Baby-Cuddling: So funktioniert der Kuschel-Service in der Klinik

Baby-Cuddling: Der Kuschel-Service in der Klinik

Manchmal müssen Babys nach der Entbindung aus verschiedenen Gründen noch eine Weile im Krankenhaus bleiben. Um in dieser Zeit regelmäßig Zuwendung und Fürsorge zu bekommen, gibt es das sogenannte Baby-Cuddling.

©Pexel/Oles Kanebckuu

Der Ursprung des Baby-Cuddling

Die Idee für das Baby-Cuddling (zu Deutsch: Baby-Schmusen) stammt aus den USA. Hier gab es bereits in den 1980er Jahren ehrenamtliche Babypaten, die den Neugeborenen körperliche Nähe geben, wenn sie zu früh zur Welt kommen oder aber auch, wenn die Mutter drogenabhängig ist und einen Entzug macht.

Die Geborgenheit, die die Babys durch den Kuschel-Paten erfahren, bewahrt sie nicht nur davor, in der Zeit, in der sie von ihrer Mutter getrennt sind, zu vereinsamen. Sie hilft den Kleinen zudem bei der eigenen Bewältigung von Entzugssymptomen, welche sie durch die Aufnahme der Drogen im Mutterleib nach der Geburt zeigen.

Kuschel-Service für Babys in Deutschland

Muss das Baby in Deutschland noch einige Tage und Wochen auf der Geburtsstation bleiben und die Eltern können nicht 24-7 für das Kleine da sein (die Mutter ist selber krank, der Wohnort liegt weit entfernt vom Krankenhaus, etc.), dann können sie auch hierzulande den Kuschel-Service im Krankenhaus in Anspruch nehmen. Bei den ehrenamtlichen Paten handelt es sich oftmals um ältere Damen. Sie haben meist mehr Zeit und die nötige Erfahrung, mit der sie dem Neugeborenen Wärme und Zuneigung vermitteln können. Zudem schwächt das Baby-Cuddling die vielen, äußeren Reize ab, denen das Neugeborene ausgesetzt ist.

Die Eltern entscheiden selbst, wer in der Zeit ihr Baby betreut und mit ihm kuschelt. Sie können zudem spezielle Wünsche im Umgang mit ihrem Kleinen äußern. Die Paten bekommen von dem Klinikpersonal eine sorgfältige Einweisung in die Hygiene-Vorschriften sowie in den Datenschutz und die Aufenthaltsregeln der Klinik.

Entwöhnt sich das Baby dadurch nicht von den Eltern?

Die Sorge ist durchaus nachvollziehbar, aber unbegründet. Zum einen hat das Baby die Stimme seiner Eltern in den neun Monaten Schwangerschaft rund um die Uhr um sich gehabt und sie so verinnerlicht. Zum anderen sind Babys auch durchaus in der Lage, sich auf mehrere Bezugspersonen einzustellen, ohne dabei mit den eigentlichen Eltern plötzlich zu fremdeln.

Zudem besuchen die Eltern ihr Baby natürlich trotz Baby-Cuddling-Pate während der Zeit, die es noch im Krankenhaus bleiben muss und so verliert es Mama und Papa niemals aus den Augen und Ohren.