Baby beruhigen: 6 Methoden, wie du dein Baby trösten kannst

So kannst du dein Baby beruhigen

Dein Baby will einfach nicht aufhören zu weinen? Hier sind 6 Methoden, die dir und deinem Baby in dieser Situation helfen können. Beginne mit den „spürbaren“ Beruhigungstechniken – und verwende jeweils nur eine Methode

Beruhigungstechniken für dein Baby:

Beruhigen durch Schaukeln

Beim Schaukeln legst du dem Baby eine Hand auf die Schulter und eine Hand auf die Hüfte. Schaukle seinen Körper nun sanft in seinem Bettchen vor und zurück. Schaukle es nicht zu schnell oder zu abgehackt, sprich möglichst wenig. Leises wiederholen von „Formeln“ wie „ein-schla-fen“ kann dir dabei helfen, dich zu entspannen. Hast du eine Beruhigungstechnik länger als 5 Minuten angewandt und dein Baby schreit und weint noch immer, gehe zu einer anderen Beruhigungstechnik über.

Muss man Baby auch mal schreien lassen?

Beruhigen durch klapsen bzw. klopfen

Lege mit sanftem, aber sicherem Griff eine Hand auf die Schulter des Babys. Klopfe mit der hohlen anderen Hand sacht und langsam auf den Po oder Oberschenkel, um es sanft zu beruhigen: Mache die Hand hohl, indem du die Finger eng zusammen legst und krümmst, als wolltest du Wasser aus einem Eimer schöpfen; dadurch klapst du kontrolliert und nicht zu fest. Das Klapsen sollte so rhythmisch wie möglich erfolgen; vielleicht hilft es dir, wenn du dabei zählst, dabei dir im Geiste oder deinem Kind ein Lied vorsingst.

Du kannst auch mit beiden Händen klapsen: Mit einer Hand auf Po oder Oberschenkel mit der anderen an der Schulter. Klapse langsamer, wenn dein Kind beginnt, sich zu beruhigen und zu entspannen. Liegt es ruhig, kannst du die Hände einige Sekunden ruhen lassen, ehe du dich vom Körper des Kindes löst. Gehe aus dem Raum, wenn das Baby ruhig und still, aber noch nicht eingeschlafen ist. Dies gehört zum Prozess, durch den dein Kind lernt, allein einzuschlafen.

Streicheln beruhigt Babys

Streichle den Bauch deines Kindes, seinen Kopf oder seine Stirn. Die Bewegung sollte auf jeden Fall gleichmäßig und in einem ruhigen Rhythmus erfolgen. Wenn dein Kind eher eine kräftige Berührung mag, lege ruhig ein klein wenig Druck in die Bewegung, so dass es sich dabei selbst spüren kann. Du kannst auch den Rücken streicheln, wenn du dein Kind in Seitenlage bringst. Lege dein Baby aber vor Verlassen des Raumes wieder in Rückenlage.

Hand auflegen kann dein Baby beruhigen

Vielen Babys genügt es auch, wenn du deine Hände sanft auf Schulter und Po legst (Seitenlage des Kindes) und dort mit sanftem Druck ruhen lässt. Lege dein Baby aber vor Verlassen des Raumes wieder in Rückenlage.

Singen oder Musik spielen

Manche Babys können sich ohne Beruhigung besser entspannen und genießen lieber den Klang der Stimme von Mutter oder Vater. Leises Vorsingen, ein Gedicht oder leise Musik sind ebenfalls geeignet, eine Schlafbotschaft zu vermitteln und zur Ruhe zu kommen.

Beruhigungstechniken anwenden

Verlasse den Raum, sobald dein Baby verstummt und sich entspannt – ebenso wenn es nach Ablauf von zehn Minuten weiterhin schreit.

  • Bleibe zwei Minuten draußen

Schreit dein Baby nach wie vor, gehe nach den zwei Minuten wieder hinein und versuchen, es mit einer Beruhigungstechnik zu beschwichtigen. Verlassen den Raum, sobald es verstummt und sich entspannt – ebenso wenn es nach Ablauf von zehn Minuten weiterhin schreit.

  • Bleibe zwei bis vier Minuten draußen

Schreit dein Baby nach wie vor, gehe nach den zwei Minuten wieder hinein und versuche es, mit einer Beruhigungstechnik zu beschwichtigen. Verlasse den Raum, sobald es verstummt und sich entspannt – ebenso wenn es nach Ablauf von zehn Minuten weiterhin schreit.

  • Bleibe vier bis sechs Minuten draußen

Gehe weiter wie beschrieben vor.

Tipp: Wenn dir bei der Verlängerung der Zeit die du außerhalb des Zimmers verbringst, nicht wohl ist, dann bleibe nur jeweils maximal 2 bis 4 Minuten draußen. Zwar dauert die Umgewöhnung dann vielleicht etwas länger aber wichtig ist, dass sich alle Beteiligten dabei wohl fühlen.

Weint und schreit dein Baby weiterhin, gehe zum Beruhigen hinein, verlasse den Raum, wenn es sich beruhigt hat oder wenn zehn Minuten vergangen sind und warte erneut die jeweilige Zeitspanne, bevor du wieder hinein gehst. Richtet sich dein Baby auf, lege es behutsam wieder hin, decken es zu und lege behutsam die Hände auf Schulter und Hüfte. Wichtig: Bleibe selbst ruhig und entspannt! Wenn es dich nicht überfordert, kannst du diese Methode bis zu maximal einer Stunde anwenden. Führe sie aber nur so lange durch, wie es dir ohne Unbehagen möglich ist. Hat sich dein Baby nach einer Stunde nicht beruhigt, solltest du dir und ihm eine Pause gönnen. Nimm es auf, gib ihm etwas Wasser zu trinken, schmuse mit ihm und lassen es spielen. Achte auf seine Müdigkeitszeichen und unternimm – wenn ihr beide bereit sind – einen neuen Versuch.

Tipp: Der Ablauf der Ruhephase und der Schlafvorbereitung sollte sich täglich wiederholen. Ein solches Ritual bietet dem Kind Sicherheit und Orientierung im Tagesablauf. Das Ritual kann ein beruhigendes Bad, eine Massage, das Anziehen seines Pyjamas, abspielen einer Spieluhr oder andere Elemente enthalten. Es sollte nicht zu kompliziert und auch nicht zu umfangreich, die Reihenfolge außerdem stets die gleiche sein. Wenn dein Kind im Bettchen liegt, wird es vielleicht anfangen zu weinen. Verwende dann Beruhigungstechniken, möglichst ohne das Kind aus dem Bett zu nehmen.

Wichtig ist, dass du eine Technik findest, die deinem Baby behagt und die du immer zum Einschlafen anwenden kannst, so dass dadurch eine Schlafbotschaft „Es ist jetzt Zeit zum Schlafen“ vermittelt wird. Wichtig ist: Lasse dein Baby allein, so lange es noch wach ist, jedoch nicht wenn es dabei weint! So lernt es, ohne fremde Hilfe einzuschlafen und findet beim Aufwachen die gleichen Bedingungen vor wie beim Einschlafen.

Das Baby beruhigt sich nicht

Hast du eine Beruhigungstechnik länger als 5 Minuten angewandt und dein Baby schreit und weint noch immer, gehe zu einer anderen Beruhigungstechnik über. Jammert dein Kind weiter und reagiert nicht positiv, nachdem du ungefähr 15 bis 20 Minuten lang zwei bis drei Beruhigungstechniken ausprobiert hast, solltest du dir und deinem Baby eine Pause gönnen: Schmuse mit ihm, füttere es nötigenfalls und spielt geruhsam ein Weilchen auf dem Fußboden. Versuche dann noch einmal, es zur Ruhe zu bringen, sobald seine typischen „Müdigkeitszeichen“ auftreten. Schläft dein Kind ein, um nach weniger als einer Stunde erneut zu weinen, versuche erneut die beschriebenen Techniken anzuwenden.