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Kinderunfälle gehören nach wie vor zum traurigsten Kapitel unseres modernen Massenverkehrs. Immernoch verunglücken hierzulande Jahr für Jahr rund 40.000 Kinder unter 15 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen.

Ein Großteil der verunglückten Kinder kommt im Pkw zu Schaden. Die Überlebenschance eines nicht angeschnallten Kindes ist schon bei einer Fahrgeschwindigkeit von 40 km/h im Falle eines Unfalls kaum vorhanden.

Wie muss ein Kind gesichert werden?

Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 cm müssen mit einem geeigneten Kindersitz im Auto transportiert werden. Hat ein Kind bis zum 12 Lebensjahr noch nicht die Körpergröße von 150 cm erreicht, so braucht es zwar per Gesetz keinen Sitz mehr zu verwenden.

Wenn Kinder falsch oder nicht gesichert sind

Mehr als 60% der Kinder werden falsch gesichert, dies können die Folgen sein:
  • Ist der Gurt nicht über die Schulter sondern unter dem Arm entlang geführt, klappt der Körper Ihres Kindes bei einem Aufprall nach vorn. Es schlägt dann ungebremst mit dem Kopf auf seine Beine.
  • Ist der Gurt im Autositz zu lose befestigt, schleudert der Kopf des Kindes beim Aufprall nach vorn und es kommt zu einer massiven Überdehnung der Halswirbelsäule.
  • Ist der Sitz im Auto zu locker befestigt, schleudern Sitz und Kopf des Kindes nach vorn und Verletzungen am Vordersitz sind die Folge.
  • Ein falsch befestigter Reboard-Sitz wird bei einem Unfall durch das Auto geschleudert.

Diese Folgen ergeben sich ohne Kinder-Autositz:

  • Kind nur mit Beckengurt angeschnallt:
    Bei einem Unfall würde der Körper des Kindes wie ein Taschenmesser zusammengeklappt werden und sich der Gurt dabei tief in die Bauchorgane eindrücken (Gefahr innerer Verletzungen).
  • Kind sitzt auf dem Schoß eines Erwachsenen und wird mit diesem zusammen mit einem 3-Punkt-Gurt angeschnallt:
    Das Kind wird beim Aufprall durch das Gewicht des Erwachsenen erdrückt.
  • Das Kind wird auf dem Schoß eines Erwachsenen festgehalten:
    Bei einem Aufprall erhöht sich das Gewicht des Kindes z.B. bei 40 km/h um das 25-fache - Festhalten ist somit nicht möglich.
    Ein Kind von 10 kg wiegt dann z.B. 250 kg, unmöglich, dies festzuhalten, während man zur gleichen Zeit ebenfalls einem Aufprallgeschehen ausgesetzt sind ... und das bei 40 km/h - überlegen Sie einmal, wie schnell Sie auf der Landstraße, auf der Autobahn oder in der Stadt wirklich fahren, wobei der Faktor der Vervielfachung von Gewicht sich bei größerer Geschwindigkeit jeweils erheblich erhöht!
  • Das Kind steht hinten zwischen den Vordersitzen:
    Dieses Kind hat bei einem Unfall so gut wie keine Überlebenschance!

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