Die Zubereitung des Breis

Babynahrung zubereiten – So geht’s richtig

Wir verraten dir, auf das du bei der Zubereitung von Babynahrung achten solltest.

©Unsplash/Kelly Sikkema

Grundsätzliches zur Zubereitung von Babybrei Rezepten

  • In wenig Wasser, besser noch in wenig Dampf dünsten
  • Keine Zusätze von Salz, Kräutern oder Gewürzen
  • Fett für die Anregung der Lipaseproduktion und die Aufnahme von Vitaminen zugeben, auf 200 g Nahrung gibt man 1/2 Tel Fett. Es können abwechselnd hochwertiges Keimöl (hochwertige Keimöle! nicht kalt gepresst – es sei denn es ist Bio-Öl) und Butter verwendet werden.
  • Alles unbedingt sehr fein pürieren (Stabpürierer verwenden, kein „Häcksler“ von der Küchenmaschine oder Kartoffelpresse!)
  • Reste nicht erneut aufwärmen und füttern
  • Keine Mikrowelle zur Zubereitung oder zum Aufwärmen verwenden. Durch die Erwärmung in der Mikrowelle werden die Eiweiße verändert und fördern somit Allergien.
  • Gefrorene Beikost-Vorräte über Nacht im Kühlschrank tauen lassen und im Wasserbad oder Topf sanft erwärmen – nicht kochen!

Beikost: ab wann?

Der zweite Brei

Der zweite Brei, der in den Tagesablauf integriert wird, ist ein Obstbrei, der am Vor- oder Nachmittag als Zwischenmahlzeit gegeben wird. Er kann 4 Wochen nach Einführung des Gemüsebreis und dabei frühestens mit Beginn des 6. Monats auf den Speiseplan aufgenommen werden. Verwendet wird Saisonobst in allergiearmen Sorten:

Banane, Pfirsich, Avocado, Apfel, Birne, Kirschen, Honigmelone

Auch hier gilt wieder: 1 Obst über vier Wochen geben, bevor das nächste verwendet wird. Babys reagieren unterschiedlich empfindlich auf die verschiedenen Obstsorten, auch Wundsein gilt als Überforderung des Darms, in diesem Fall also das verursachende Obst weglassen.

Für die Zubereitung das Obst in wenig Wasser dünsten und dann fein pürieren. Das Kochwasser sollte (auch beim Gemüsebrei) immer mit verwendet werden, es enthält wertvolle Vitamine. Bei Kindern ab dem 7. Monat kann das Obst auch roh zerkleinert bzw. püriert werden.

Brauchen Kinder Abwechslung?

Nein. Kinder brauchen weder Stratiatella-Brei noch Sommerbrei oder ähnliche Nahrungsmittel. Diese Produkte richten sich eher an die Geschmacksnerven der Eltern, haben in der Ernährung der Kind jedoch nichts zu suchen. Je einfacher ein Nahrungsmittel zubereitet ist und je weniger Vielfalt es enthält, desto gesünder ist es für das Kind. Die Vielfalt an Inhaltsstoffen, Geschmacksstoffen und sonstigen Zutaten macht die Kinder eher krank weil der Darm überfordert wird, siehe „Nahrungsaufbau und Allergie“.

Außerdem ist es wichtig, dass Kinder ihre Nahrung kennen lernen, wissen, wie ein Obst oder Gemüse aussieht, schmeckt und heißt. Diese Kinder werden später auch gern Gemüse und Obst essen.

Wie kann ich sicher sein, dass mein Kind alle benötigten Nährstoffe erhält?

Durch Stillmahlzeiten ist die Versorgung des Kindes mit Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen gewährleistet. Nach dem vollendeten 6.Lebensmonat nimmt der Bedarf an Eisen, Zink, B-Vitaminen und Mineralstoffen zu. Der Säugling hat jedoch noch Reserven, auf die er zurückgreifen kann. Erst dann (7.-10.Monat) sollte mit Fleisch (oder alternativ mit Hirse) begonnen werden. Zunächst reicht es aus, 2 x je Woche 16-20 g (Eiswürfelgröße) Fleisch zu geben.