Mit Baby am Strand

Mit Baby am Strand

Sandpaniertes Baby gefällig? Wenn die Schulferien vorbei sind, hat in den Feriendomizilen die Stunde der Babys geschlagen: günstiger Urlaub in der Nachsaison an den schönsten Stränden Deutschlands und Europas. Doch ein Tag am Strand ist dann doch irgendwie komplizierter als ein Nachmittag in der Sandkiste. Mit ein paar kleinen Kniffen wird der maritime Aufenthalt zum vollen Erfolg für Eltern und Baby.

Igitt – Sand!

Man sollte meinen, das Babys sich im Sand wohlfühlen und begeistert anfangen darin zu graben und zu wühlen. Eltern stellen sich vor, dass ihre Kleinen sich eifrig mit Schäufelchen, Förmchen und Eimer beschäftigen. Doch viele Babys sind erst einmal nur erschrocken über so wenig Halt unter ihrem Körper: „Mama, wie soll man denn da drauf krabbeln?“ scheinen sie zu denken.

Andere Babys spielen interessiert mit den vielen kleinen Körnchen, lassen sie durch die Finger gleiten und kosten dann auch schon eine Handvoll davon. In südlichen Gegenden wird der heiße Sand oft auch zum Problem für den Bewegungsdrang der Kleinen: Kaum rollen oder rutschen sie vom Handtuch, brennt der heiße Untergrund auf der Haut.

Aber keine Sorge, für all das gibt es eine einfache Lösung:Man nehme einfach ein günstiges kleines Planschbecken mit an den Strand! Es begrenzt den Bewegungsraum und lässt sich wahlweise mit etwas Wasser, Sand oder auch einem Matschgemisch aus beidem füllen. Ältere Geschwisterkinder sind hier beim Füllen meist gern behilflich. So hat man ganz unkompliziert einen Plansch-Sandkasten-Laufstall! Ein Sonnenschirm neben dem Planschbecken in den Sand gesteckt sorgt für ausreichend Schatten, schützt vor heißem Untergrund und natürlich vor schädlichen Sonnenstrahlen.

Der Buggy steckt fest

Eigentlich wolltest Du schon immer eine Abenteuer-Tour durch die Wüste machen? Dann vergeht Dir vielleicht ein bisschen die Lust darauf, wenn Du mit dem Buggy im Sand feststeckst. Es ist in den meisten Fällen fast unmöglich, mit diesem Fahrzeug durch losen Sand zu manövrieren. Selbst mit großen Luftreifen geht es nicht viel einfacher. Da hilft oft nur eine Rückentrage für den Kindertransport und eine große Strandtasche für den ganzen Krempel, der mit muss. Hier haben sich übrigens die riesigen blauen Taschen bewährt, die man z. B. beim schwedischen Möbelhaus kaufen kann.

Bitte Lächeln

Die schönsten Babyfotos macht man oft am Strand. Das liegt daran, dass das Licht durch die Reflektion des Wassers so wunderbar gestreut wird und somit aus verschiedenen Richtungen das Gesicht erstrahlen lässt. Allerdings ist hier das frühe Morgenlicht oder das späte Abendlicht besser als die hochstehende Mittagssonne.

Tolle Motive: hübsche Sonnenhüte, bunte Kleider mit dem einfarbigen Sand oder dem Meer als Hintergrund, das schlafende Baby auf einem bunten Strandtuch. Damit der Fotoapparat nicht versandet, hilft für die Aufbewahrung oft eine ZipLoc-Tüte, die wie mit einem Reißverschluss geschlossen werden kann.

Das große, weite Meer

Hilfe – so viel Wasser, viel mehr als in der Babybadewanne oder als beim Babyschwimmen! Da kann einem kleinen Menschlein schon etwas mulmig werden, besonders wenn sich ständig kleine Wellen vor und zurückbewegen. Babys und kleine Kinder brauchen noch einen festen optischen Bezugspunkt für ihr Gleichgewicht. Beim Schaukeln z. B. schauen sie auf einen unbewegten Punkt, um sich zu orientieren und sicher zu fühlen. Das Meer, welches stets in Bewegung ist, sorgt da für verständliches Unbehagen. Versuche, Dein Baby ganz dicht am Wasser auf den feuchten, festen Sand zu setzen oder zu stellen. Nun lass die Wellen ab und zu bis zu Deinem Baby schwappen – viele Babys finden das lustig. Wenn es Deinem Baby nicht gefällt: Bitte nichts erzwingen!

Mit dem Baby auf dem Arm ins Wasser zu gehen ist auch eine Lösung. Dein Baby empfindet Dich als Sicherheit – aber unterschätze nicht Strömungen und Unterströmungen. Achte darauf, dass der Badegang an einer sicheren Stelle erfolgt, die Du kurz zuvor ohne Baby getestet hast. Bedenke auch, dass sich Strömungen von einem Tag zum andern ändern und dass es erforderlich ist, immer wieder zu testen, wie das Wasser gerade fließt. Zusätzliche Sicherheit geben auch Schwimmflügel für Dein Baby. Schwimmreifen und ähnliches Wasserspielzeug ist oft erst bei älteren Kindern sinnvoll.

Viel zu heiß!

Wenn das Planschbecken nicht parat ist oder die Hitze einfach zu groß, kann man einfach ein großes Handtuch nehmen und dieses nass machen. Jetzt das nasse Handtuch im Schatten ausbreiten und das Baby darauf absetzen: erfrischend! Ein Sonnenschirm und ein Sonnenhut sind für Babys ein absolutes Muss: Das meist spärliche Haar bietet viel Angriffsfläche für einen Sonnenbrand, und einen Sonnenstich beim Baby möchtest Du sicher auch nicht erleben. Außerdem hat die Haut von Babys (übrigens bis nach dem 3. Lebensjahr) keinerlei Eigenschutz gegen Sonnenstrahlen. Selbst die beste Sonnencreme kann das nicht den ganzen Tag bewältigen.

Wichtig ist es auch, auf die Signale des Babys zu achten. Gehe zurück in einen klimatisierten Bereich, wenn Du merkst, dass Dein Kind von der Sonne erschöpft ist – auch wenn Deine Rückseite noch nicht perfekt gebräunt ist! Und gib ihm ausreichend zu trinken! Lass Dein Baby wirklich niemals bei Wärme dursten.