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Start in den Kindergarten
Auf den Kindergarten vorbereiten
Probleme bei der Eingliederung
Autorin: B. Schniebel

Der erste Tag im Kindergarten ist für Kind und Eltern ein
einschneidendes Erlebnis.
Erstmals verlässt das Kind die gewohnte Umgebung, um einige
Stunden ohne seine vertrauten Bezugsperson zu spielen. Alles was in
diesen Stunden passiert, entzieht sich der Kontrolle der Eltern und
es braucht oft ein bisschen Zeit, bis das Vertrauen in der
Dreiecksbeziehung zwischen Eltern, Erzieherin und Kind aufgebaut
ist. Damit der Start in den Kindergarten für alle so reibungslos wie
möglich erfolgen kann, sollten Sie sich ein wenig vorbereiten.
Die Wahl des richtigen Kindergartens
In dichter besiedelten Regionen haben Eltern oft mehrere Kindergärten zur Auswahl. Auf dem Land hingegen kommt meist nur die nächstgelegene Einrichtung in Frage. Grundsätzlich sollten Sie sich vorab über die Methodik, die Öffnungszeiten, die Gruppengrößen und den Tagesablauf informieren, um herauszufinden, ob der Kindergarten zu Ihnen und Ihrem Kind passt. Er sollte auch den persönlichen Bedürfnissen und den zeitlichen Anforderungen (die evtl. durch Berufstätigkeit entstehen) entsprechen.
Hier ein paar Rahmenbedingungen die zur Entscheidungsfindung beitragen können:
- Ist der Kindergarten ganzjährig geöffnet?
- Passen die Öffnungszeiten und der Tagesablauf zu den Arbeitszeiten der Eltern?
- Wie weit ist der Kindergarten vom Wohnort entfernt?
- Wie ist das pädagogische Konzept, was wird den Kindern inhaltlich angeboten?
- Werden Kinder ganzjährig aufgenommen oder z.B. nur im August?
- Ist ein großer Außenbereich vorhanden (Garten, Spielgeräte, Rückzugsmöglichkeiten)?
- Wie groß sind die Gruppen (Anzahl der Kinder, räumliche Unterbringung)
- Wie hoch ist die Kindergarten-Gebühr?
- Wie viel Personal steht für die Betreuung zur Verfügung, wie werden Personalausfälle aufgefangen?
- Wie sind die Betreuerinnen qualifiziert (Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen)?
- Wie ist der Kindergarten ausgestattet (hier geht es nicht um die Anzahl der Spielsachen sondern darum, ob sich die Bedürfnisse der Kinder in den Räumen verwirklichen lassen), wie sind die sanitären Einrichtungen?
Leider ist es in vielen Gemeinden Realität, dass trotz Rechtsanspruch die Plätze knapp sind und Wartezeiten entstehen oder nicht die gewünschte Einrichtung vermittelt werden kann. Doch oft lohnt es, sich für eine Unterbringung im "Wunschkindergarten" einzusetzen. Es ist für ein Kind meistens hilfreich, mit seinen Freunden aus der Nachbarschaft die gleiche Einrichtung zu besuchen. Mit diesen Kindern wird es vermutlich auch später zur Schule gehen, so dass Kontakte und Freundschaften von Dauer sind.


