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Ernährung und Konzentration/Verhaltensreaktion
Es wird zunehmend erkannt, dass das, was Eltern Ihren Kindern zu essen geben, tiefgreifende Auswirkungen auf deren Verhalten hat. Würden Sie die Ernährung Ihrer Kinder umstellen, wenn Sie wüssten, dass Sie dadurch sein Verhalten in der Schule beeinflussen könnten, sie dadurch ruhiger und glücklicher wären und dadurch umgänglicher?
Ernähren Sie Ihre Kinder so, dass sie dauerhaft mit Energie versorgt sind.
Nahrungsmittel liefern Nährstoffe, für das Wachstum und die Abwehrkräfte unseres Körpers. Sie liefern Energie für physische und geistige Aktivität. Immer mehr Kinder werden heute vollwertig ernährt. Wesentlich ist dabei, dass sie eine Kombination aus Kohlenhydraten und Proteinen bekommen, die eine dauerhafte, den ganzen Tag anhaltende Energieversorgung ihres Körpers gewährleistet. Eine vollwertige Ernährung vermeidet Ermüdung, fördert die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für Ausgeglichenheit. Vor allen Dingen brauchen Kinder Vollkornprodukte, proteinreiche Kost wie Milchprodukte sowie frisches Obst jeden Morgen zum Frühstück.
Vermeiden Sie schnelle verbrennende Nahrung:
Zucker und mit raffinierter Zucker zubereitete Nahrung hat einen bemerkenswert unangenehmen Einfluss auf das Verhalten von Kindern: Viele von ihnen besitzen einfach zu viel Energie nach dem Verzehr solcher Produkte. Sie reagieren gereizt, hyperaktiv oder sogar aggressiv. Bluttests haben bewiesen, dass Zuckerprodukte sehr schnell Energiespitzen freisetzen und danach der Blutzucker unter das notwenige Niveau fällt, während der Körper noch mit den Folgen der Energiespitzen kämpft. So erfahren Kinder ein Absacken der Leistungskurve in der Mitte des Vormittags, können sich nicht mehr konzentrieren, werden müde und lassen sich leicht ablenken.
Vermeiden Sie chemische Zusätze, Farb- und Konservierungsstoffe
Farbstoffe und Zusätze im Essen haben komplexe und sehr individuelle Folgen. Immer mehr Kinder reagieren allergisch - in vielen Kindergärten hängen Essenspläne, die die Kindergärtnerinnen daran erinnern, welches Kind welche Nahrungsmittel nicht zu sich nehmen darf.
Unabhängig davon, wie Ihr Kind auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert sind einige Lebensmittel grundsätzlich problematisch:
Der Farbstoff Tartrazin (= E102, der für das Gelb in vielen Lebensmitteln sorgt) kann starke Hyperaktivitätsanfälle auslösen. Das Gleiche gilt für Phosphate, die in Nahrungsmitteln wie z.B. Würstchen, Hamburgern, Käsescheibletten, Instantsuppen und -soßen zu finden sind. Tartrazin war in Deutschland nur begrenzt für Spirituosen und Liköre zugelassen. Durch die Zusatzstoff-Harmonisierung in der EU ist das Anwendungsgebiet deutlich ausgeweitet worden. (Mehr zu den Zusatzstoffen...)
Das Einfachste ist, den Kindern morgens so viele Kohlenhydrate und Proteine anzubieten, dass sie einfach keinen Hunger mehr auf so genanntes "Fastfood" haben. Seien Sie aber nicht zu pedantisch mit dem gesunden Essen. Zwar haben Kinder auch einen besonderen Geschmack, doch ist Essen oft mehr eine Frage der Stimmung. Gewöhnen Sie Ihre Kinder daher allmählich und behutsam um.



