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Gebrauchte Kindersitze

Gefahren
Kindersitze werden meist im Auto verwahrt, d.h. im Winter sind sie Frost und im Sommer Hitze ausgesetzt. Beides wirkt sich auf das Material aus und lässt es altern. Das kann dazu führen, dass ein alter Sitz bei einem Unfall keinen ausreichenden Schutz bietet.
Auch das Gurtmaterial im Auto und am Kindersitz wird durch die Temperaturunterschiede nach einigen Jahren mürbe und muss ausgewechselt werden. Generell sollte ein Sitz nach ca. 5 Jahren nicht mehr verwendet werden.
Oft sehen Sitze noch gut aus, doch Materialermüdung und Abnutzung sind nicht am Sitzpolster zu sehen. Auch das Abnehmen des Sitzbezuges lässt Mängel oft nicht erkennen: Mikrorisse lassen sich nicht mit bloßem Auge sehen. Wichtig ist außerdem, dass der Sitz unfallfrei ist.
Bedenken Sie beim Sitzkauf bitte auch, dass gerade in den letzten Jahren viele sicherheitsrelevante Verbesserungen vorgenommen wurden.
Trotz aller Bedenken bezüglich gebrauchter Sitze: Jeder Kindersitz ist besser als gar kein Kindersitz!
Es gibt von der EU vorgegebene Prüfnormen für Kindersitze. Sie stehen auf einer kleinen Plakette die an jedem Sitz angebracht sein muss. Die aktuelle Prüfnorm ist 04 (Stand Februar 2007). Autositze mit der Prüfnorm 02 sind seit 1996 veraltet und sollten nicht mehr eingesetzt werden, die Prüfnorm 03 kann noch verwendet werden.
Der ADAC empfiehlt beim Kauf eines gebrauchten Sitzes:
- Gurte: Risse, Quetschspuren, Ausfaserungen an den Rändern, fehlende Schulterpolster?
- Sitzkörper (vorhandenen Bezug abnehmen!): Risse, auch feinster Art, Verformungen/Druckstellen?
- Bedienungsanleitung vorhanden? Andernfalls: Gefahr der Fehlbedienung! Evtl. Ersatzanleitung beim Hersteller anfordern.
- Gurtschlösser, Verriegelungs-Systeme: Funktionsprüfung, rasten alle zugehörigen Teile einwandfrei ein, lassen sie sich ohne zu klemmen wieder öffnen, ist nichts abgesplittert (Kunststoff-Tasten/Abdeckungen) oder verklebt?
Sofern Sie bereits hier Mängel erkennen, ist vom Kauf abzuraten.
Zum Ausdrucken:
Entscheidungshilfe für den Sitzkauf
Wichtige Links:
ADAC,
Stiftung Warentest



