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Vorbereitung auf die Schwangerschaft
Autor: Christian Sandow

Vitamine
Vor und während einer Schwangerschaft sollten Frauen generell genügend Vitamine zu sich nehmen. Doch darf man dies nicht übertreiben, da eine Überdosierung ebenfalls schaden kann. So kann z.B. eine Überdosis Vitamin A zu Wachstumsstörungen, Leberschäden oder Schäden an den Augen des Babys führen. Lieber jeden Tag Obst und Gemüse essen und Vitaminpräparate nur in Absprache mit dem Frauenarzt dosieren.
Besonders wichtig für die Schwangere und das Baby ist eine ausreichende
Versorgung mit Folsäure. Folsäure ist für das Wachstum und die
Entwicklung sehr wichtig. Ebenso spielt es eine Rolle bei der
Bildung von Erbsubstanz und Proteinen sowie von Zellen und Blut.
Wird während einer Schwangerschaft keine Folsäure oder nicht ausreichend davon zu
sich genommen, so besteht für das Kind u.a. die Gefahr eines offenen
Rückens oder einer Gaumenspalte. Daher sollte schon bei der
Babyplanung mit der Einnahme von Folsäure begonnen werden. Folsäure
ist ein Vitamin B und kommt besonders in Weizenkeime vor (100g
enthalten ca. 300mg Folsäure). Meist wird mit der Ernährung
heutzutage nicht genug Folsäure zu sich genommen. Die Empfehlung des
DGE für Schwangere und Stillende lautet 600mg am Tag.
Wenn man sich ein Kind wünscht oder bereits schwanger ist, sollte
daher auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden. Dies kann
auch in Form von Kapseln, Dragees oder Tabletten erfolgen.
Gifte vermeiden
Um sich gewissenhaft auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, sollte
bereits zum Zeitpunkt der Planung auf den
Genuss von Alkohol und auf
Zigaretten verzichtet werden. Dies ist nicht nur besser für das
Baby, es ist auch für die werdende Mutter gesundheitsfördernd und
erhöht die Chancen auf eine baldige Schwangerschaft.
Sollte während der Schwangerschaft geraucht werden, erhöht sich das
Risiko einer Frühgeburt. Auch Krankheiten wie Asthma treten bei
Kindern von rauchenden Schwangeren später häufiger auf. Zudem sind
Neugeborene von Müttern, die das Rauchen nicht einstellten, kleiner
und wiegen weniger. Dies liegt daran dass die Plazenta, welche das
Baby versorgte, durch das Rauchen weniger gut durchblutet werden und
das Baby nicht gut versorgen konnte.
Auch Koffein sollte nur noch eingeschränkt zu sich genommen werden.
Denn der Genuss von Koffein kann die Fruchtbarkeit einschränken und
auch bei zu viel Koffein während der Schwangerschaft erhöht sich das
Risiko einer Fehlgeburt. Bis zu 3 Tassen halten Frauenärzte meist
für unbedenklich.
Ernährung und Toxoplasmose
Bei bald geplanter Schwangerschaft sollte die Frau versuchen
Idealgewicht zu erreicht. Denn starkes Übergewicht oder Untergewicht
schaden der Fruchtbarkeit. Es sollte aber auch vor der
Schwangerschaft jede Diät beendet sein. Frauen die schwanger werden
möchten, wird empfohlen, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.
Verzichtet werden sollte beim Essen aber auf rohes Fleisch. Durch
rohes Fleisch (z.B. Tartar, Roastbeef,…) kann man sich mit
Toxoplasmose infizieren. Toxoplasmose kann in der
Frühschwangerschaft zu Fehlgeburt oder schweren Schäden am Gehirn
des Säuglings führen. Der Erreger wird auch über Katzenkot
übertragen werden - oft infizieren sich gerade Frauen, die selbst
keine Katze haben. Also jetzt lieber nicht Nachbars Katze in Pflege
nehmen! Für Erwachsene ist Toxoplasmose übrigens völlig
ungefährlich.


