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6. Schwangerschaftskalender
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Schwangerschaftsdepressionen

Eine Schwangerschaft ist eine wunderschöne Zeit - jedoch nicht für jede Frau.
10 % der Schwangeren leiden in dieser Zeit unter Depressionen. Oftmals werden diese Gefühle von den betroffenen Frauen überspielt, schließlich hat man ihnen doch immer erklärt, dass diese Zeit voller Freude ist. Vielleicht werden sie als Launenhaftigkeit einer Schwangeren getarnt, dennoch können solche Depressionen ein großes Problem für die betroffenen Frauen sein.

 

Anzeichen für eine Depression

Sie leiden vielleicht unter Depressionen, wenn Sie einige der folgenden Symptome bemerken:

  • Sie sind nicht in der Lage, sich zu konzentrieren
  • Sie haben Ängste
  • Sie sind extrem reizbar
  • Sie haben Schlafprobleme
  • Extreme, nicht enden wollende Müdigkeit
  • Sie spüren unendliche Traurigkeit

Die häufigsten Ursachen

Der Körper schüttet Schwangerschaftshormone aus, dabei gibt es Hochs und Tiefs, welche die Stimmung einer Schwangeren beeinflussen. Manche Frauen spüren diese Schwankungen stärker, manche weniger.

Ein anderer, häufiger Grund sind Probleme in der Partnerschaft - besonders wenn Sie mit ihrem Partner nicht besonders gut harmonieren.

Weitere Gründe:

 

  • Familiäre oder persönliche Depressionen in der Vergangenheit:
    Wenn Depressionen in Ihrer Familie oder in Ihrer persönlichen Geschichte vorkommen, können Sie gerade jetzt anfälliger für solche Probleme sein.
  • Anstrengende Ereignisse:
    Ziehen Sie gerade um oder bauen Sie ein Haus, um Platz für das neue Familienmitglied zu haben? Haben Sie Ärger bei der Arbeit? Jede große Veränderung in Ihrem Leben wie ein Umzug, Scheidung, Arbeitslosigkeit,... kann Depressionen auslösen.
  • Schwangerschaftsprobleme:
    Eine problematische Schwangerschaft - z.B. morgendliche Übelkeit - kann sich emotional negativ auswirken.
  • Missbrauchs-Situationen in der Vergangenheit:
    Eine Schwangerschaft kann schmerzvolle Erinnerungen hervorbringen. Missbrauch sexueller, gewalttätiger oder emotionaler Art wird plötzlich wieder wachgerufen. Ihr Körper verändert sich, ohne dass sie Kontrolle darüber haben, dies kann längst Vergessenes zurückbringen. Die fehlende Kontrolle über die Veränderungen im Körper spiegeln für Sie möglicherweise den erlebten Kontrollverlust aus der Vergangenheit wieder.
  • langes Warten oder vorangegangene Fehlgeburten:
    Wenn Sie lange darauf gewartet haben, schwanger zu werden oder wenn Sie Fehlgeburten hatten, werden Sie nun vermutlich um die Sicherheit Ihrer Schwangerschaft besorgt sein.

Was können Sie tun?

  • Machen Sie es sich leichter statt schwerer:
    Widerstehen Sie der Versuchung, so viel wie möglich auf sich zu laden, bis das Baby kommt. Sie meinen vielleicht, dass Sie das Haus von oben bis unten putzen und so viel schaffen müssen wie es geht, bevor die Schwangerschaft Sie einschränkt, aber setzen Sie sich nicht unter den Druck, dies alles selbst zu erledigen! Sie werden weniger Zeit für sich selbst haben, wenn das Baby erst einmal da ist, also lesen Sie jetzt ein Buch, frühstücken Sie im Bett oder machen Sie einen schönen, langen Spaziergang. Sich um sich selbst zu kümmern ist ein wesentlicher Bestandteil davon, sich um das Baby zu kümmern!
  • Sprechen Sie es aus:
    Sprechen Sie mit Ihren Freunden über Ihre Ängste und Sorgen. Reden Sie besonders mit Ihrem Partner, Sie brauchen seine Unterstützung - die er Ihnen aber nur geben kann, wenn Sie offen mit Ihm sprechen.
  • Lassen Sie sich beraten oder suchen Sie einen Therapeuten auf:
    Wenn Sie über zwei Wochen vergeblich versucht haben, aus diesem Tief herauszukommen, könnte eine Beratungsstelle (z.B. Pro Familia) oder der Besuch bei einer Therapeutin helfen. Sie brauchen jemanden, bei dem Sie sich sicher fühlen und dem Sie vertrauen können. Es gibt auch "Antidepressiva", die in der Schwangerschaft genommen werden dürfen. Sprechen Sie auch mit ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme darüber.

Wann sollten Sie wirklich besorgt sein?

Wenn Sie sich selbstmordgefährdet fühlen und nicht im Stande sind, Ihre täglichen Dinge zu verrichten oder wenn Sie unter Panik-Attacken leiden. Sprechen Sie dann unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme! Einen Therapeuten oder Psychiater in Anspruch zu nehmen ist kein Zeichen von Schwäche sondern ein Zeichen dafür, dass Sie eine gute Mutter sind, die alle Schritte unternimmt, um sich und Ihr Baby sicher und gesund zu erhalten.

Die Zukunft

Die Hälfte der Frauen, die unter starken Depressionen während der Schwangerschaft leiden, entwickeln postnatale (= nach der Geburt) Depressionen. Eine Therapie während der Schwangerschaft kann dieses Risiko jedoch drastisch reduzieren.

Ein gut ausgebautes Netzwerk aus Freunden, Familienmitgliedern, Ihrem Partner, Ihrem Arzt und Ihrem Therapeuten, bedeutet, dass Ihre Helfer stets zur Unterstützung da sind, wenn das Baby geboren ist.

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Wichtiger Hinweis zu medizinischen Themen:
Dieser Artikel und andere Texte mit medizinischen Inhalten bei www.hallo-eltern.de sind keine ärztlichen Ratschläge und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit. Sie ersetzen nicht den Arztbesuch! Bitte wenden Sie sich bei Fragen und Symptomen stets an Ihren Arzt.

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