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Tiefausläufer nach der Geburt
| Autoren: | Katja Glies [Gesundheitspädagogin] Barbara Schniebel |

Frühzeitige Aufklärung über die verschiedenen Ausprägungen und Behandlungsmöglichkeiten eines solchen Stimmungstiefs ist daher wichtig. Es ist auch sinnvoll, schon vor der Geburt mit dem Partner über eine mögliche Depression zu sprechen, so fällt es später leichter, sich anzuvertrauen, wenn sie tatsächlich eintreten sollte.
Vorbeugend können Maßnahmen geplant werden, welche den Stress nach der Entbindung reduzieren und die Mutter entlasten. Bei bereits bekannter Depressionsneigung kann rechtzeitig mit Medikamenten entgegen gewirkt werden.
Depression oder Babyblues?
Es gibt verschiedene Abstufungen, zwischen denen unterschieden werden muss. Wenn Sie nach der Geburt erschöpft sind und leicht weinen, so muss das noch lange keine Wochenbett-Depression sein. Meist handelt es sich um den sogenannten "Babyblues", der wenige Tage nach der Entbindung eintritt und mit Hormonveränderungen zusammenhängt. Zwischen diesem Stimmungstief, einer Depression und einer Psychose muss unterschieden werden.
Hormonelle, soziale, genetische und psychische Ursachen
können für die Traurigkeit nach der Geburt verantwortlich sein.
So sind z.B. der Abschied von der eigenen Kindheit, belastende
Ereignisse zum Zeitpunkt der Geburt oder Neigung zum
Perfektionismus, sowie besonders starke Besorgnis als psychische
Faktoren relevant.
Eine genetische Veranlagung zur Depression (familiäre Häufung),
Hormonumstellungen und auch schlaflose Nächte beeinflussen die
Wahrscheinlichkeit, dass sich aus einem Stimmungstief eine
Depression entwickelt. Bei einer vorangegangenen
Schwangerschaftsdepression ist die Möglichkeit einer
Wochenbett-Depression besonders hoch.
Weitere Faktoren können der gesellschaftliche Druck, negative
Reaktionen von Geschwisterkindern oder Überlastung durch
besonders anspruchsvolle Kinder (z.B. Schreikinder) sein.
Auch wirkt sich der Verlauf der Schwangerschaft aus: War das
Kind ungeplant oder musste die Mutter lange auf die
Schwangerschaft warten? Gab es Komplikationen
in der
Schwangerschaft oder wurde die Geburt als besonders schwierig
empfunden?
Auch Stillprobleme, plötzliches Abstillen und Abstillpräparate
spielen eine Rolle.
Je nach Ausprägung einzelner oder mehrere Faktoren kann aus einem Stimmungstief eine Depression entstehen oder eine Psychose auftreten.
"Probleme in der Schwangerschaft"Wichtiger Hinweis zu medizinischen Themen: Dieser Artikel und andere Texte mit medizinischen Inhalten bei www.hallo-eltern.de sind keine ärztlichen Ratschläge und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit. Sie ersetzen nicht den Arztbesuch! Bitte wenden Sie sich bei Fragen und Symptomen stets an Ihren Arzt.
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Anlaufstellen bei Depressionen"Schatten & Licht-Krise nach der Geburt e.V.Obere Weinbergstrasse 3 D-86465 Welden Tel.: 08293/965864 Internet: www.schatten-und-licht.de
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