3. Lebenswoche: Entwicklung eines Babys

Baby-Entwicklung: 3 Wochen alt 

„Nimm es doch nicht immer hoch, wenn es weint, Du verwöhnst es noch“ – solche und ähnliche Kommentare kannst Du getrost ignorieren. Wenn Dein Baby Dich braucht, sollst Du für es da sein. Dein Instinkt wird Dir helfen, seine Bedürfnisse zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Zudem muss jede Mutter ihren eigenen Stil entwickeln, und sollte sich dabei mehr von ihrem Gefühl als von Kritik durch andere Personen leiten lassen. Wenn Du das Beste für Dein Baby möchtest, dann wirst Du es ihm geben.

Was in der 3. Lebenswochen wichtig ist

Dein Baby kann einige seiner Bedürfnisse gut deutlich machen, indem es weint. Hat es Hunger, ist dieses Bedürfnis schnell erkannt und befriedigt. Ein anderes Bedürfnis Deines Kindes ist weniger leicht zu erkennen: Es braucht Berührung.  Streichle Dein Kind, wann immer sich die Gelegenheit bietet: Beim Wickeln, beim Kuscheln oder nach dem Baden. Streicheln ist Nahrung für die Seele und ist wichtig für eine gesunde, emotionale Entwicklung. Babymassage (z.B. in Kursen) wird von vielen Babys gern angenommen und hilft oft auch bei den gefürchteten Dreimonatskoliken.

 

Hast Du an alle Behördengänge und Formalitäten gedacht? Hier eine kleine Checkliste:

  • Geburt beim Standesamt melden, Namen eintragen lassen (erste Lebenswoche)
  • Kindergeld beantragen
  • Elterngeld beantragen
  • Kind bei der Krankenkasse melden
  • Lohnsteuerklasse ändern bzw. Kind eintragen
  • evtl. Vaterschaft anerkennen, Sorgerecht regeln (unverheiratete Eltern)

Herausforderungen

Wird das Baby satt? Wenn ein Baby viel weint, dann kommt schnell der Verdacht auf, dass es hungrig ist. Gerade stillende Mütter sind dann oft verunsichert. Tatsächlich dauert es ein wenig, bis sich ein guter Milchfluss eingestellt hat und das Baby kräftig genug saugen kann, um nicht vorzeitig zu ermüden. Aber Babys sind auf diese Übergangsphase eingestellt und kommen in der Regel mit einer ausreichenden Fettschicht zur Welt, die den kleinen Körper mit zusätzlicher Energie versorgt.

Wer zusätzlich zum Stillen die Flasche gibt, läuft Gefahr, dass die Produktion der Muttermilch nachlässt. Ein solcher Schritt sollte daher gut überlegt sein. Und oft genug ist es nicht Hunger, der das Baby weinen lässt, sondern Anpassungsprobleme: Diese große, helle, manchmal zu kalte oder zu warme Welt mit den vielen Geräuschen und Eindrücken muss verarbeitet werden. Auch das Erlebnis der Geburt kann noch einige Zeit brauchen, um verarbeitet zu werden – Babys schreien ihren emotionalen Stress heraus und Eltern sollten ihnen dies in einer sicheren Weise (von jemandem gehalten und getröstet) ermöglichen. Mehr Infos dazu findest Du auf den Seiten vom Geburtskanal.

Erinnerungen bewahren

Schläft Dein Baby manchmal an der Brust oder Flasche ein … mit einem seligen Lächeln und einem Milchtropfen am Kinn? Solche Momente solltest Du unbedingt mit einem Foto festhalten, darum lege Dir Deinen Fotoapparat immer in Reichweite und achte darauf, dass er aufgeladen ist.

Klebe ein solches Foto in den Baby-Kalender, es wird Deine Aufzeichnungen lebendiger machen.

Was kann ein Baby, wenn es 3 Woche alt ist?

Der Schreitreflex ist ein weiterer angeborener Reflex, der mit der Zeit verloren geht. Wenn Du Dein Baby aufrecht hältst, so dass seine Füße ganz leicht den Untergrund berühren, dann wird es die Knie anziehen und Schreit-Bewegungen machen, als könnte es schon laufen. Dieser Reflex half Deinem Baby, im Bauch seine Lage zu verändern und z.B. sich in Geburtsposition zu drehen. Wegen der noch fehlenden Kopfkontrolle solltest Du das Testen dieses Reflexes Deinem Kinderarzt überlassen. Er wird ihn bei den Vorsorgeuntersuchungen standardmäßig prüfen. Mit ca. 3 Monaten ist dieser Reflex nicht mehr vorhanden.

Tipp

Stelle einen Föhn auf niedrige Stufe und lass den warmen Luftstrom nach dem Baden über seinen Körper gleiten. Diese Luftmassage wird Deinem Baby vielleicht gefallen. Achte aber immer darauf, dass die Temperatur weder zu warm noch zu kalt ist, und pusten ihm nicht ins Gesicht. Vorsicht auch vor Urin-Fontänen bei kleinen Jungs – sie sollten nicht den Föhn treffen!

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