Lotus-Geburt: Ist sie so schön, wie der Name vermuten lässt?

Lotus-Geburt: Ist sie so schön, wie der Name vermuten lässt?

Seit einiger Zeit kursiert ein neuer Trend in den Geburtshäusern und -kliniken dieser Welt: die sogenannte Lotus-Geburt. Was dahinter steckt erfährst du hier. Ob es auch etwas für dich wäre? Entscheide selbst!

Lotusblume auf dem Wasser
©Ahmed Saffu via Unsplash

Der Vater hat mit der Geburt des Kindes in der Regel nicht viel zu tun. Er soll einfach da sein, psychologische Stütze und eine Hand zum feeest Drücken hinhalten. Erst mit dem Durchschneiden der Nabelschnur tritt er ins Rampenlicht. Doch dieser Prozess wird durch einen Geburts-Trend vehement in Frage gestellt: die Lotus-Geburt.

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Was ist die Lotus-Geburt?

Bei der Lotus-Geburt wird die Nabelschnur nach der Geburt nicht durchgeschnitten und so vom Mutterkuchen getrennt. Nein, diese natürliche Verbindung wird so lange aufrecht und intakt gehalten, bis das Gesamtpaket vom Baby abfällt. Es handelt sich also um eine Entbindung ohne Abnabelung.

Bis es allerdings soweit ist, müssen die Eltern das eher wenig ansehnliche Mitbringsel aus dem Mutterleib (und hier ist natürlich NICHT das Kind gemeint!) mit herumtragen.
Angeblich geht der Name der Praktik auf die Amerikanerin Claire Lotus Bay zurück. Sie soll veranlasst haben, ihr Neugeborenes in den 1970er Jahren als erste westliche Frau bei der Geburt nicht abzunabeln. Daraufhin wurde die Lotusgeburt vor allem in esoterischen Kreisen beliebt

Wie gefährlich ist die Lotus-Geburt?

Experten warnen einstimmig vor dem Trend. So können sich Infektionen in der mit Blut gefüllten Plazenta ansiedeln, die sich dann auf das Baby übertragen. Auch wurde bisher kein Nutzen für das Baby festgestellt, was den Trend umso mehr in Frage stellt.

Frauen, die eine Lotus-Geburt praktiziert haben, beschreiben ihre Erfahrung als ein besonderes Erlebnis, das sie Ihrem Kind nähergebracht hätte. Da stellt man sich allerdings die Frage, ob eine innige Umarmung und liebevolle Küsse dies nicht genauso – wenn nicht noch besser – erledigen, als ein blutiges Anhängsel in einer Plastikschüssel.