Wut

Gefühle werden oft in negativ und positiv unterteilt aber jedes Gefühl hat seine Notwendigkeit, so ist die Wut die Kraft, die uns für uns einstehen lässt. Sie ist unser Antrieb zu Freiheit und Selbsterhaltung. Kleinkinder haben keine Hemmungen, ihre Gefühle spontan auszudrücken und ob Freudenschrei oder Wut, diese halten selten lange an. Mit dem Heranwachsen müssen die Kinder lernen, Ihre Gefühle in einem sozialen Zusammenhang auszuleben und in konstruktive Bahnen zu lenken.  

Wut

Eltern können den Kindern dabei helfen, ihre Wut anzunehmen und den Umgang damit zu erlernen. Leider haben die meisten Eltern mit der Wut ihrer Kinder die meisten Probleme. Die Frage, die sie sich stellen müssen, ist, wie ihr Kind später als Erwachsener mit der Wut umgehen können soll. Und wie so häufig im Leben, ist es die Mischung, die es macht: Wenn jemand schlecht behandelt wird, muss er fähig sein, sich dagegen laut und mit Nachdruck zu wehren - und zwar rechtzeitig, bevor er in Rage gerät oder gar handgreiflich wird. Wut und Gewalttätigkeit ist übrigens nicht dasselbe: Gewalt ist fehlgeleitete Wut.

Zeigt ein Kind zu wenig Wut, wird es vielleicht als Schwächling angesehen und von anderen Kindern herumgeschubst oder sogar ausgenutzt. Zuviel Wut hingegen macht ein Kind unbeliebt und stempelt es als aggressiv ab. Was Eltern tun müssen, ist die Balance dazwischen zu finden und sie dem Kind zu vermitteln. Dieses muss ab dem Alter von etwa zwei Jahren trainiert werden.

Wie lernt ein Kind, mit seiner Wut umzugehen?

  • Bestehen Sie darauf, dass Ihr Kind seine Wut mit Worten (und nicht mit Taten) ausdrückt. Es soll laut und deutlich ausdrücken, dass es wütend ist und wenn möglich auch, warum es wütend ist.
  • Helfen Sie Ihrem Kind dabei, seine Gefühle zu begründen. Kleine Kinder brauchen oft etwas Hilfe beim "Zurückdenken", um herauszufinden, wo etwas falsch gelaufen ist. Z.B. "Bist Du auf Michael wütend, weil er dir das Auto weggenommen hat?" oder "Bist du böse, weil du so lange darauf warten musstest, dass ich mein Gespräch beende?"
    Schon bald wird Ihr Kind Ihnen sagen können, was nicht stimmt und warum es nicht stimmt.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, das seine Gefühle gehört werden (wenn auch nicht immer mit Folgen). Z.B. "Du hast recht, wenn du wütend auf mich bist, ich habe wirklich nicht zugehört. Aber jetzt höre ich zu." oder "Ich weiß dass du keine Lust hast, noch länger auf den Zug zu warten. Ich auch nicht aber ich kann es jetzt nicht ändern."
  • Machen Sie deutlich, dass Schlagen als Ausdruck von Wut nicht akzeptabel ist. Greifen Sie in solchen Fällen sofort ein und lassen Sie jedem einzelnen Anlass deutliche Missbilligung (oder Strafe) folgen.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, seine Wünsche zu formulieren. Wenn Ihr Kind sich über eine Situation beschwert, die ihm nicht passt, braucht es manchmal Unterstützung, um eine positive Handlungsweise in dieser Situation zu entwickeln. Z.B. "Jan hat mich geboxt!" "Dann sag ihm ganz laut, dass er das lassen soll." oder "Marie hat mir die Puppe weggenommen." "Geh hin und sage ihr, dass sie dir gehört und dass du sie wieder haben willst."
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Am meisten lernen Kinder durch die Beobachtung. Leben Sie also vor, wie man mit Wut umgeht. Wenn Sie wütend werden, drücken Sie es also aus. Sprechen Sie dann mit lauter Stimme und werden Sie wütend und laut bevor sie sich wirklich hineinsteigern. Gehen Sie dann wieder zur Tagesordnung über. So lernt Ihr Kind, dass man Wut ausdrücken kann und sie dann verraucht. Sagen Sie auch öfter einmal "Ich bin wütend!" oder "Lass mich bitte jetzt in Ruhe!" oder "ich ärgere mich, dass du dich an unsere Abmachung nicht gehalten hast. was ist mit dir los?"
    So lernt Ihr Kind mehr, als wenn Sie immer liebenswürdig, vernünftig oder beherrscht bleiben und erkennen, dass Eltern auch nur Menschen sind.

Kinder brauchen Zeit, um den Umgang mit Wut zu lernen. Seien Sie froh, wenn Ihr Kind irgendein Zeichen von Zurückhaltung an den Tag legt - sei es, dass es sich bemüht, ein anderes Kind nicht im Zorn zu schlagen oder dass es laut sagt: "Ich bin wütend!"

Und bedenken Sie: Viele Erwachsene haben diese Lektion bis heute noch nicht gelernt, während Sie bei Ihren Kindern durchaus Fortschritte erzielt haben.

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