Baby-Entwicklung: 22 Wochen alt

Baby-Entwicklung: 22 Wochen alt 

Dein Baby ist bereits ein kleiner Wissenschaftler: Es macht Experimente mit Gegenständen und mit seinen Eltern! Was passiert, wenn ich etwas auf den Boden schmeiße? Wie klingt es und was macht Mama? Macht sie das Gleiche, wenn ich es zum 30sten Mal auf den Boden werfe oder reagiert sie anders? Du befindest Dich inmitten einer Versuchs-Anordnung aber es ist für einen guten Zweck – wirklich!

Was mit 22 Lebenswochen wichtig ist

Zahnen kündigt sich ein bis drei Monate vor dem ersten, blinkenden Zähnchen an. Wenn Dein Baby gerade beim Zahndurchbruch ist, kann es sein, dass es vermehrt auf etwas beißen will. Mütter, die ihr Baby stillen, bekommen das auf schmerzhafte Weise zu spüren. Sollte man deshalb abstillen? Eigentlich ist das nicht nötig, und solange sich abgesehen von den kleinen Hai-Attacken alle dabei wohl fühlen, kann weiter gestillt werden. Aber man sollte einem kleinen Beißer klar machen, dass dies nicht erwünscht ist.

Das erste schmerzhafte „Au“ der Mutter mag vielleicht noch amüsiert haben, aber wenn bei jedem Biss das Stillen unterbrochen wird, lässt auch beim Baby bald der Spaß am Beißen nach. Also bei jedem Zubeißen Deines Babys kurz das Stillen unterbrechen, dazu vielleicht ernst „nein“ sagen und dann nach einer kurzen Pause weiter stillen. Dein Baby lernt schnell, dass es zwischen dem Beißen und der Trinkpause einen Zusammenhang gibt.

Herausforderungen

Babys fordern ihre Eltern stark und wollen viel unterhalten werden. Aber selbst die geduldigsten Eltern brauchen mal eine Pause. Und obwohl alle Eltern für ihr Baby nur das Beste wollen, muss man auch mal Kompromisse eingehen, um das eigene Wohlergehen zu erhalten. Habe daher kein schlechtes Gewissen, wenn Du Dein Baby mal in den Laufstall oder eine Wippe verbannst, um zwischendurch 10 Minuten Pause zu haben, in denen Du einfach NICHTS tust. Selbst ein Baby braucht mal ein wenig ungestörte Zeit und wird diese Auszeiten nach einer intensiveren Spielphase sicher ebenfalls genießen.

 

Was kann ein Baby, wenn es 22 Woche alt ist?

Dein Baby greift nun manchmal mit beiden Händen gleichzeitig. Spiele „Geben und Nehmen“, so übt es das Greifen und Loslassen. Zwing es aber nicht zum Loslassen. Während das Festhalten von Geburt an ein Reflex ist, ist das „Loslassen“ eine bewusste Entscheidung – ein sehr wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Deines Babys.

Und schon wieder liegt der Schnuller auf dem Boden! Dein Baby hat jetzt Spaß daran, etwas fallen zu lassen. Lass es verschiedene Gegenstände auf den Boden werfen – die unterschiedlichen Geräusche beim Auftreffen auf den Boden werden es faszinieren. Außerdem entdeckt es langsam den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung: Ich lasse es fallen (Ursache) und Mama hebt es auf (Wirkung).

 

Auch „Kuckuck“-Spiele sorgen für große Begeisterung. Spiele einige Fingerspiele, mach Quatsch und bring Dein Kind zum Lachen. Unbeschwertes Kinderlachen ist das schönste Geräusch auf der Welt!

Erinnerungen bewahren

Schau Dich ruhig mal ein wenig auf Youtube um, welche Baby-Erlebnisse andere Eltern festgehalten haben. Es gibt einige Videos, bei denen das Baby sich vor Lachen kaum noch halten kann, weil jemand ein Blatt Papier zerreißt. Lass Dich von solchen Ideen zu eigenen Versuchen inspirieren und schau, das Dein Kind begeistert. Halte es mit der Kamera fest!

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Tipp

Um Babys Interesse am Krabbeln zu fördern, kannst Du Dein Baby auf den Bauch legen, und ein interessantes Spielzeug gerade etwas außerhalb seiner Reichweite platzieren. Es wird sich recken und strecken, um daran zu gelangen. Dabei wird es irgendwann vielleicht zunächst versehentlich, bald aber schon absichtlich die Beine am Boden abdrücken, um sich vorwärts zu bewegen. Dies sind erste Übungen zum Robben.

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