Kindsbewegungen: Babys erste Tritte

Kindsbewegungen in der Schwangerschaft

Ein kleiner Tritt für das Menschlein ... und ein großer Schritt für die werdenden Eltern:

Bis zum ersten leichten Flattern oder dem unmissverständlichen Tritt eines ungeborenen Babys, ist die Schwangerschaft mehr oder weniger eine Vorstellung von einem Kind und ein verschwommenes Ultraschallbild. Doch nun wird endlich spürbar was gerade geschieht: Ein kleiner Mensch wächst im Bauch heran!

 

Wann kann ich die Kindesbewegungen spüren?

Das Ungeborene bewegt sich schon seit der 8. Schwangerschaftswoche im Bauch doch ist es noch zu klein und zu schwach um sich damit bemerkbar zu machen.
Zwischen der 18. und 20. SSW ist meistens der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Schwangere die ersten Kindsbewegungen spürt.

Bei der zweiten oder späteren Schwangerschaft spüren Mütter die Babytritte häufig schon früher, weil sie wissen worauf sie achten müssen - sie kennen das Gefühl bereits. Tatsächlich ist es so, dass Frauen die ihr erstes Kind erwarten, die Signale häufig zunächst mit Blähungen und Darmbewegungen verwechseln. Doch werden die Tritte erst einmal kräftiger, lassen Sie sich bald eindeutig zuordnen.

Bei übergewichtigen Frauen stellt sich das Spüren der Tritte meist später ein, bei Zwillingen fühlen Schwangere es schon früher.

 

Wie fühlt es sich an?

Frauen beschreiben das Gefühl unterschiedlich, was nahelegt dass es auch verschieden wahrgenommen wird.

"Ich hatte das Gefühl dass ein Schmetterling in meinem Bauch umherfliegt," beschreibt eine Schwangere ihre ersten gespürten Tritte.

"Es war als würde Popcorn in mir aufspringen," berichtet eine andere Frau.

"Wie Brausepulver auf der Zunge - nur eben im Bauch" oder wie "ein kleines Erdbeben" - dies sind nur einige Beschreibungen.

 

Wann kann es mein Mann spüren?

Die ersten spürbaren Kindsbewegungen werden nur von der werdende Mutter bemerkt. Väter und der Rest der Welt müssen meist bis etwa zur 24. SSW warten. Und dann ist es oft auch wie verhext: Kaum legt jemand seine Hand auf den Bauch, verstummen die Tritte und Bewegungen.

Die beste Gelegenheit die Kindsbewegungen zu spüren bietet sich abends, wenn die Schwangere liegt. Meist werden die Kleinen besonders aktiv wenn ihre Mutter zur Ruhe kommen will. Am Tag hingegen schlafen sie mehr, stündlich etwa 40 Minuten.

 

Wie viele Tritte sind normal?

Es gibt normalerweise keinen Grund sich Sorgen zu machen wenn das Baby sich wenig bemerkbar macht. Kleine Babys spürt man nicht so oft wie große Babys und auch die Temperamente sind schon im Bauch recht unterschiedlich. Am Ende der Schwangerschaft werden die Stöße und Tritte meist weniger weil das Baby weniger Platz zum Bewegen hat.

Und nicht jede Bewegung des Kindes ist spürbar. Ultraschall-Untersuchungen haben gezeigt, dass Schwangere etwa 80% der Bewegung eines Ungeborenen spüren, den Rest jedoch nicht bemerken.
Oft werden die gespürten Tritte auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft irgendwann weniger bewusst wahrgenommen weil sich die werdende Mutter daran gewöhnt und weniger darauf achten.

 

Wann sollte man den Arzt einschalten?

Manche Babys sind sehr ruhig und bewegen sich wenig. Wer zwischen der 24 und 28 SSW ist und für länger als 24 Stunden keine Kindsbewegungen spürt, sollte den Frauenarzt informieren.

 

Um die 34. SSW herum kann man sich etwas Zeit nehmen und bewusst darauf achten wann das Baby tritt. Innerhalb von zwei Stunden sollten etwa zehn Tritte spürbar sein. Falls es in Ihrem Bauch zu ruhig sein sollte, helfen vielleicht diese Tricks:

  • Essen Sie einen Energieriegel oder trinken Sie ein Glas Orangensaft - viele Babys werden nach solcher Energiezufuhr aktiver.
  • Legen Sie sich auf die linke Seite, so dass die Blutzufuhr zu ihrem Bauch optimiert wird.

Sollten Sie nun nicht innerhalb von zwei Stunden zehn Bewegungen spüren, sollten Sie den Arzt oder die Hebamme um Rat fragen.

 

Kleine Turner

Andere Babys sind richtige Sportler und scheinen ständig im Training zu sein. Sie schlagen Purzelbäume, treten, boxen und machen den Eindruck dass sie an den Olympischen Spielen teilnehmen wollten.

Auch wenn die vielen Bewegungen manchmal unangenehm werden können, sollten sie nicht schmerzhaft sein. Wenn Ihr Baby Ihnen durch seine Aktivitäten Schmerzen zufügt, teilen Sie dies bitte Ihrem Frauenarzt mit.

 

Schluckauf im Bauch

Babys trinken bereits im Bauch den einen oder anderen Schluck Fruchtwasser - in der Folge bekommen sie oft Schluckauf. Zu erkennen ist dies an den rhythmischen Zuckungen aus dem Babybauch und diese können sogar intensiver sein als die Kindsbewegungen. Eine perfekte Gelegenheit, andere an dem spürbaren Vorhandensein Ihres Kindes teilhaben zu lassen.

 

Anzeige    

 

Anzeige    
Videos
Empfehlung
Schnell-Kontaktsuche
Suche:
Alter:
PLZ: (max. 3)
   
Anzeige    
Empfehlung für Geburtstage