Trinklernbecher: Darauf solltest du beim Umstieg achten

Der Umstieg auf Trinklernbecher

Während Neugeborene zunächst durch den Saugreflex auf Brust oder Flaschensauger angewiesen sind, besteht nach einigen Monaten bereits die Möglichkeit, auf einen Babybecher umzusteigen. Dies ist besonders bei Flaschenbabys sinnvoll, um eine Fehlstellung der Zähne zu vermeiden.

Eine Tasse steht auf einem Stapel Kinderbücher
©Unsplash/Annie Spratt

Umstieg von Flasche auf Trinklernbecher

Der perfekte Zeitpunkt für den Trinklernbecher ist bei jedem Baby anders: Voll gestillte Babys benötigen keine zusätzlichen Getränke, ihr Flüssigkeitsbedarf wird über die Muttermilch gedeckt. Mit Beginn der Beikost sollte aber zusätzlich etwas getrunken werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt.  Mit der festen Nahrung bekommt Ihr Baby auch mehr Durst. Natürlich kannst Du Dein Kind nach der Mahlzeit an die Brust anlegen, aber viele Mütter wünschen sich mit Beginn der Beikost auch wieder mehr Unabhängigkeit und möchten das Stillen auf weniger Mahlzeiten beschränken oder abstillen. Allerdings sollten stillende Mütter wissen, dass die Einführung neuer Nahrung unter dem Schutz der Stillmahlzeit das Risiko von Allergien reduziert.

 

Flaschenbabys könnte weiterhin die Saugflasche verwendet, aber der Kiefer und die Zähne könnten durch das Nuckeln langfristig Schaden nehmen. Ein Übergang zum Becher sollte frühzeitig stattfinden. Dabei muss das Kind an eine andere Art des Trinkens herangeführt werden. Musste es bisher saugen oder mit Hilfe von Zunge und Gaumen arbeiten, fließt beim Becher das Getränk auf andere Weise in den Mund und der Trink- und Schluckvorgang muss angepasst werden. Als Voraussetzung sollte das Baby auf jeden Fall schon den Kopf allein aufrecht halten können, sich an Ihren Mahlzeiten interessiert zeigen und keine Schluckprobleme haben.

Welcher Becher ist der Richtige für unser Kind?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Trinklerngefäße mit unterschiedlichen Aufsätzen. Nun gilt es, herauszufinden, welcher Becher von Deinem Kind am besten angenommen wird. Führe Dir dabei die Gewohnheiten Deines Kindes vor Augen.  Nuckelt es gern? Dann ist ein weicher Trinkaufsatz für die Anfangszeit vielleicht das Beste.
Liebt es Dein Baby, auf harte Gegenstände zu beißen? Dann kannst Du vielleicht mit einem festen Trinkaufsatz starten.  Vielleicht musst Du den Trinkbecher auch nach einiger Zeit gegen einen anderen austauschen, wenn sich die Bedürfnisse und Gewohnheiten Deines Kindes ändern.

Meist ist es besser, wenn in der ersten Zeit ein Mechanismus das Auslaufen des Bechers verhindert, sonst fließt das Getränk zu schnell und unkontrolliert in Babys Mund und es kann sich verschlucken. Außerdem wird es sicher einige „Unfälle“ mit umgekippten Bechern geben. Durch einen zu großen Widerstand des Mechanismus kann dem Baby allerdings der Sinn und Zweck des neuen Trinkgefäßes auch im wahrsten Sinne des Wortes verschlossen bleiben. Es weiß nicht, dass dort etwas herauskommen soll.

Ein Tropfstopp-Mechanismus lässt sich meist entfernen oder lockern, so dass man das Auslaufen des Getränks bewusst herbeiführen kann, um dem Baby zu zeigen wie es funktioniert. Für den Transport des gefüllten Bechers sollte der Tropfstopp jedoch in jedem Fall fest eingebaut sein.

Starten mit dem Trinklernbecher

Zunächst solltest Du Deinem Baby ein saugfähiges Lätzchen umbinden, möglichst mit einer Unterseite aus Plastik, damit nichts durchweicht. Setzte es in eine halb aufrechte Position und legen den Becher an Babys Mund. Flaschenbabys werden ab hier vielleicht selbst übernehmen, voll gestillte Babys hingegen befühlen den neuen Gegenstand zunächst mir Lippen und Zunge – lass Deinem Kind Zeit. Gib dann etwas vom Getränk in Babys Mund, damit es merkt, wozu der Becher benutzt werden kann. Manche Babys müssen dies öfter üben, bevor sie es akzeptieren.