Warum dein Kind wie dein Ex aussehen könnte

Warum dein Kind wie dein Ex aussehen könnte

Huch, dein Baby sieht ja aus wie dein Ex – und das obwohl er gar nicht der Vater ist! Warum dieser Satz gar nicht so abwegig ist, verraten wir dir hier.

Ein vater trägt sein Kind auf den Schultern
©Pixabay

Stell dir vor, dein Kind hat die gleiche Nase und die gleichen Augen wie dein Ex. Obwohl er gar nicht der Vater ist. Wieso er dennoch Einfluss auf das Aussehen deines Babys mit einem neuen Partner haben könnte, fanden australische Forscher heraus.

Die Sache mit den Genen

Ein Forscherteam der University of South Wales veröffentlichte zu diesem Thema eine Studie in dem Fachmagazin „Ecology Letters“. Sie untersuchten den genetischen Einfluss des Ex-Partners anhand von Fruchtfliegen. Das Ergebnis: Ehemalige Sexualpartner können die Körpergröße des Kindes mit einem späteren Partner beeinflussen.

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Wie kann das sein?

Vereinfacht gesagt: Die ehemaligen Sexpartner hinterlassen genetisches Material in der Gebärmutter. Dieses vermischt sich dann mit dem Genmaterial des neuen Partners. Diese Vererbungstheorie wird übrigens Telegonie genannt, geht auf Aristoteles zurück und galt eigentlich schon längst als verworfen.

Fruchtfliege = Mensch?

Doch funktioniert das auch bei uns Menschen – oder nur bei den Fliegen? In einem Interview mit Spiegel Online sagte die australische Forscherin Angela J. Crean: „Das Potential für Telegonie existiert in jeder Art, die sich mehrfach verpaart. Aber bisher haben wir es nur für diese Art nachgewiesen.“ Also, keine Panik! Dein Baby wird kein Mini-Me deines Ex-Freundes werden.