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Grenzen setzen

Machen Sie einen Test: Zählen Sie einen Tag lang mit, wie oft Sie zu Ihrem Kind "Nein" sagen. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie dieses Wort sehr, sehr häufig verwenden? Inflationär reduziert sich die Bedeutung dieses Wortes für Ihr Kind, je öfter Sie es benutzen.
Dann müssen Sie "Nein" sagen:
- Wenn Ihr Kind sich selbst oder anderen Menschen Schaden zufügen könnte.
- Wenn Ihr Kind dabei ist, andere Personen zu stören oder zu schädigen, z.B. indem es laut spielt während das Baby schläft.
- Wenn Ihr Kind wirklich etwas beschädigen würde, z.B. wenn es die Wände bemalt.
So sagen Sie richtig "Nein":
- Schreien Sie nicht, sondern sprechen Sie es mit ruhiger, ernster Stimme an. Gehen Sie dabei auf Augenhöhe und nehmen Sie Blickkontakt auf.
- Überlegen Sie immer kurz, bevor Sie etwas verbieten: Haben Sie Ihr Kind wirklich richtig verstanden?
- Meinen Sie wirklich nein oder statt "Nein, jetzt nicht" vielleicht eher "Ja, das machen wir später"? Dann formulieren Sie besser positiv.
- Schaffen Sie Kompromisse und Alternativen: Statt der Wände, darf Ihr Kind einen Karton bemalen oder draußen mit Straßenkreide den Weg verschönern.
- Seien Sie konsequent. Bestehen Sie bei wichtigen Regeln auf deren Einhaltung - sofort.
- Bei Kindern unter 3 Jahren sind klare und einfache Regeln wichtig: "Du spielst nicht am Fernseher!" Weiterführende Erklärungen werden in diesem Alter noch nicht verstanden.




