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Durch die Medien wurde der Stoff „Bisphenol A“ bekannt, welcher sich aus Polycarbonat-Flaschen und Bechern lösen kann.

"Der Schadstoff beeinflusst den menschlichen Körper laut Studien ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen - in welchen Mengen es jedoch wirkt, ist noch nicht endgültig erforscht", berichtet Ökotest.

 

Ob Bisphenol A in einem Produkt steckt, kann man von außen nicht sehen. Oft kann der Verbraucher nicht einmal erkennen, ob ein Kunststoff-Produkt aus Polycarbonat oder etwa aus Polypropylen besteht - letzteres enthält kein Bisphenol A.

 

Vorsorglich gilt für alle Babyfläschchen, Trinklernbecher und andere Kunststoff-Produkte: Sie sollten besser nicht in der Spülmaschine gereinigt oder in der Mikrowelle erwärmt werden!

Beim Erhitzen werden die Kunststoffe gespalten, dadurch bildet sich im Polycarbonat Bisphenol A und kann sich herauslösen. Je öfter eine Babyflasche oder eine Lerntasse mit heißen Getränken gefüllt oder mit heißem Wasser gespült wird, desto mehr Bisphenol A bildet sich - desto mehr kann sich entsprechend wieder lösen und in ein Nahrungsmittel übergehen. 

 

Abgeschlossen sind die Untersuchungen zwar noch lange nicht - doch andere Länder haben bereits auf die möglichen Gefahren durch Polycarbonat-Flaschen reagiert: In Japan wird nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums weitgehend auf dieses Material verzichtet, die Industrie setzt andere Kunststoffe ein.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, verwenden Sie Flaschen aus Glas. Bei den Trinklernbechern werden Sie jedoch kaum Glas als Material finden, da diese Gefäße meist von den Kindern selbst gehalten werden. Die Gefahr dass Kinder sich an kaputtem Glas verletzen ist zu groß und das Gewicht der Glasgefäße ist für manche Kinder zu schwer.

 

Eine sichere Variante für Trinkbecher ist die Flasche ISYbe. Diese Flasche gilt als schadstoffsicher und kann sogar erwärmt und auch in der Spülmaschine gereinigt werden.

 

Reduzieren Sie die Gefahr von Bisphenol A durch folgende Maßnahmen: 

  • Babynahrung und Getränke sollten nicht in der Mikrowelle erwärmt werden. Wer nicht auf die Mikrowelle verzichten möchte, kann als Alternative die Getränke, Milch oder Babynahrung in einem Glas- oder Porzellangefäß in der Mikrowelle erwärmen und in die Flaschen umfüllen. Stand eine Flasche bereits in der Mikrowelle, besteht außerdem die Gefahr, dass sich beim nächsten Mal auch Bisphenol A löst, selbst wenn man sie lediglich mit dem heißen Getränk füllt.
  • Bei der Reinigung und  beim Umrühren in der Flasche sollten Sie vorsichtig vorgehen, um ein Zerkratzen im Inneren der Flasche zu vermeiden. Zerkratzte Flaschen müssen ausgetauscht werden.
  • Stellen Sie die Flaschen und Becher nicht in die Geschirrspülmaschine. Der scharfe Reiniger kann das Material angreifen und die Hitze tut dann ihr übriges, um das Herauslösen von Bisphenol A zu ermöglichen.
  • Füllen Sie die Flasche oder den Becher nicht direkt nach dem Auswaschen mit einem Getränk, sonst lösen sich geringe Mengen Bisphenol A.

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