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Was genau erwartet Eltern in den ersten zwölf Lebensmonaten Ihres Babys?
Die Tage nach der Geburt
In den ersten Tagen nach der Geburt erleben Sie verschiedene hormonelle und körperliche Veränderungen. Sie werden vielleicht sehr mit sich selbst beschäftigt sein und wollen sich gleichzeitig kompetent um das Baby kümmern. Stress und Verunsicherung sind dann typische Begleiterscheinungen. Vielleicht fühlen Sie sich nach der Geburt auch zum Bäume ausreißen, sind einfach nur glücklich und zufrieden, haben ein friedlich schlafendes Kind und freuen sich über jeden Besuch. Es ist eben bei jedem anders. Genießen Sie auf jeden Fall, dass Sie im Krankenhaus bekocht werden, nicht putzen müssen und sich wirklich auf sich selbst und das Baby konzentrieren können. Lassen Sie sich zeigen wie man Babys wickelt und badet, den Nabel pflegt und wie man puckt.Und dann sorgen Sie für Ihre Entlassung denn zu Hause ist es doch am Schönsten!
Das erwartet Sie im Wochenbett:
Mögliche Probleme oder Krisen
- Nachwehen: Nachwehen treten insbesondere in
den ersten Tagen nach der Entbindung auf. Sie sind
weniger schmerzhaft als die Geburtswehen aber dennoch
unangenehm. Sie sind besonders dann zu spüren, wenn das
Baby zum Trinken an die Brust angelegt wird (Ursache ist
das Hormon Oxytocin). Durch die Nachwehen zieht sich die
Gebärmutter schneller zusammen, das fördert die
Wundheilung und sorgt für eine schnellere Rückbildung.
- Wochenfluss: Die Plazenta hinterlässt in der
Gebärmutter eine handtellergroße Wunde. Es dauert etwa 4
- 6 Wochen, bis die menstruationsähnlichen Blutungen
aufhören. Durch aufsteigende Bakterien ist der
Wochenfluss infektiös, daher ist eine gute Hygiene
wichtig (Hände waschen, Binden häufig wechseln).
- Dammriss oder Dammschnitt: Bei der Geburt
kann es zu einem Riss im Damm kommen, manchmal wird auch
geschnitten, damit das Baby besser heraus kommen kann.
Die Wunde muss meistens genäht werden, verheilt aber
recht schnell. In den ersten Tagen kann das Sitzen und
Laufen mit Dammriss/-schnitt schmerzhaft sein.
- Milcheinschuss: Nach etwa 3 Tagen kommt es
zum Milcheinschuss. Dieser kann etwas schmerzhaft
verlaufen oder auch gar nicht bemerkt werden - es ist
von Frau zu Frau verschieden. Bei schmerzhaftem
Milcheinschuss kann Kühlung helfen. [siehe auch
Stillen]
- Stillprobleme: Stillprobleme gibt es in
vielfältiger Art. Das Problem kann darin liegen, dass
das Baby die Brust nicht richtig nimmt oder die
Brustwarzen der Mutter wund werden und beim Stillen
schmerzen. Es gibt für fast alle Probleme eine Lösung.
Fragen Sie im Krankenhaus nach einer ausgebildeten
Stillberaterin, wenden Sie sich zu Hause an Ihre Hebamme
oder an eine examinierte Still- und
Laktationsberaterinnen (IBCLC) in Ihrer Nähe. [siehe
auch Stillen]
- Baby Blues: Etwa am 3 Tag sinkt der
Hormonspiegel und die meisten Frauen stürzen in eine
Krise. Meistens fließen dann Tränen doch am nächsten Tag
ist meistens alles vorüber. Nur in wenigen Fällen kommt
es zu einer Postnatalen Depression
(Wochenbett-Depression).
- Zu viel Besuch: Besucher können im Wochenbett zum Problem werden weil Sie Unruhe bringen, vielleicht beim Stillen stören und Ihnen die nötige Zeit zum Ausruhen von der Geburt fehlt. Auch der Besuch der Bettnachbarin muss bedacht werden. Legen Sie mit ihr gemeinsam Besuchszeiten fest, damit die nötige Ruhe und Privatsphäre einkehren kann.
Zusätzliche Belastungen :
- Weinendes Baby: Manche Babys weinen schon in
den ersten Tage recht viel, so dass Sie kaum Zeit
finden, zu duschen, zu essen oder zu schlafen. Lassen
Sie Ihr Kind zwischendurch von der Kinderschwester
betreuen, damit Sie sich nicht schon in den ersten Tagen
übernehmen. Lassen Sie sich auch vom Partner oder Besuch
helfen.
- Vorsorgeuntersuchungen: Im Krankenhaus wird
von einem Kinderarzt die U2 (Untersuchung 2)
vorgenommen. Dabei werden die Hüfte, das Herz, der
Knochenbau, die Lunge, das Blut ... untersucht.
Ein Hörtest ist in vielen Krankenhäusern auch schon Standard.
Diese Untersuchungen finden oft in klinischer Hektik statt und beunruhigen Eltern. Lassen Sie sich nicht stressen und beharren Sie darauf, dass man Ihnen erklärt, was Sie nicht verstehen. Schauen Sie in das Vorsorgeheft Ihres Kindes, um Untersuchungsergebnisse nachzulesen.
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