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Muttertag 2007
Was Mütter sich wirklich wünschen
Autorin: Barbara Schniebel
Während in Vorjahren die „familienfreundlichen Eintrittspreise“ auf der Wunschliste ganz oben standen (dicht gefolgt vom kinderfreundlicheren Verhalten der Mitmenschen und von Eltern-Kind-Parkplätzen) sind die Mütter durch die anhaltenden politischen Diskussionen selbstbewusster geworden. So wundert es auch nicht, dass in diesem Jahr von Krippenplätzen für die ganz Kleinen und von einer verlässlichen Ganztagsbetreuung für die größeren Kinder die Rede ist.
Viele Frauen möchten arbeiten, sei es, um Karriere zu machen,
einen Ausgleich zur Mutterrolle zu haben oder um zum
Familienunterhalt beizutragen.
Doch die berufstätige Mutter wird in Deutschland gern zur
Rabenmutter erklärt: Mangelndes Engagement in Schule und
Kindergarten wird ihr zur Last gelegt und jedes Fehlverhalten
des Kindes auf die Berufstätigkeit der Mutter zurückgeführt.
Ganz gleich welche Entscheidung Mütter also heute treffen, sie
werden kritisiert.
Darum wünschen sie sich zum Muttertag die wirklich freie
Entscheidung, wie sie Ihre Mutterrolle ausfüllen wollen, ganz
ohne Rechtfertigung, ohne schlechtes Gewissen und ohne dass
äußere Umstände sie in ein ungewünschtes Lebenskonzept zwingen.
Sie benötigen dafür Betreuungsplätze, familienfreundliche
Arbeitszeiten und spürbare finanzielle Ausgleiche für
Erziehungszeiten.
Doch was sie sich wirklich am Meisten wünschen, ist die
gesellschaftliche Akzeptanz beider Mutter-Modelle.

