Mein Baby will nur auf dem Bauch schlafen: Ist das gefährlich?

Mein Baby will nur auf dem Bauch schlafen

Die allgemeine ärztliche Empfehlung lautet: Kinder müssen immer auf dem Rücken schlafen. Was aber, wenn das Kleine sich nicht an diese Empfehlung halten will? Ein paar Tipps für Eltern von Bauchschläfern.

Baby liegt auf dem Bauch und schläft
©Dakota Corbin via Unsplash

Hilfe, mein Baby will nur auf dem Bauch schlafen! Die Angst ihrem kleinen Schatz könnte nachts etwas passieren, treibt viele Eltern um. Denn Fakt ist, laut Ärzten erhöht die Bauchlage das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS). Daher besteht seit einigen Jahren die allgemeine Empfehlung, Kinder nur auf dem Rücken schlafen zu lassen. Und seitdem ist die Anzahl der Fälle von plötzlichem Kindstod tatsächlich deutlich gesunken.

Wenn sich der kleine Wurm aber nicht an diese Empfehlung halten will, sind Eltern alarmiert. Was soll ich tun? Besonders problematisch wird das Ganze, wenn sich das Kind schon selbstständig drehen kann – etwa ab einem halben Jahr. Denn dann wird es sich auch nachts einfach auf den Bauch drehen, wenn ihm danach ist. Natürlich könntest du versuchen, es immer wieder in die empfohlene Schlaflage zu bringen. Doch das stört letztendlich auch den Schlaf deines Kleinen und in der Nacht kannst du diese ständige Alarmbereitschaft gar nicht leisten. Irgendwann musst du ja schließlich auch zur Ruhe kommen.

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Keine Barrieren errichten

Auf keinen Fall solltest du Barrieren aus Kissen, Decken oder Kuscheltieren errichten, damit dein Kind auf dem Rücken liegen bleibt. Das ist nämlich noch viel gefährlicher. Das Kleine könnte beim Versuch sich zu drehen unter Kissen oder Decken geraten! Also raus mit allem unnötigen Kram.

Laut offiziellen Daten von der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) – einem Gemeinschaftsprojekt des Robert Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamts – tritt der plötzliche Kindstod in drei Viertel der Fälle zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auf. Die Daten stammen Sobald sich dein Kind mit etwa sechs Monaten selbstständig drehen kann, ist es dieser besonders kritischen Phase also schon entwachsen. Für Eltern von Bauchschläfern sind diese Zahlen zumindest etwas beruhigend. Doch das Risiko besteht noch bis zum 1. Geburtstag. Erst danach gehen laut Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte die Fälle des plötzlichen Kindstods gegen Null.

Idealerweise solltest du dein Kind vor allem in den ersten Monaten immer auf dem Rücken schlafen lassen. Hat dein Kleines Probleme beim Einschlafen, dann kannst du es auch mit Pucken versuchen. Die Begrenzung durch das Tuch hilft ihm vielleicht schon, in den Schlaf zu finden.

Andere Risikofaktoren vermeiden

Lässt sich dein Baby trotzdem nicht von der Rückenlage begeistern und dreht sich immer wieder auf den Bauch, dann ist das sicher kein Grund zur Panik. Es gibt viele Mütter, die davon berichten, dass ihre Kinder schon immer Bauchschläfer waren und allen geht es gut – auch einige Unserer User. Schließe aber bitte unbedingt andere Risikofaktoren aus:

– Verbanne Kissen, Decken oder Kuscheltiere aus dem Bettchen
– Lass dein Kind in einem Schlafsack schlafen
– Die Raumtemperatur sollte bei ca. 16° C bis 18° C liegen
– Rauchverbot in dem Zimmer, in dem dein Baby schläft
– Achte sehr darauf, dass die Matratze nicht zu weich ist

Gerade für Bauchschläfer muss die Matratze einen flachen Untergrund bilden, damit das Gesicht nicht zu weit in diese einsinken kann. Das kannst du also auf jeden Fall tun, damit dein Bauchschläfer sicher schlummert.