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Lispeln

Beim Lispeln ist relativ klar zu erkennen, dass die Zunge zu weit nach vorne an oder sogar zwischen die Zähne kommt.  Schwierigkeiten mit den Sch-Lauten wenn ein Kind statt "Schule" eher "Sssule" und nicht "Salzstange" sondern "Salztange" sagt, sind kein Lispeln. In einem solchen Fall lässt das Kind also das "S" weg oder "verlängert" es, das ist dann zwar eine Lautproblematik aber kein Lispeln. 

2. Stottern

Fast jedes Kind macht wohl im Laufe seiner Sprachentwicklung eine Phase durch, in der es stottert. Das ist völlig normal! Oft ist das Gehirn der Kinder so voll von Worten und ihr Bestreben, diese los zu werden so groß, dass sie sich überschlagen.
Der Unterschied zwischen dieser Phase und echtem Stottern ist lt. Logopädin darin zu sehen:

echtes Stottern Phasenstottern
Stotterer verkrampfen sich beim Sprechen und haben sichtlich Mühe, das Wort rauszubringen Die "Phasen-Stotterer" hingegen bleiben bei ihrer "Stotterei" locker und empfinden es auch selbst nicht als problematisch.
Stottern äußert sich eher in: "I-i-i-i-ich ha-ha-habe..." Das "Phasen-Stottern" in: "Ich hab - ich hab - ich hab.."
Es werden also eher Worte als Buchstaben gestottert.

Ursachen für Probleme in der Sprachentwicklung

Das Wichtigste vorweg: Es liegt nicht an den Eltern.

Oft sind tatsächlich die Gehirne der Kinder noch nicht "reif" genug und brauchen einen Anstoß oder einfach nur noch mehr Zeit. Oder das Kind hat Hörprobleme. Schon vorübergehende Hörprobleme z.B. durch häufige Mittelohrentzündungen können die Ursache sein, selbst wenn diese in der Vergangenheit vorkamen. Sie hören dann nicht klar genug.
Machen Sie sich einmal klar, wie gering der Unterschied zwischen "k" und "t" ist. Stellen Sie sich die Fragen: Was macht meine Zunge bei diesen Lauten? Was machen meine Lippen bei diesen Lauten? Die Bewegungen im Mund sind sehr ähnlich und vor dem Spiegel ist so gut wie gar kein Unterschied zu erkennen, oder?

Dinge wie Stottern oder auch Lispeln sind zwar nicht unbedingt erblich, aber man findet eine so genannte "familiäre Häufung".

Welchen Einfluss hat die Motorik?

Nicht nur die Mundmotorik, sondern auch die gesamte Körpermotorik hat einen großen Einfluss beim Sprechen lernen. Kinder, die eine Verzögerung in der Sprachentwicklung zeigen, haben auch in ihrer Motorik Schwierigkeiten.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass ein Kind, das motorisch perfekt ist, keine Sprachprobleme haben darf. Aber denken Sie doch einmal zurück an die Geburtsvorbereitung: Hat man Ihnen nicht auch erzählt, dass Sie die Gesichtsmuskeln entspannen sollen, weil es den Beckenboden entspannt? Und umgekehrt ist das eben genauso.

Oft haben die Logopäden Kinder in der Praxis, die wie nasse Säcke auf ihren Stühlen sitzen, die Arme hängen irgendwie herunter und der Mund steht permanent auf. Wenn der Mund ständig offen steht und die Zunge in Ruheposition an den unteren Zähnen liegt, entwickeln keine ausreichende Mundmuskulatur. Normalerweise liegt die Zunge in Ruheposition nämlich an den oberen Schneidezähnen. Probieren Sie es einfach mal aus.

Für die Ausbildung der Mundmuskulatur sind die modernen Trinkflaschen ungeeignet. Ein Säugling, der gestillt wird, arbeitet richtiggehend. Der Säugling, der die Flasche bekommt ebenfalls - vor allem, wenn man einen Sauger mit kleiner Öffnung benutzt. Trinklernflaschen sind jedoch oft zu leichtgängig. Besser ist es, frühzeitig (ab dem 6. Monat) einen ganz normalen Becher zu benutzen. Das koordiniert die Muskeln viel besser und natürlicher.

Kaugummi kauen ist gut, natürlich gilt das nur für Kinder, die dafür groß genug sind. Verwenden Sie Kaugummis ohne Zucker!

Pustspiele sind eine gute Übung: Seifenblasen, Wasserfarben mit Strohhalmen auf einem Blatt verpusten, Watte pusten usw.

Eine Übung von einer Logopädin: Das Kind saugt mit dem Strohhalm kleine Moosgummi-Punkte auf und lässt sie in eine kleine Schüssel fallen.

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