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Fasching mit Kind
Autorin: B. Schniebel

Die fünfte Jahreszeit findet in Deutschland primär in Köln und Düsseldorf statt, doch auch in anderen Teilen der Republik wird jährlich - besonders mit den Kindern - gern Fasching gefeiert.
Woher kommt der Fasching?
Ein Ursprung ist bereits im vorchristlichen Rom zu finden. Dort wurde
Anfang Januar ein Mann aus dem Volk zum König gewählt und mit viel
Gefolge und Prunk in einer Prozession durch die Strassen geführt. Dabei
wurden Schiffe mit Bildern der Götter geschmückt und auf Räder gestellt,
diese dienten dem „König“ als Gefährt. Diese Schiffswagen hießen im
Lateinischen „carrum navale“. Dieser Brauch lässt sich in den
Rosenmontagsumzügen wieder erkennen. Die Germanen vermischten diesen
Brauch mit Ihrer eigenen Tradition: Zur Abschreckung von Dämonen wurden
nun auch Masken getragen.
Der Rosenmontag hat überdies nichts mit den Rosen zu tun, vielmehr ist mit
„Rosen“ eigentlich das lateinische Wort „rorarii“ (rasen) gemeint. Durch
Dialekt wurde daraus „Rosen“, gemeint ist damit das Toben und
Ausgelassen sein.
Am Aschermittwoch beginnt in den christlichen Gemeinschaften die
Fastenzeit (kath.) bzw. die Passionszeit (ev.), die 40-tägige
Vorbereitungszeit auf Ostern. Zuvor wird daher ausgelassen
Fastnacht/Karneval/Fasching gefeiert.
Kostüme –was ziehe ich meinem Kind an?
Viele Kinder haben ganz klare Vorstellungen davon, als was sie sich
verkleiden wollen. Sie sollten Ihrem Kind auf jeden Fall ein
Mitspracherecht einräumen, damit es bei der Verkleidung keine
Differenzen zwischen Ihnen und Ihrem Kind gibt.
Die Vorlieben der Kinder sind beim Verkleiden sehr unterschiedlich. Manche
Kinder wählen eine Verkleidung aus, in der sie in die Rolle eines Idols
schlüpfen (z.B. Bob der Baumeister, Prinzess,…). Andere Kinder möchten
gern beim Fasching einen Beruf darstellen (Polizist, Ärztin, …).
Es gibt aber auch Kinder, die sich gar nicht gern verkleiden. Hier sind
Eltern oft ratlos denn sie wollen ihr Kind nicht ohne Verkleidung zum
Fasching schicken. Vielleicht lässt sich der kleine Faschings-Muffel ja
dazu überreden, als Papa (mit Papas Oberhemd und Schuhen) oder Mama
(Mamas Kette, Bluse und Pumps) zu gehen? Letztlich sollte man in dieser
Sache keinen Zwang ausüben und das Kind selbst entscheiden lassen.
Im Handel gibt es viele Kostüme günstig zu kaufen. Aber lohnt sich der
Kauf für die eine Faschingsfeier? Im nächsten Jahr ist das Kostüm
vielleicht schon zu klein? Meist sind die Kostüme so geschnitten, dass
sie längere Zeit getragen werden können.
Kinder mögen sich eigentlich das ganze Jahr über verkleiden. Sie können also in der Faschingszeit den Grundstock für eine wachsende Verkleidungskiste legen. So sammeln sich im Laufe der Zeit ausrangierte Hüte, Ketten und Schuhe, Cowboy-, Indianer-, Astronauten- und andere Kostüme zu einer tollen Auswahl zusammen, die mit Freunden das ganze Jahr für immer neue Rollenspiele sorgt.


