Baby

"In der Schwangerschaft hatte ich eifrig gelesen was in meinem Bauch passiert, wie sich unser Baby entwickelt, was ich am Besten essen sollte oder auch nicht.
Ich hatte die Erstausstattung organisiert, als gelte es, eine Grönlandexpedition auf die Beine zu stellen und mich mit Erziehungsratgebern eingedeckt. Ich fühlte mich gut vorbereitet und informiert.
Doch schon wenige Stunden nach der Geburt musste ich erkennen, dass das Leben mit unserem Baby viel mehr Überraschungen für uns Eltern bereit hielt, als wir gedacht hätten."

Das erste Jahr - es ist das schönste und spannendste, zugleich aber auch das schwierigste und anstrengendste Jahr. Was genau erwartet Eltern in den ersten zwölf Lebensmonaten Ihres Babys?

 

Die Tage nach der Geburt

In den ersten Tagen nach der Geburt erlebst Du verschiedene hormonelle und körperliche Veränderungen. Du wirst vielleicht sehr mit Dir selbst beschäftigt sein und willst Dich gleichzeitig kompetent um Dein Baby kümmern. Stress und Verunsicherung sind dann typische Begleiterscheinungen. Vielleicht fühlst Du Dich nach der Geburt auch zum Bäume ausreißen, bist einfach nur glücklich und zufrieden, hast ein friedlich schlafendes Kind und freust Dich über jeden Besuch. Es ist eben bei jedem anders. Genieße auf jeden Fall, dass Du im Krankenhaus bekocht wirst, nicht putzen musst und Du Dich wirklich auf Dich selbst und das Baby konzentrieren kannst. Lass Dir zeigen wie man Babys wickelt und badet, den Nabel pflegt und wie man puckt.
Und dann sorge für Deine Entlassung, denn zu Hause ist es doch am Schönsten!

Das erwartet Dich im Wochenbett:

Mögliche Probleme oder Krisen

  • Nachwehen: Nachwehen treten insbesondere in den ersten Tagen nach der Entbindung auf. Sie sind weniger schmerzhaft als die Geburtswehen aber dennoch unangenehm. Sie sind besonders dann zu spüren, wenn das Baby zum Trinken an die Brust angelegt wird (Ursache ist das Hormon Oxytocin). Durch die Nachwehen zieht sich die Gebärmutter schneller zusammen, das fördert die Wundheilung und sorgt für eine schnellere Rückbildung.
     
  • Wochenfluss: Die Plazenta hinterlässt in der Gebärmutter eine handtellergroße Wunde. Es dauert etwa 4 - 6 Wochen, bis die menstruationsähnlichen Blutungen aufhören. Durch aufsteigende Bakterien ist der Wochenfluss infektiös, daher ist eine gute Hygiene wichtig (Hände waschen, Binden häufig wechseln).
     
  • Dammriss oder Dammschnitt: Bei der Geburt kann es zu einem Riss im Damm kommen, manchmal wird auch geschnitten, damit das Baby besser heraus kommen kann. Die Wunde muss meistens genäht werden, verheilt aber recht schnell. In den ersten Tagen kann das Sitzen und Laufen mit Dammriss/-schnitt schmerzhaft sein.
     
  • Milcheinschuss: Nach etwa 3 Tagen kommt es zum Milcheinschuss. Dieser kann etwas schmerzhaft oder auch unbemerkt verlaufen - es ist von Frau zu Frau verschieden. Bei schmerzhaftem Milcheinschuss kann Kühlung helfen. [siehe auch Stillen]
     
  • Stillprobleme: Stillprobleme gibt es in vielfältiger Art. Das Problem kann darin liegen, dass das Baby die Brust nicht richtig nimmt oder die Brustwarzen der Mutter wund werden und beim Stillen schmerzen. Es gibt für fast alle Probleme eine Lösung. Frage im Krankenhaus nach einer ausgebildeten Stillberaterin, wende Dich zu Hause an Deine Hebamme oder an eine examinierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) in Deiner Nähe. [siehe auch Stillen]
     
  • Baby Blues: Etwa am 3. Tag nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel und die meisten Frauen stürzen in eine innere Krise. Meistens fließen dann Tränen doch am nächsten Tag ist für gewöhnlich alles vorüber. Nur in wenigen Fällen kommt es zu einer Postnatalen Depression (Wochenbett-Depression).
     
  • Zu viel Besuch: Besucher können im Wochenbett zum Problem werden weil sie Unruhe bringen, vielleicht beim Stillen stören und Dir durch sie die nötige Zeit fehlt, dich von der Geburt zu erholen. Auch der Besuch der Bettnachbarin muss bedacht werden. Lege mit ihr gemeinsam Besuchszeiten fest, damit die nötige Ruhe und Privatsphäre einkehren kann.

Zusätzliche Belastungen :

  • Weinendes Baby: Manche Babys weinen schon in den ersten Tage recht viel, so dass Du kaum Zeit findest, zu duschen, zu essen oder zu schlafen. Lasse Dein Kind zwischendurch von der Kinderschwester betreuen, damit Du Dich nicht schon in den ersten Tagen übernimmst. Lass Dir auch von Deinem Partner oder Besuch helfen.
     
  • Vorsorgeuntersuchungen: Im Krankenhaus wird von einem Kinderarzt die U2 (Untersuchung 2) vorgenommen. Dabei werden die Hüfte, das Herz, der Knochenbau, die Lunge, das Blut ... untersucht.
    Ein elektronischer Hörtest ist in vielen Krankenhäusern auch schon Standard.
    Diese Untersuchungen finden oft in klinischer Hektik statt und beunruhigen Eltern. Lass Dich nicht stressen und beharren darauf, dass man Dir alles was Du nicht verstehst, erklärt. Schau in das Vorsorgeheft Deines Kindes, um Untersuchungsergebnisse nachzulesen.
Anzeige    

 

Anzeige    

Entwicklung 0 - 8

amazon-Empfehlungen
Hallo-Eltern Apps
Eisprungkalender
Dein Eisprungkalender
Vornamen
Besondere Vornamen
Sprüche zur Geburt
Sprüche zur Geburt
Entwicklungskalender
Entwicklungskalender
Zahnkalender
Zahnkalender
Podcast
Geschichten Podcast
Tipp für den 1. Geburtstag
Anzeige    
Empfehlung