Hexenmilch: Wenn neugeborene Babys Milch produzieren

Hexenmilch: Wenn Babys Milch produzieren

Kein Grund zur Sorge: Einige Babys produzieren tatsächlich selbst Milch, sogenannte Hexenmilch. Was hinter dem Phänomen steckt, erfährst du hier.

Baby schreit nach der Geburt
©Pixabay

Wenn Frauen schwanger werden, beginnt der gesamte Körper, sich zu verändern. Grund dafür ist der erhöhte Hormonspiegel. Er bewirkt unter anderem, dass die Haut anfängt zu glänzen oder die Brüste wachsen und Milch produzieren. Dieser Hormoncocktail kann sich sogar auf das neugeborene Kind übertragen und für ein besonders kurioses Phänomen sorgen: die Hexenmilch.

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Was ist Hexenmilch?

Hexenmilch ist prinzipiell nichts Schlimmes, versetzt manchen frischen Eltern jedoch einen gehörigen Schrecken. So kann es sein, dass die Brustdrüsen sowohl von Mädchen als auch von Jungen kurz nach der Geburt anschwellen. Bei manchen Kindern passiert es dann, dass zusätzlich zu dem gewachsenen kleinen Busen, Milch aus den Brustwarzen tritt. Grund dafür sind die gebildeten Hormone Prolaktin und Östrogen, die unter Umständen über den Versorgungskanal in den Organismus des ungeborenen Babys gelangen können.

Was kann ich bei Hexenmilch tun?

Für gewöhnlich reguliert sich der Hormonspiegel des Babys nach der Geburt von selbst, sodass die Brustdrüsen wieder abschwellen und auch die Produktion der Hexenmilch eingestellt wird. Du solltest in jedem Fall davon absehen, die Milch aus den Brustwarzen herauszudrücken, da das deinem Baby nicht nur Schmerzen bereitet, sondern auch Infektionen hervorrufen kann!

Behalte das Phänomen aber im Blick und lass auch die Nachsorgehebamme immer mal wieder nachschauen. Denn unter Umständen kann es vereinzelt dazu kommen, dass sich aus den angeschwollenen Brustdrüsen eine Mastitis, also eine Brustentzündung, entwickeln kann. Liegt eine Mastitis vor, solltest du diese auf jeden Fall von einem Kinderarzt behandeln lassen.