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Überlegen Sie zunächst, ob das Kind Hunger haben könnte, die Windel nass ist, es vielleicht müde ist oder einer der anderen oben genannten Gründe vorliegt und versuchen Sie im Bedarfsfall diese Bedürfnisse zufrieden zu stellen.

 

  1. Wenn Ihr Baby weint, müssen Sie auf jeden Fall versuchen, die Ruhe zu bewahren. Ihre Nervosität spürt das Baby wie ein kleiner Seismograph und wird dann selbst zusätzlich unruhig.
     
  2. Werden Sie ihr eigener Experte für Ihr eigenes Kind. Sicher meinen Freunde, Nachbarn und Familienangehörige es mit ihren Ratschlägen gut aber sie sollten nicht jeden Rat annehmen. Ihr Kind und Ihre Beziehung zueinander sind einzigartig und auch wenn die Erfahrungen anderer Mütter bei einem Austausch hilfreich sein können, so müssen sie nicht unbedingt eine Lösung für Sie darstellen.  Bedanken Sie sich höflich für Ratschläge und machen Sie es, wie es Ihnen richtig erscheint.
     
  3. Wenn Ihr Kind sich kaum beruhigen lässt, jedoch Krankheit, Hunger und andere Ursachen ausgeschlossen werden können, gönnen Sie sich eine kleine Luftveränderung. Packen Sie Ihr Baby ein oder besser noch: Binden Sie es mit einem Tragetuch an Ihren Körper und gehen Sie eine Runde spazieren. Andere Gerüche, Geräusche und sanfte rhythmische Bewegungen werden Ihnen beiden gut tun.
     
  4. Das Tragen am Körper ist für Babys sehr beruhigend. Die Körpernähe und -wärme, der Geruch der Mutter, das sanfte Wiegen ihrer Bewegung - das alles bietet Sicherheit und Geborgenheit. Mit einem Baby im Tuch (oder einer anderen Tragevorrichtung die zu Ihrem Körper gewandt ist) können Sie kochen, staubsaugen und andere Dinge machen, die Ihnen vielleicht unter den Nägeln brennen. So können Sie nach einiger Zeit beruhigt feststellen, auch mal etwas geschafft zu haben. Ihr Baby fühlt sich derweil gut aufgehoben. Laut einer amerikanischen Studie, weinen Babys, die etwas mehr getragen werden, deutlich weniger: Babys, die 4,4 Stunden am Tag getragen wurden, weinten 43 % weniger als Babys, die 2,7 Stunden am Tag (und somit 1,7 Stunden weniger) getragen wurden.
     
  5. Viele Babys genießen eine sanfte Babymassage. Es entspannt sie und stimuliert gleichermaßen die Körperwahrnehmung. Probieren Sie es aus, vielleicht schließen Sie sich einem Massagekurs an, dort werden verschiedene Techniken vermittelt, die Babys beruhigen, Bauchweh lindern, müde machen usw.
     
  6. Es ist über die Jahre ein wenig aus der Mode gekommen, Babys zu "pucken". Die meisten jungen Mütter kennen es gar nicht mehr, doch früher war es üblich, Babys eng in Molton-Luren oder Decken zu wickeln. In der neueren Zeit haben sich Eltern über dieses Einwickeln empört, meinten Sie doch, das Baby brauche Bewegungsfreiheit. Tatsächlich ist das Pucken für die meisten Babys sehr angenehm. Sie fühlen sich nach der Geburt oft in der Weite des Raums verloren und suchen nach Begrenzungen. Eng eingewickelt in eine leichte Decke spüren sie sich wieder selbst und genießen die Enge, die sie aus dem Mutterleib noch kennen. Sie beruhigen und entspannen sich. Es gibt Fußsäcke, die als "Puck"-säcke bezeichnet werden doch das richtige Pucken kann einfacher und besser mit Luren oder kleinen Decken durchgeführt werden.
     
  7. Machen Sie sich keine Sorgen, dass Sie Ihr Kind verwöhnen, wenn Sie auf sein Weinen reagieren. Es ist ein natürlicher Reflex, dass Sie sich ihrem Baby zuwenden, wenn es schreit. In allen Kulturen ist es selbstverständlich, dass Eltern sich um ihr weinendes Baby kümmern. In unserer Kultur jedoch kam Ende des 19. Jahrhunderts die Meinung auf, das Babys schlechte Angewohnheiten hätten und nicht verwöhnt werden dürften. Das Füttern nach strengen Zeitplänen wurde eingeführt und nachts durfte gar nicht gefüttert werden. Leider hält sich diese Einstellung noch immer in den Köpfen einiger älterer und auch jüngerer Frauen. Hören Sie nicht auf solche Meinungen sondern auf Ihr Gefühl!
     
  8. Tanzen Sie mit Ihrem Baby, wenn es sich langweilt. Gemeinsame Bewegung nach einem Rhythmus macht den meisten Babys Spaß und fördert ihr Gleichgewicht. Bei Ihnen wird das Tanzen sicher auch einige Anspannung lösen können.
     
  9. Verlieren Sie nicht die Nerven! Ein unausgeglichener Hormonhaushalt, Schlafmangel, die Anstrengungen der Geburt, die Rückbildung des Körpers (und die daraus vielleicht resultierende Unzufriedenheit mit sich selbst) - das alles lastet auf Ihnen. Wenn nun das Baby viel schreit, liegen die Nerven schnell blank und die Versuchung ist vielleicht groß, das Baby zu schütteln. Das Schütteln von Babys führt oft zum Tod! Bevor Sie die Nerven verlieren, entscheiden Sie sich lieber, das Kind einige Minuten schreien zu lassen und einfach mal eine Runde ums Haus zu gehen. Oder rufen Sie Ihren Partner, eine Freundin oder Verwandte zur Hilfe, die Ihnen das Kind für einige Zeit abnehmen können, damit Sie eine Pause haben. Wenn die Wut groß wird, boxen Sie das Stillkissen, werfen Sie einen Ball an die Wand oder reagieren Sie sich anderswo ab, aber lassen Sie Ihr Kind da heraus. Es ist vielleicht im Augenblick ebenso verzweifelt wie Sie!
     
  10. Ein gemeinsames, entspannendes Bad (Baby und Sie) kann Wunder wirken! Im Wasser, auf Mamas oder Papas Bauch liegen (da hört man den Herzschlag am besten), warm und umarmt - da fühlen sich Babys wohl.
    Auch das "Bonding" aus dem Kreißsaal lässt sich wiederholen und sogar nachholen, wenn es aus verschiedenen Gründen nicht stattfinden konnte. Legen Sie sich ihr nacktes Baby auf den nackten Körper (in einem warmen Raum) und lassen Sie es versuchen, bis zu Ihrer Brust zu robben. So kann die Bindung zwischen Mutter und Baby gestärkt werden.

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