Wie viel schreien ist normal? 1, 2 oder 3 Stunden pro Tag?

Wie viel Schreien ist „normal“?

Wissenschaftler der University of Warwick in Großbritannien haben nun einen Durchschnittswert ermittelt – und in Deutschland wird besonders wenig gebrüllt

Wie viel Schreien ist bei Babys normal?
©famveldman via Bigstock

Wenn das eigene Baby viel schreit, fragen sich Eltern häufig, ob sie etwas falsch machen, ihrem Kind etwas fehlt und in manch besonders lauter Minute vielleicht auch, warum gerade sie ein Schreibaby zu Hause haben. Eine Sache vorweg: Schreien ist normal. Jedes Baby tut es, manche mehr, manche weniger – denn jedes Kind ist anders. Nicht immer muss hinter dem Schreien gleich etwas Schlimmes stecken. Doch gibt es nun ein „Normal“ wenn es um die Dauer des Baby-Geschreis geht?

Wie viel schreien Babys durchschnittlich?

Auch beim Thema Schreien gibt es einen Durchschnittswert, den man als „normal“ interpretieren könnte. Diesen Durchschnitt haben Psychologen der University of Warwick jetzt ermittelt. Dabei wurde die tägliche Schreizeit von 8.700 Babys innerhalb der ersten drei Monate weltweit verglichen. Und die ist nicht nur von Land zu Land unterschiedlich, sondern auch vom Alter abhängig.

Laut der Studie schreien Babys im Durchschnitt in den ersten beiden Wochen zwei Stunden am Tag. 15 Minuten mehr kreischt es aus den Hälsen der sechs Wochen alten Säuglinge. Danach nimmt das Gebrüll langsam ab. Eine Stunde und zehn Minuten schreit das durchschnittliche Weltbaby in Woche zwölf seines Lebens.

Muss man Babys auch mal schreien lassen?

Deutsche Babys schreien weniger

Und wo wird nun am meisten geschrien? Laut der Studie leben die Schreihälse unter den Babys in England, Italien, Kanada und den Niederlanden. Durchschnittlich wenig gebrüllt wird hingegen in Deutschland, Dänemark und Japan.

So viel zum Durchschnitt. Schreit dein Baby nun mehr oder weniger als die anderen, musst du dir dennoch nicht unbedingt Sorgen machen. Manche Babys schreien bloß eine halbe Stunde am Tag, andere länger, viele an manchen Tagen mehr und an manchen weniger. Es gibt so viele Gründe, die dein Baby, gerade als Neugeborenes, zum Weinen bringen können, ganz egal, was das Durchschnittsbaby darüber denkt.

Daher ist es auch noch mal wichtig zu erwähnen, dass sich die Studie der University of Warwick nicht mit den Ursachen des Schreiens, sondern ausschließlich mit der Dauer beschäftig hat – mit dem alleinigen Ziel einen Durschschnittswert zu ermitteln.