Wie Babys sich drehen lernen - Übungen

Wie Babys sich drehen lernen

Bewegungsübungen helfen Babys und Kindern, Sinnesreize zu verarbeiten. Je öfter man motorische Übungen durchführt, desto automatischer wird das Baby darauf reagieren. Vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück – bei den meisten Babys passiert das irgendwann per Zufall, z.B. wenn sie ein Spielzeug erreichen wollen. Mit diesen Übungen kannst Du das Drehen des Babys vorbereiten und fördern.

Baby liegt in seinem Bettchen und lächelt
©Twenty20/Darby S

Das Drehen auf die andere Körperseite ist der erste Schritt in Richtung eigenständige Fortbewegung. Der Zeitpunkt variiert jedoch von Kind zu Kind gewaltig. Was manche schon mit 3 Monaten schaffen, gelingt anderen erst mit einem halben Lebensjahr. Ehrgeiz von Eltern ist da nicht angebracht aber diese Bewegungsübungen helfen und bereiten das Kind vor.

 

Diese Übungen sind für gesunde* Kinder zwischen 2 und 6 Monaten geeignet.

Rollen

Unterstütze das Rollen des Kindes mit Rollübungen, bei denen es vor und zurück gedreht wird. Eine Matratze auf dem Boden, die an einer Seite etwas erhöht liegt (z.B. einige Kissen darunter legen) bietet eine prima schräge Ebene. Arme und Rumpf in eine Decke eingewickelt, kann das Baby vorsichtig die Matratze hinab rollen. Natürlich ist es wichtig dass die Eltern hierbei für ausreichend Sicherheit sorgen. Rolle es auch bergauf wieder zurück. Den meisten Babys gefällt das.

 

Übungen für die Beine

Strecke und beuge die Füße und aktiviere die Reflexe: Leichter Druck auf die Ferse erzeugt reflexartiges Spreizen der Zehen, Druck auf die Fußsohle bewirkt das Einrollen der Zehen. Beuge und strecke auch die Beine des Babys und drehe es dabei in der Hüfte als würde es sich auf die andere Seite rollen.

Nacken und Rücken stärken

Lege Dein Baby auf den Rücken und halte mit einer Hand seine beiden kleinen Hände. Ziehe seinen Oberkörper langsam an den Armen hoch, so dass Kopf und Rücken sich von der Unterlage abheben. Diese Übung stärkt die Muskulatur von Nacken, Rücken, Schultern sowie Ellenbogen. Sei aber vorbereitet dass der Kopf nach hinten kippt – halte sicherheitshalber immer die zweite Hand dicht unter den Kopf um diesen sofort aufzufangen.

 

Aufgepasst!

Das erste eigenständige Drehen und Rollen eines Babys kommt meistens unerwartet. Denke immer daran und lass es nie ungeschützt und unbeobachtet auf Sofa, Wickeltisch etc. liegen! Der Kopf eines Babys ist am Schwersten und wird bei einem Sturz meist zuerst aufkommen!

* Bitte frage Deinen Kinderarzt ob Gründe dagegen sprechen diese Übungen mit Deinem Kind durchzuführen.

Quelle: „Active Baby, Healthy Brain“ von Margot Sassé.Die Veröffentlichung von Bildern und Texten erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags „Exisle“ in Australien.

Weitere Themen