Baby-Entwicklung: 46 Wochen alt

Baby-Entwicklung: 46 Wochen alt

Dein Baby liebt es, zu spielen und schlägt selbst Aktivitäten vor, an denen es dann eifrig teilnimmt – zumindest so lang seine Aufmerksamkeitsspanne reicht. Außerdem ist es der Meinung, Vieles schon selbst zu können und macht damit einfache Dinge für Dich plötzlich kompliziert. Dies alles sind wichtige Entwicklungsschritte.

©Unsplash/Providence Doucet

Was mit 46 Lebenswochen wichtig ist

Matschen macht Spaß und fördert die Wahrnehmung! Im Sommer kann Dein Kind die Sandkiste erforschen und bei schlechtem Wetter kann es mit selbst hergestellter Baby-Knetmasse ungiftig kneten, drücken und matschen. Weitere wichtige Sinneseindrücke erhält es, wenn Du ihm eine „Wackelstrecke“ baust: Lege Kissen unter einen Teppich und lasse es dann über diese Buckelpiste krabbeln. Unebenes Gelände ist für Kinder wichtig, um z.B. die Balance üben.

 

Termine

Wieder einmal hast Du einen Wachstumsschub erreicht. Dein Kind wird quengelig und unzufrieden. Seifenblasen können es zum Staunen bringen und in Quengel-Situationen die Stimmung retten. Was in dieser Zeit sonst noch zu erwarten ist, liest du hier.

Herausforderungen

Werden Mahlzeiten nun schwierig? Dein Baby will vielleicht den Löffel beim Füttern selbst halten, aber Du machst Dir Sorgen um Kleidung, Böden, Möbel und vor allen Dingen darum, dass Dein Baby nicht satt wird. Nun, der Trend geht zum „Zweitlöffel“. Einen für Baby, einen für Dich. Dein Baby darf und soll üben, mit Werkzeugen wie einem Löffel umzugehen und darum solltest Du ihm erlauben, es selbst zu versuchen. Allerdings wird noch sehr viel Zeit vergehen, bis es richtig selbst essen kann. Bis dahin sind Sorgen um die Einrichtung und das Wohngefühl durchaus berechtigt.

Am Besten legst Du unter Babys Essplatz eine Unterlage (Wachstischdecken unter dem Hochstuhl haben sich bewährt) und anstelle eines Lätzchens könnte eine Stoffwindel oder ein übergroßes T-Shirt die Kleidung schützen. Dir hilft vielleicht ein „Fütter-Shirt“, dass Du nur zu diesem Anlass überziehst oder eine Küchenschürze. Während Baby also mit dem Brei herum pampt, kannst Du Löffel für Löffel in sein kleines Mündchen schieben und somit sicherstellen, dass es satt wird.

Was kann ein Baby, wenn es 46 Woche alt ist?

Dein Baby kann nun vielleicht schon fünf verschiedene Wörter sagen – auch wenn Du vielleicht die Einzige bist, die sie versteht. Höre gut zu und vermeide „Baby- oder Comic-Sprache“ sondern nenne die Dinge bei ihrem richtigen Namen. Also nicht „Wir machen jetzt brum-brum“, sondern „Wir fahren jetzt mit dem Auto“.

Beim Spielen macht Dein Baby jetzt schon besser mit. Es spielt vielleicht aktiv „Kuckuck“ mit Dir, indem es sein Gesicht hinter den Händen verbirgt und dann plötzlich zeigt. Es fordert vielleicht auch Spiele ein und möchte Hoppe-Reiter spielen – ein Zeichen, dass es bereits eigene Konzepte zum Spielen und zur Beschäftigung entwickelt. Es wartet nicht mehr darauf, dass jemand anderes die Initiative ergreift, sondern schlägt selbst etwas vor.

 

Erinnerungen bewahren

Nimm Babys „Kuckuck“-Spiel mit der Kamera auf – es wird Euch alle später zum Lachen bringen und Erinnerungen an diese Zeit zurück bringen. Schreibe außerdem auf, welches die ersten Worte Deines Babys sind und was sie bedeuten.

Tipp

Es sind noch locker 5 Jahre, bis Dein Baby in die Schule kommt aber seine Bildung beginnt bereits jetzt. Das Konzept des Zählens kann man gar nicht früh genug beginnen, also zähle doch beim Aufräumen die Spielsachen, die in die Kiste fliegen und beim Füttern die jeden Löffel usw. Dein Baby muss noch nicht verstehen was diese Zahlen bedeuten aber je früher es daran heran geführt wird, desto schneller wird es das Konzept von Mengen und Zahlen verstehen und im Gehirn die nötigen Denkstrukturen anlegen.

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