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Was ist Psychotherapie?

Diese Therapie richtet sich an größere Kinder. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut ist eine durch das Psychotherapeutengesetz gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, die eine staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde (Approbation) voraussetzt. Behandelt werden psychische Probleme nach akuten Belastungen oder nach unverarbeiteten Erlebnissen, Aufmerksamkeitsprobleme, Teilleistungsstörungen, Leistungsversagen und Verhaltensschwierigkeiten in der Schule, Entwicklungsauffälligkeiten in Motorik, Sprache, Sauberkeitserziehung und emotionaler Entwicklung, Sozialverhaltensschwierigkeiten, Auffälligkeiten in der sexuellen Entwicklung, Folgen von Misshandlung und Suchtprobleme. Ein Psychotherapeut unterstützt bei familiären Konflikten, bei Sorgerechts- und Umgangsregelungen, bei Fremdunterbringung und bei gerichtlichen Fragestellungen. Zum Einsatz kommen unter anderem Methoden aus dem Bereich der Verhaltenstherapie, der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, der Spieltherapie, der Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse, der Familientherapie und der Systemischen Therapie.
Nicht ohne meine Eltern
Egal, welche Förderung oder Therapie für das einzelne Kind die
richtige ist – entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme ist in den
meisten Fällen die Einbeziehung der Eltern. In verschiedenen Studien
wurde nachgewiesen, dass bei Kindern die Behandlungsergebnisse umso
besser sind, je intensiver die Eltern einbezogen und geschult
werden. Auch das psychosoziale Umfeld der Kinder entscheidet über
den weiteren Weg. „Wir erleben viele Eltern, die vor dem Hintergrund
sozialer Benachteiligung, mangelnder eigener Bildung und
gesellschaftlicher Integration, aber auch aus ganz eigensüchtigen
Motiven ihren Kindern nicht die erforderliche Förderung zukommen
lassen,“ erklärt Professor Bode und fordert daher den Aufbau eines
flächendeckenden Netzes von kooperierenden Früherfassungssystemen
mit Kinder- und Jugendärzten als koordinierenden Lotsen.



