Wenn Omas Ratschläge nerven: So gehst du als Neu-Mama damit um

Großeltern: Der große Guide für Omas und Opas

Dein Baby ist nun endlich auf der Welt und die ganze Familie ist voller Freude. Oma und Opa können es kaum erwartet, ihre neue Rolle als Großeltern einzunehmen. Leider bringt die Geburt eines Babys aber oft auch Generations-Konflikte mit sich. Und gerade in der Hormonumstellung nach der Schwangerschaft sind frische Mütter sehr empfindlich. Leicht kommt es dann zu Konflikten. Beuge dem vor, indem Du Deine Erwartungen an Eltern und Schwiegereltern deutlich machst und Dich gelegentlich in ihre Situation versetzt.

Mutter und Vater halten ihr Baby am Strand in den Armen
©Unsplash/Jay Dantinne

Omas Tipps nerven

Mütter-Mütter und Schwiegermütter werden beim Anblick von Babys wehmütig an ihre eigene Zeit als Mutter erinnert. Natürlich war damals fast alles anders. Sie möchten nun aber unterstützen und stehen Dir plötzlich und ungebeten mit Rat und Tat zur Seite. „Du kannst es ruhig mal schreien lassen, sonst verwöhnst Du es …“ werden sie vielleicht sagen oder „Vielleicht reicht deine Milch nicht, sie sieht so wässrig aus?“.

Welchen Satz kannst du nicht mehr hören?

Omas meinen es nicht böse und wiederholen nur, was sie selbst einmal gelernt haben. Als frische Mutter könntest Du jedoch an die Decke gehen, wenn sich jemand in Deine Baby-Angelegenheiten einmischt. Du fühlst Dich vielleicht kritisiert und in Deiner Mütterlichkeit in Frage gestellt. Dies ist verständlich, denn die Rolle als Mutter ist für Dich ganz neu und Du fühlst Dich darin noch nicht ganz sicher. Du weißt zwar, dass Du es richtig machst, dennoch verunsichern Dich solche Anmerkungen. Die Hormonumstellung und unruhige Nächte sorgen zusätzlich dafür, dass Du gerade kein so dickes Fell hast.

 

Um jetzt einen Streit zu vermeiden, ist Folgendes zu empfehlen: Bedanke Dich für den Rat. Sage freundlich aber bestimmt: „Dass hat sich in den letzten Jahren geändert.“ Erkläre, dass viel über Babys Bedürfnisse geforscht wurde und die Hebamme Dir alle wichtigen und aktuellen Informationen gegeben hat. An diese Empfehlungen willst Du Dich nun halten und weitere Fragen in der Nachsorge mit der Hebamme besprechen. Wenn Du aber trotzdem mal Rat brauchst, wirst Du gern auf ihr Angebot zurück kommen.

Wichtig in dieser Situation: Verletze nicht die Gefühle Deines Gegenübers in Bezug auf ihrer frühere Rolle als Mutter. Vermittle ihr nicht, sie habe früher alles falsch gemacht. Sie wünscht sich bestimmt, zu hören, dass sie damals eine gute Mutter war. Respektiere ihre Leistung und denke daran: Auch Du wirst vielleicht einmal Großmutter und wünscht Dir dann das Gleiche.

Und vergiss Eines nicht: Großeltern haben einen sehr praktischen Nutzen. Sie sind die besten Babysitter! Rechtzeitig angelernt und mit Respekt behandelt, werden sie Dir und Deinem Partner bald eine kleines bisschen Freiheit und Zweisamkeit ermöglichen. Alles was sie für diesen Dienst verlangen werden, ist ein ehrlich gemeintes „Dankeschön“.