualität, jedoch können alte Bleirohre oder sehr neue Kupferrohre im Haus die Qualität beeinträchtigen. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihr Wasser vom Amt testen oder verwenden Sie gekauftes Wasser welches mit dem Hinweis „Für die Säuglingsernährung geeignet“ versehen ist.
Dauernuckeln
Kinder sollen ausreichend trinken, das hört man immer wieder. Kein Wunder also, dass viele Eltern den Kindern ihr Getränk zur Selbstbedienung in die Hand geben oder in gut erreichbare Nähe stellen. Wenn Kinder dadurch aber ständig an der Flasche oder am Trinkbecher nuckeln, werden die Zähne ständig umspült: Dies führt – auch wenn nur Wasser darin ist – zu Karies, da die natürliche Mundflora gestört wird.
Geben Sie Ihrem Kind also nie die Getränke zum Dauernuckeln, sondern fordern Sie es regelmäßig zum Trinken auf, nehmen danach aber den Becher wieder aus den Kinderhänden. Am Anfang genügen übrigens ca. 0,2 l zusätzlich zur Milch.
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