Wahrnehmungsstörung
(SI = Sensorische Integrationsstörung)

Wahrnehmungsstörung

Wenn ein Kind sich in sehr vielen Situationen des Alltags deutlich anders verhält und anders entwickelt als seine Altersgenossen, steckt vielleicht mehr dahinter als man zunächst vermutet. Vielleicht ist eine Wahrnehmungsstörung die Ursache für ungewöhnliches Verhalten.

Es handelt sich bei Wahrnehmungsstörungen nicht um eine Krankheit oder Behinderung, sondern um eine oder mehrere Einschränkungen. Sie resultieren daraus, dass das betroffene Kind seine Umwelt anders wahrnimmt als die meisten seiner Mitmenschen.
Unerkannt, führt dies meist zu einem Unverständnis zwischen dem Kind und seinem Umfeld. Das Kind kann den Erwartungen und Anforderungen seiner Umwelt nicht gerecht werden. Die daraus entstehenden Konflikte können es auch in seinem Selbstwertgefühl nachhaltig beeinträchtigen.

 

Was ist eine Wahrnehmungsstörung?

Bei einer Wahrnehmungsstörung sind die Sinneswahrnehmungen wie Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt.

Da alle Sinneswahrnehmungen auch von bewertenden Gefühlen begleitet werden, ergibt sich aus der gestörten Wahrnehmung oft auch ein verändertes Verhalten.


Beispiel:
Das Kind hat eine akustische Störung und nimmt Geräusche sehr viel stärker wahr. Wenn es ein lautes Geräusch hört (z.B. vorbeifahrendes Motorrad), bricht es in Tränen aus und ist kaum tröstlich - sehr zur Verwunderung seiner Mitmenschen die das Geräusch kaum bemerkt haben.

 

Es gibt verschiedene Ausprägungen und Arten von Wahrnehmungsstörungen.
So muss zunächst unterschieden werden, ob das betroffene Kind im Sehen, Hören, Riechen, Fühlen oder in seinem Gleichgewichtssinn beeinträchtig ist. Vielleicht liegen auch mehrere Störungen gleichzeitig vor.

Das Kind kann entweder zu viele oder zu wenig Reize aus seiner Umwelt aufnehmen:

  • Ein zu Viel an Reizen führt zu einer Überforderung des Kindes, welches dann dazu neigt ängstlich und blockiert zu reagieren und daher vielleicht ein starkes Bindungsbedürfnis zu den Eltern aufweist (Sicherheit suchen).
  • Eine verringerte Wahrnehmung von Reizen lässt Kinder unruhig und manchmal auch aggressiv werden. Sie suchen ständig nach Eindrücken, die möglichst stark sein sollen, damit sie vom Kind wahrgenommen werden können. Diese Kinder machen eher einen überaktiven Eindruck und begeben sich häufig in riskante Situationen.

 

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