Alles über UV-Schutzkleidung

UV-Schutzkleidung für Babys und Kinder

In den ersten fünf Lebensjahren sollten Kinder so wenig wie möglich mit nackter Haut in die pralle Sonne gehen. Babys gehören grundsätzlich in den Schatten – auch wenn sie bekleidet sind.

©Unsplash/Nikola Radojcic

Ein einfaches, weißes Baumwollshirt hat einen Lichtschutzfaktor (LSF) von etwa „5“. Das genügt also bei weitem nicht! Darunter muss auf jeden Fall Sonnencreme aufgetragen werden.

Selbst dichter Baumwollstoff lässt noch zehn Prozent der ultravioletten Strahlung durch, ist das Hemd nass, sind es sogar 20 Prozent. Billige, dünne T-Shirts haben nur einen LSF von zwei.

Kinderbekleidung mit LSF gibt es im Handel, sie ist zwar relativ teuer, jedoch sinnvoll. Neben einer Auswahl an LSF-Sonnenhüten, T-Shirts und Hosen gibt es auch spezielle Badebekleidung und für Säuglinge auch dünne LSF-Tücher zum zudecken (z.B. bei jako-o).

  • Kopfbedeckung: Auf keinem Fall solltest Du die Kopfbedeckung vergessen, denn durch dünne Kinderhaare gelangt besonders viel Licht auf die Kopfhaut. Tuch, Kappe oder Hut sind notwendig. Beim Kauf auf einen ausreichenden Schirm als Gesichts- und Nackenschutz achten.
  • T-Shirts, Hemden: sonnendicht und nicht zu eng
  • Hosen: weit geschnitten und möglichst lang
  • Schuhe: Keine offenen Sandalen! Es ist wichtig, dass der Fußrücken ausreichend geschützt ist.
  • Brille: Auch die Augen müssen vor Sonnenstrahlen geschützt werden. Kaufe für Dein Kind nur Brillen, die das Zeichen CE tragen. Es garantiert einen ausreichenden UV-Schutz.

UV-Standards für Textilien

  • Australisch-neuseeländischer Standard: wird zurzeit am häufigsten verwendet. Das Textil wird nur im Neuzustand gemessen, Veränderungen durch Waschen oder Dehnung werden nicht berücksichtigt. Es werden nur Textilien ausgezeichnet, die mindestens einen Schutzfaktor (UPF) von 15 haben.
  • Europäischer Standard: Nur am Neutextil gemessen. Deshalb werden nur Produkte ausgezeichnet, die UPF 30 erreichen. Sie müssen durch ihren Schnitt als Sonnenschutz geeignet sein. Dieser Standard setzt als einziger Höchstgrenzen für die UVA-Durchlässigkeit.
  • UV Standard 801: Die Internationale Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz testet auch das beanspruchte Textil, was zu viel geringeren ausgewiesenen Faktoren führt als bei anderen Standards.

So wird Kleidung UV-sicher

Meist werden die Textilien enger gewebt, um die Maschenzwischenräume zu verkleinern. Zudem wählt man Fasern, die die Strahlung besonders gut absorbieren – ebenso wie manche Farben. Dunkle, dicht gewebte Kleidungsstücke aus Polyester schützen am besten. Es folgen Wolle, Seide und Nylon. Baumwolle, Leinen und Viscose haben meist einen geringeren Schutzfaktor. Außerdem können UV-absorbierende Substanzen wie unbedenkliches Titandioxid oder bedenkliche Oxal-Aniline aufgebracht werden. Bei Chemiefasern lassen sich solche Pigmente direkt in die Fasermasse einarbeiten.