14. Lebenswoche: Entwicklung eines Babys

Baby-Entwicklung: 14 Wochen alt

Dein Baby greift nach der Welt! Ob es noch nach Gegenständen schlägt oder schon aktiv zugreift – Dein Baby zeigt Interesse an Gegenständen und versucht, diese im wahrsten Sinne des Worteszu „erfassen“. Damit erreicht die Interaktion mit Deinem Baby eine neue Dimension, denn jetzt wird nicht mehr nur über Laute, Berührung und Blickkontakt kommuniziert, sondern zusätzlich über Gesten und Gegenstände.

Was mit 14 Lebenswochen wichtig ist

Wenn ein Kind eine Körperwahrnehmung mit seiner optischen Wahrnehmung kombinieren kann, spricht man von „Augen-Hand-Kontrolle“. Diese ist nötig, damit es nach einem Gegenstand gezielt greifen kann. Es hält ihn mit der ganzen Hand fest und ist noch nicht in der Lage, ihn bewusst wieder loszulassen. Schlägt es mit dem Gegenstand z.B. auf den Tisch, geben ihm das Gefühl und das Geräusch des Auftreffens neue Wahrnehmungsreize, die ihm Freude bereitet. Rasseln sind für Dein Kind jetzt ein ideales Spielzeug.

Gegenständen werden in diesem Alter gern in den Mund gesteckt, um sie so zu erkunden. Achte daher auf schadstofffreies Spielzeug und gib ihm keine Gegenstände, die es verschlucken könnte. Alles, was durch die Papprolle von Toilettenpapier passt, ist zu klein, um es dem Baby zu überlassen.

Eine unerwartete Gefahrenquelle stellen Taschentuch-Packungen dar: Sie werden unterwegs gern dem Kind zur Beschäftigung gereicht, wenn gerade nichts anderes zur Verfügung steht. Durch Nuckeln und Speichel kann sich dabei aber die Klebelasche lösen und in Babys Rachen gelangen. Dort ist eine solche Lasche nur schwer wieder herauszubekommen und versperrt im schlimmsten Fall die Luftröhre – Erstickung droht.

Termine

Kurse fürs Babyschwimmen, Pekip und andere Aktivitäten kann man in diesem Alter gut beginnen. Schau Dich alternativ nach Krabbelgruppen um, denen Du Dich anschließen kannst. Wenn Du Dein Baby aktiver fördern möchtest, Dich aber keiner Gruppe anschließen bzw. keinen Kurs besuchen kannst, dann helfen oft auch Bücher weiter.

Herausforderungen

Trägst Du noch Deine Umstandskleidung? Keine Sorge, für die meisten Frauen gilt der alte Spruch: „Das Baby kommt 9 Monate und es geht 9 Monate“, was soviel heißt wie, dass der Körper genauso lange braucht, sich zurückzubilden, wie es gedauert hat, das Baby zu bekommen. Selbst die wenigen Frauen, die beneidenswert schlank aus der Entbindungsklinik gehen, stellen fest, dass das Becken erst nach Monaten wieder die alte Form und Weite hat. Selbst wenn Du nicht (mehr) stillst, ist eine ausreichende Ernährung für die Regeneration Deines Körpers wichtig. Lass Deinem Körper Zeit, und wenn Du die alte Umstandshose beim besten Willen nicht mehr sehen kannst, dann kauf Dir etwas passendes Neues, statt eine Crash-Diät zu starten. Es ist jetzt wirklich nicht die Zeit, sich an Super-Models oder Zeitungscovers zu orientieren.

Was kann ein Baby, wenn es 14 Woche alt ist?

Glucksen, lachen, brabbeln und mit den Lippen Geräusche machen – Babys werden in diesem Alter zunehmend lauter. Manche Babys liegen morgens in ihrem Bettchen und unterhalten sich mit sich selbst. Beine und Arme zappeln dabei fleißig und es ist ein wahres Schauspiel für die Eltern!

Berührungen mit verschiedenen Materialien wird Dein Baby mit einem staunenden Blick quittieren. Konzentriert speichert Dein Baby jede neue Erfahrung in seinem Gehirn ab. Wird es ihm zu viel, wird es dies deutlich machen, indem es den Kopf wegdreht, teilnahmslos starrt oder unruhig wird.

Manche Babys können sich in diesem Alter bereits vom Rücken auf den Bauch drehen. Jedoch ist dies meist nicht das Ergebnis einer korrekten Drehbewegung, sondern das Resultat aus einer Überstreckung des Körpers. Babys, die sich häufig überstrecken (nach hinten durchbiegen), sollte man dem Kinderarzt oder Orthopäden vorstellen. Achte auch einmal darauf, ob Dein Baby eine „bevorzugte Seite“ hat: Dreht es sich immer über die gleiche Seite? Schaut es bevorzugt zu dieser Seite und trinkt auch besser an der Brust, wenn es zu dieser Seite gewandt ist? Liebt es in Rückenlage vielleicht wie ein „C“ gebogen? Falls dies zutrifft, wird der Arzt evtl. ein bisschen Krankengymnastik verordnen, damit Dein Baby sich motorisch weiterhin gut entwickelt.

Erinnerungen bewahren

Halte alle Ereignisse dieser Woche fest, indem Du unsere kostenlosen Vorlagen verwendest – ein schönes Buch entsteht und kann später für Freunde und Verwandte sogar problemlos vervielfältigt und gebunden werden. Der Hallo-Eltern.de Baby-Kalender.

Tipp

In den USA ist es weitgehend üblich, in Deutschland wird es oft noch belächelt: Baby-Zeichensprache.
Tatsächlich ist es hilfreich, mit dem Baby ein paar Zeichen einzuüben, die es ihm ermöglichen, schon vor dem ersten Wort seine Bedürfnisse auszudrücken. Schau Dich nach einem Buch um, wo Du Anregungen findest, wie solche Zeichen aussehen könnten.

Finde ein Handzeichen für „Hunger“, „Durst“, „mehr“, „müde“, „auf den Arm“ evtl. auch „bitte“ und „danke“. Du wirst feststellen, dass Dein Kind in den ersten Lebensjahren deutlich zufriedener ist, wenn es sich auf diese Weise ausdrücken kann. Dein Kind wird deutlich weniger weinen und quengeln als gleichaltrige Kinder, die ohne Zeichenkommunikation nur auf diese Weise ihren Wünschen Ausdruck verleihen können. Dein Kind wird insgesamt weniger frustriert sein und Du ersparst Dir jede Menge „Rätsel raten“. Beginne schon im dritten Lebensmonat damit, die entsprechenden Handlungen mit den Handzeichen zu untermalen, so entsteht auch für Dich eine Routine in dieser Kommunikation. Und entgegen der Vermutung, dass Babys mit Zeichensprache später mit dem Sprechen anfangen, beginnen diese sogar oft sogar früher damit.