Wann bekommen Babys Zähne? Hilfe, mein Kind zahnt nicht!

Wann bekommen Babys Zähne?

Nur in langsamen, kleinen Schritten kämpfen sich die Beißerchen an die Oberfläche. Aber in welchem Alter genau sollte der erste Milchzahn zu sehen sein? Lese hier, warum dein Baby sogar davon profitieren kann, wenn die Zähne später kommen

©Antonio Gravante via Bigstock

Zähne wachsen aus Knospen

Es ist keine einfache Zeit, weder für die Eltern noch für den Nachwuchs. Während den Entwicklungsschüben der Zähne sind Babys häufig unruhig und quengelig. Die Intensivität des Schmerzes beim Zahnen variiert von Fall zu Fall. Bereits während der Schwangerschaft bildet das Kind sogenannte Zahnknospen, die die Grundlage für die Milchzähne darstellen. Ab da an beginnt das langsame Vorrücken. Die darüberliegende Schleimhaut wird gleichzeitig immer dünner.

Was tun, wenn das Baby zahnt?

Bekommen alle Babys ihre Zähne mit 6 Monaten?

Bei einem Großteil der Babys lässt sich der erste Schneidezahn zwar schon bereits nach sechs Monaten blicken. Doch rund zehn Prozent braucht für diesen Vorgang gut doppelt so lange. Aber auch wenn es etwas länger dauert, ist das völlig in Ordnung versichert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, Professor Ulrich Schiffner aus Hamburg. „Der Beginn des Zahnwachstums ist in den Genen festgelegt. Da gibt es von Kind zu Kind eine große Bandbreite. Brauchen die Zähne manchmal etwas länger kann das sogar von Vorteil sein. „Die Zähne sind ausgereifter, weil sie die Chance hatten, mehr Mineral aufzunehmen. Das senkt die Kariesgefahr,“ bestätigt der Kinderarzt.

„Verspätete Zahnung ist kein isoliertes Phänomen“

Lässt sich der erste Zahn länger als ein Jahr Zeit, sollte sicherheitshalber ein Arzt hinzugezogen werden. Kinderarzt Professor Siegfried Zabransky von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin weist darauf hin: „Man darf die verspätete Zahnung nie als isoliertes Phänomen sehen, sondern muss immer auch die sonstige Entwicklung betrachten.“ Fängt das Kind altersgemäß zu krabbeln und sprechen an, werden sich im Normalfall auch die Zähne gesund entwickeln.

Vorsorgeuntersuchungen sind das A und O

Bleiben allerdings auch Krabbel- und Sprechversuche aus, kann eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Stoffwechselstörung, wie beispielsweise Rachitis, die Ursache dafür sein. Um Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen an seinem Säugling vornehmen zu lassen. Professor Zabransky empfiehlt das Kind im Alter von sechs und zwölf Monaten vom Kinderarzt durchchecken zu lassen.