Windeldermatitis: Was tun, wenn Babys Popo immer wund ist?

Windeldermatitis: Was tun, wenn Babys Popo immer wund ist?

Eine Haut so glatt und zart wie ein Babypopo – der Beauty-Traum vieler Frauen. Allerdings haben Babys leider viel öfter mit einem entzündete, wunden Po zu tun, als wir denken. Typischerweise ist dabei die Rede von einer Windeldermatitis. Was dahinter steckt und wie du deinem Baby helfen kannst, erfährst du bei uns.

Windeldermatitis, Baby mit wundem Po
©nd3000 via Bigstock

Tatsächlich ist die Windeldermatitis die häufigste Hauterkrankung von Babys. Laut Pharmazeutischer Zeitung ist jeder vierte Säugling regelmäßig davon betroffen. Im Gegensatz zum sogenannten Windelsoor wird die Windeldermatitis nicht von Hefepilzen ausgelöst und tritt nur im Windelbereich auf.

Wie äußert sich Windeldermatitis?

Die Symptome einer Windeldermatitis sind sehr schmerzhaft und machen den Po deines Babys alles andere als rosig und zart. Typischerweise ist die Haut entzündet, sprich sie ist

  • gerötet,
  • geschwollen,
  • sie nässt und schuppt,
  • weist kleine Bläschen oder Pusteln auf.

Auf dieser geschädigten, wunden Haut können sich Bakterien und Pilze ansiedeln, die in einer feucht-warmen Windel das ideale Klima finden, um sich zu vermehren und beispielsweise den zuvor genannten Windelsoor auszulösen.

Wird ein wunder Po nicht behandelt, kann sich die Entzündung zudem weiterverbreiten und den Genitalbereich sowie Unterbauch und Oberschenkel befallen.

Wie entsteht eine Windeldermatitis?

Eine Windeldermatitis entsteht in den meisten Fällen, wenn das Kind zu lang in der nassen Windel liegt, sprich: Die Eltern wechseln die Windel schlichtweg zu selten. Das darin entstandene, feucht-warme Klima führt dazu, dass die Haut des Babypopos aufquillt und so anfälliger für Reize wird, die beispielsweise durch das Reiben der Windel am Po entstehen.

Zudem greifen Stoffe aus Urin und Stuhl die empfindliche Haut des Babys an und schädigen die eigentlich schützende Hornschicht. So kann aus dem Harnstoff im Urin das zuvor in der Leber unschädlich gemachte Ammoniak entstehen, was zum einen Hautirritationen hervorruft und zum anderen, zusätzlich die reizende Wirkung des Stuhls noch verstärkt.

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Wie behandele ich eine Windeldermatitis und beuge ihr effektiv vor?

Wenn sich die Symptome noch im Rahmen halten, bekommst du sie meist selbst in den Griff. So kannst du auf die entzündeten Hautbereiche eine Wundschutzsalbe mit Zink auftragen. Auch können entzündungshemmende Badezusätze wie Kamille sowie ein paar Tropfen Muttermilch helfen, die betroffenen Areale zu beruhigen. Verzichte bei Hautirritationen auf Puder, das reizt nur zusätzlich.

Damit dein Baby erst gar keine Windeldermatitis bekommt, gibt es einige vorbeugenden Maßnahmen. Achte zum einen darauf, dass du regelmäßig am Tag die Windel deines Babys checkst und wechselst, sobald sie nicht mehr sauber ist – so verhinderst du, dass sich der empfindliche Babypo zu lang im feuchten, warmen Windelmilieu befindet. Zum anderen empfiehlt es sich darauf zu achten, luftdurchlässige Wegwerfwindeln zu verwenden.

Besonders nachdem dein Kind sein ‚großes Geschäft‘ in der Windel verrichtet hat, solltest du sie umgehend wechseln. Wasche den Po mit warmem Wasser ab und trockne ihn sanft durch Tupfen (nicht durch Reiben!) ab.

Damit ab und zu ein wenig Luft an den Po kommt, kannst du dein Kind danach ruhig eine Zeit mit nacktem Po strampeln lassen. Versuche als (stillende) Mutter zudem, deine und die Ernährung deines Babys anzupassen und verzichte eine Weile auf Fruchtsäfte und Zitrusfrüchte.

Wann sollte ich mit meinem Kind zum Arzt?

Wird die Windeldermatitis über mehrere Tage nicht besser oder verschlechtert sich sogar, solltest du in jedem Fall einen Kinderarzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob es sich vielleicht auch um eine andere Entzündung handelt und in jedem Fall eine geeignete Therapie einleiten.

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